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Daimler-Wave XXL-Optionsscheine: Die Stuttgarter wollen nichts von einer Auto-Krise wissen - Optionsscheineanalyse


01.11.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX8LLG1/ WKN DX8LLG) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS4NYY9/ WKN DS4NYY) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) vor.

Die Autobauer hätten es derzeit wahrlich nicht leicht. Neben dem Handelsstreit zwischen China und den USA würden auch der Brexit, die Dieselaffäre und die hohen Investitionen in Zukunftstechnologien auf die Stimmung drücken. Allerdings scheine sich Daimler nun allmählich freischwimmen zu können.

Die Automobilkonzerne würden derzeit eine Elektro-Offensive fahren. Im Rahmen der IAA habe Daimler die neue V-Klasse mit Elektroantrieb unter dem Namen EQV vorgestellt. Zudem habe die Pkw-Marke Mercedes-Benz einige Plug-in-Hybride präsentiert. Sie seien der Einstieg in das Zeitalter des elektrischen Antriebs für die Schwaben. Bis zum Jahr 2039 sei eine komplett CO2-neutrale Neuwagenflotte angedacht. Bis 2030 sollten mehr als 50 Prozent der verkauften Neuwagen mit Elektroantrieb ausgestattet sein. Doch an dieser Stelle mache der DAX-Konzern nicht Halt. Daimler habe auch für die Nutzfahrzeugsparte einiges vor.

Laut Unternehmensangaben vom 25. Oktober strebe Daimler Trucks & Buses eine komplett CO2-neutrale Neufahrzeugflotte bis 2039 in den wichtigsten Regionen an. Bis 2022 sollten in allen Kernregionen batterieelektrische Serienfahrzeuge rollen. Wasserstoff-Nutzfahrzeuge seien ebenfalls Teil der neuen Strategie. Auf der diesjährigen Tokyo Motor Show habe der Brennstoffzellen-Prototyp "Vision F-Cell" der Marke FUSO Weltpremiere gefeiert. Während sich Daimler auch im Nutzfahrzeugbereich ambitionierte Ziele gesetzt habe, habe die Lkw-Sparte aktuell mit der Konjunktureintrübung zu kämpfen.


Aus diesem Grund habe das Management im Zuge der Vorlage der Geschäftsergebnisse zum dritten Quartal am 24. Oktober die Margenziele für das Gesamtjahr 2019 in der Nutzfahrzeugsparte senken müssen. Die Umsatzrendite solle bei 6 bis 8 Prozent liegen, nachdem zuvor ein Wert zwischen 7 und 9 Prozent in Aussicht gestellt worden sei. Außerdem werde mit sinkenden Absätzen gerechnet. Konzernweit rechne das Unternehmen mit einem Absatz auf Vorjahresniveau, während die Erlöse leicht zulegen sollten und das Konzern-EBIT deutlich unter dem Vorjahreswert liegen dürfte. Allerdings seien negative Überraschungen nicht ausgeschlossen, da sich die für die Verfahren im Zusammenhang mit Dieselabgasemissionen gebildeten Rückstellungen als unzureichend erweisen könnten. Trotz dieser Unsicherheiten seien die jüngsten Daimler-Zahlen am Markt gut angekommen.

Nach einem Verlust im zweiten Quartal sei der DAX-Konzern in die Gewinnzone zurückgekehrte. Die Umsätze hätten um 8 Prozent auf 43,3 Mrd. Euro zugelegt. Das Konzern-EBIT sei von 2,5 Mrd. Euro im Vorjahr auf 2,7 Mrd. Euro gestiegen, während der Nettogewinn um 3 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro geklettert sei. Zwar sei die in der Branche viel beachtete EBIT-Marge im Automobilgeschäft um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent gefallen, dafür habe der Free Cash Flow des Industriegeschäfts trotz anhaltend hoher Investitionen in Zukunftstechnologien bei 2,8 Mrd. Euro gelegen, nachdem dieser Wert im ersten Halbjahr und im Vorjahreszeitraum negativ ausgefallen sei.

Auch die positive Entwicklung der Absätze im Pkw-Bereich dürfte Anleger gefreut und zur jüngsten Erholung der Daimler-Aktie beigetragen haben. Trotz der schwierigen Lage im weltweiten Automobilsektor habe Mercedes-Benz laut Unternehmensangaben vom 7. Oktober im vergangenen Monat mit weltweit 223.838 verkauften Fahrzeugen einen neuen September-Bestwert erzielt. Darüber hinaus sei auch das beste dritte Quartal der Unternehmensgeschichte verbucht worden, so dass Mercedes-Benz bei der Absatzentwicklung seit Jahresbeginn das Vorzeichen umdrehen und für die ersten neun Monate des laufenden Jahres ein Absatzplus um 0,6 Prozent auf insgesamt 1.725.243 ausgelieferte Fahrzeuge habe erzielen können.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,26, die Barriere bei 38,15 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,03, Barriere bei 62,35 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 31.10.2019) (01.11.2019/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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