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Open End Turbo Long auf Deutsche Börse: 54-Prozent-Chance - Optionsscheineanalyse


22.06.2020
boerse-daily.de

Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Open End Turbo Long (ISIN DE000HW0AU65/ WKN HW0AU6) der UniCredit Bank auf die Aktie der Deutschen Börse (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) vor.

Der Aktienkurs der Deutschen Börse lasse chart-technisch zumindest 2 Interpretationen zu. Erstens könnte der Wert ein Doppeltop ausbilden, was für einen sinkenden Kurs spreche. Andererseits habe der Kurs den Widerstand in der Höhe des All Time Highs vom 19. Februar 2020 überwunden und sei am Weg zum Ziel bei 174,00 Euro. Die Mitarbeiter seien auf eine 2. Corona-Welle besser vorbereitet und könnten den Betrieb aufrecht erhalten. Auf Frist der nächsten Monate sollte eher das 2. Szenario eintreten und eine Long-Strategie erfordern.

Die Gruppe Deutsche Börse habe aufgrund der höheren Volatilität an den Märkten im Q1 2020 die Umsätze maßgeblich um 17% steigern können, was auch in der Analyse vom 19. März die Schlussfolgerung gewesen sei. Nachdem die Kosten nicht im selben Ausmaß zugenommen hätten, sei der Periodenüberschuss um 33% auf 387,40 Millionen Euro gestiegen, was einem Ergebnis je Aktie von 2,11 Euro entspreche. Die Volatilität sollte auch im Q2 2020 überdurchschnittlich ausfallen und den Umsatz treiben, bei den Nettozinserträgen der Sparte Clearstream werde jedoch mit einem Rückgang gerechnet. Dies veranlasse das Management trotz des starken Jahresauftakts an der im Konzernjahresabschluss 2019 veröffentlichten, vorsichtigeren Prognose für 2020 festzuhalten.


Der Aktienkurs der Deutschen Börse präsentiere sich seit Juli 2012 in einer von verhältnismäßig kleinen Rücksetzern geprägten Aufwärtsbewegung. Eine Ausnahme bilde der Corona Sell Off, wo der Aktienkurs in der Spitze 41% an Kursverlusten angesammelt habe. Aktuell sei der Verlust des Sell Offs egalisiert und die Marktteilnehmer müssten wieder 158,40 Euro für eine Aktie ausgeben. Dies entspreche grob dem vor dem Corona Sell Off am 19. Februar 2020 erreichten All Time High.

Der Kursverlauf könnte ein Doppeltop ausbilden, wobei die Notierung am 19. Juni den Wert vom Februar knapp und somit nicht signifikant übertroffen habe. Das Aufflammen einer 2. Corona-Welle könnte den Abverkauf auslösen. Die Verkäufer unter den Marktteilnehmern wären bei der Präsentation der Zahlen für das 3. Quartal 2020 überrascht, dass der Konzern besser als erwartet durch die Krise gefunden habe. Der Chart lasse aber auch die Interpretation zu, wonach der Widerstand am Level des alten All Time Highs am 19. Juni übertroffen worden sei und weitere Kurssteigerungen signalisiere. Die Abwägung der Argumente spreche in diesem Fall für eine Long-Strategie.

Mit dem Open End Turbo Long könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Gruppe Deutsche Börse erwarten würden, überproportional mit einem Hebel von 5,01 profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere betrage dabei 19,40 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position biete sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 143,80 Euro liegen. Im Open End Turbo Long ergebe sich daraus ein Stoppkurs bei 1,70 Euro. Für diese spekulative Idee betrage das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1, nachdem das Kursziel bei 4,72 Euro liege (174,00 Euro beim Basiswert). (22.06.2020/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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