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Wave XXL-Optionsscheine auf adidas: Können Nebengeräusche kurz vor Beginn der Fußball-WM ausgeblendet werden?


10.05.2018
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM14742/ WKN DM1474) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM2GXL2/ WKN DM2GXL) der Deutschen Bank auf die Aktie von adidas (ISIN DE000A1EWWW0/ WKN A1EWWW) vor.

Nach einem starken Geschäftsjahr 2017 habe adidas auch einen sehr guten Auftakt in das Jahr 2018 verbuchen können. Und nun stehe die nächste Fußball-Weltmeisterschaft vor der Tür. Grund also, in Jubel auszubrechen? Nicht notwendigerweise.

Nur noch wenige Wochen bis zum Fußballfieber-Ausbruch: Am 14. Juni werde die 21. Ausgabe der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft mit dem Spiel Russland gegen Saudi-Arabien eröffnet. Titelverteidiger Deutschland greife am 17. Juni gegen Mexiko in das Geschehen ein, während das Finale am 15. Juli ausgetragen werde.

Wie immer sie das Sportgroßereignis nicht nur für Spieler und Fans etwas Besonderes, sondern auch für die sich um Marktanteile duellierenden Sportartikelhersteller. Dabei habe adidas im Vergleich mit dem großen US-Konkurrenten Nike bereits vor Beginn des Turniers einen wichtigen Sieg erringen können. Während die Herzogenauracher zwölf Temas ausrüsten würden, komme Nike nur auf zehn Mannschaften. Außerdem sei adidas offizieller FIFA-Sponsor, was dem Unternehmen in Sachen Marketing enorme Vorteile einbringe. Allerdings scheine die Vorfreude trotzdem nicht besonders ausgeprägt zu sein.


Auch wenn Russland für adidas weiterhin ein wichtiger Markt sei, bleibe er ein Problemkind. In den vergangenen Jahren sei es vor allem die Weltpolitik gewesen, die adidas das Russland-Geschäft vermiest habe. Im Geschäftsjahr 2017 sei der Umsatz in Russland/GUS um 13 Prozent zurückgegangen. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres habe das herausfordernde Konsumklima angehalten. Laut Konzernangaben vom 3. Mai 2018 seien die Erlöse im März-Quartal um 16 Prozent zurückgefallen. Gleichzeitig werde die Verbindung mit dem Fußball-Weltverband FIFA nicht immer positiv gesehen. Die verschiedenen Korruptionsskandale hätten weder adidas noch anderen Sponsoren von Veranstaltungen wie der Fußball-Weltmeisterschaft gefallen.

Während die Vorfreude auf die diesjährige Fußball-WM weniger überschwänglich als im Fall früherer Turniere sein dürfte, seien die jüngsten Geschäftszahlen am Markt positiv aufgenommen worden. Zwischen Januar und März 2018 seien die Erlöse währungsbereinigt um 10 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro geklettert. Für das Gesamtjahr rechne das adidas-Management weiterhin mit einem Plus auf ähnlichem Niveau. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen solle sogar um 13 bis 17 Prozent zulegen. Im Auftaktquartal 2018 habe der Zuwachs bei 17 Prozent auf 542 Mio. Euro gelegen. Trotzdem hätten Anleger die Zahlenbekanntgabe für Gewinnmitnahmen genutzt, nachdem die adidas-Aktie nach der Veröffentlichung der 2017er Ergebnisse am 14. März und der Ankündigung eines Aktienprogramms regelrecht in die Höhe geschossen sei und ein neues Allzeithoch markiert habe. Etwas enttäuschend sei zudem von einigen Marktteilnehmern der Umstand aufgenommen worden, dass die Jahresprognose trotz starker Zahlen im ersten Quartal nicht angehoben worden sei. Außerdem seien es erneut Umstände gewesen, die adidas selbst nur bedingt steuern könne, die die Aktie kurzfristig ins Trudeln gebracht hätten.

Bisher habe adidas sehr stark von der Zusammenarbeit mit den US-Rapper Kanye West profitiert. Der Werbeträger sei zuletzt jedoch mit umstrittenen Äußerungen zum Thema Sklaverei negativ aufgefallen. Außerdem werde sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump kritisch gesehen. Trotzdem habe adidas-Chef Kasper Rorsted in einem Gespräch mit Bloomberg am 3. Mai bestätigt, dass man an der Zusammenarbeit mit West festhalten werde. Man dürfe gespannt sein, ob die seit 2013 bestehende Kooperation weiterhin Früchte trage oder nicht doch irgendwann zu einer Belastung für den Konzern und letztlich den Kurs der adidas-Aktie werde.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der adidas-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,27, die Barriere bei 155,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,81; Barriere bei 222,25 Euro) auf fallende Kurse der adidas-Aktie setzen. (Stand vom 08.05.2018) (10.05.2018/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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