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Wave XXL-Optionsscheine auf Apple: iPhone überflüssig? Optionsscheineanalyse


02.08.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC5HEK7/ WKN DC5HEK) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS6CGU2/ WKN DS6CGU) der Deutschen Bank auf die Aktie von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) vor.

Mit dem jüngsten Geschäftsbericht habe Apple unter Beweis gestellt, dass es für den Konzern mit dem Apfel im Logo auch ein Leben nach dem iPhone geben könne. Trotzdem würden einige Fragen unbeantwortet bleiben.

So langsam gehe eine Ära zu Ende. Jahrelang seien die Smartphone-Verkäufe Apples wichtigster Umsatzbringer gewesen. Regelmäßig seien die iPhone-Verkäufe für rund 60 bis 70 Prozent der konzernweiten Umsätze verantwortlich gewesen. Im dritten Geschäftsquartal 2018/19 (Ende Juni) sei dieser Anteil erstmals seit 2012 unter die Marke von 50 Prozent gefallen. Zuletzt hätten sich Anleger gefragt, ob Apple die schwächelnden iPhone-Absätze mit Erfolgen in anderen Bereichen wettmachen könnte. Nun habe der Konzern die passende Antwort auf diese Frage gegeben. Trotz der Schwäche am Smartphone-Markt und des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits sei Apple zum Umsatzwachstum zurückgekehrt.

Laut Unternehmensangaben vom 30. Juli seien die Umsatzerlöse im Juni-Quartal gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 53,81 Mrd. US-Dollar geklettert. Zwar sei der Nettogewinn um knapp 13 Prozent auf 10,0 Mrd. US-Dollar geschrumpft, allerdings habe Apple die Markterwartungen sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen schlagen können. Der bereinigte Gewinn je Aktie sei mit 2,18 US-Dollar angegeben worden, während sich der Refinitiv-Konsens zuvor bei 2,10 US-Dollar bewegt habe. Die Umsatzerlöse seien auf Analystenseite zuvor bei 53,39 Mrd. US-Dollar gesehen worden. Am Markt sei auch der Umstand, dass sich das Management für das laufende vierte Quartal (Ende September) optimistischer als die Analystenzunft präsentiert habe, sehr positiv wahrgenommen worden. So rechne Apple mit Umsatzerlösen zwischen 61 und 64 Mrd. US-Dollar. Der Refinitiv-Konsens habe zuletzt bei 60,98 Mrd. US-Dollar gelegen.


Die Marktreaktionen auf die jüngsten Apple-Zahlen seien vor allem deshalb positiv ausgefallen, weil Apple in zwei wichtigen Bereichen habe überzeugen können. Zwar seien die Umsätze mit iPhones um knapp 12 Prozent auf 26,0 Mrd. US-Dollar geschrumpft, dafür seien die Geschäfte mit Dienstleistungen wie Musikstreaming und anderen Geräten wie der Apple Watch gut gelaufen. Außerdem habe sich das wichtige China-Geschäft stabilisiert.

Die dortigen Umsatzerlöse seien lediglich um 4 Prozent auf 9,2 Mrd. US-Dollar rückläufig gewesen, nachdem die Erlöse zu Jahresbeginn noch um 22 Prozent eingebrochen seien. Zudem habe sich Apple zuletzt in China besser als einige wichtige Wettbewerber entwickeln können. Gleichzeitig stelle die Übernahme der Modem-Sparte von Intel einen wichtigen Schritt dar. Vor allem im Hinblick auf die kommenden 5G-Computer-Handys und eine größere Unabhängigkeit vom Branchenriesen im Bereich Chips für mobile Geräte, QUALCOMM.

Im Juni-Quartal habe Apple einige Erfolge einfahren können. Allerdings bleibe die Abhängigkeit von China hoch. Das Ausbleiben einer Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit könnte Apple doch noch schaden. Gleichzeitig sei der Wettbewerb im Zukunftsfeld Dienstleistungen enorm. Gleichzeitig erfolge im Fall von Apple der Einstieg in den Bereich Online-Streaming relativ spät. Konkurrenten wie Netflix oder Disney seien viel weiter und hätten deutlich mehr Inhalte anzubieten. Zudem habe die Apple-Aktie in den vergangenen Wochen einen steilen Anstieg erfahren, sodass Investoren den vom Markt positiv aufgenommenen jüngsten Geschäftsbericht für Gewinnmitnahmen nutzen könnten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Apple-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 5,09, die Barriere bei 174,60 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,15, Barriere bei 262,25 US-Dollar) auf fallende Kurse der Apple-Aktie setzen. (Stand vom 02.08.2019) (02.08.2019/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Der Vorstand und/oder Mitarbeiter der aktiencheck.de AG halten eine Netto-Longposition in den Aktien des analysierten Unternehmens. Es besteht also ein Interessenkonflikt auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen wollen.




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