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UK-Geldpolitik kein Handlungsdruck


10.03.2010
Helaba

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Geldpolitik der Bank of England (BoE) blieb Anfang März unverändert, berichten die Analysten der Helaba.

Die Notenbank habe den Leitzins bei 0,5% belassen und ihr Kaufprogramm für Wertpapiere erneut ausgesetzt. Sie habe diesen Schritt damit begründet, dass nach ihrer neuesten Projektion kein übermäßig großes Risiko für eine zu geringe Inflation bestehe. Zudem könnten angesichts der derzeit hohen Teuerung die Inflationserwartungen bei neuen Käufen zu stark steigen. Die BoE-Mitglieder wollten erst einmal abwarten, wie sich die bisherigen geldpolitischen Maßnahmen auswirken würden.

Die Notenbank gehe davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum sukzessive erhöhe und die Inflation im Jahresverlauf verringere. Geldpolitische Änderungen würden wohl erst dann erforderlich, wenn zumindest eine dieser Projektionen aus dem Rahmen falle. Dafür bestünden aktuell wenige Hinweise. Die Konjunktur ziehe allmählich an, die Finanzmärkte würden weiter das Wachstum stützen. Die Geld- und Kreditaggregate würden sich stabilisieren, von einer klar positiven Trendwende könne aber noch nicht gesprochen werden. Daher würden die monetären Aggregate bzw. die dem zugrunde liegende Kreditvergabetätigkeit noch Abwärtsrisiken bergen. Ohne eine deutliche Aufwärtsentwicklung von Geld- und Kreditmengen werde die BoE ihre Geldpolitik wohl nicht zügeln.

Die Inflationsaussichten könnten die britische Notenbank zu einer früheren Aktion bewegen. Wenn die Teuerungsrate langsamer als erwartet zurückgehe bzw. die Inflationserwartungen spürbar ansteigen würden, könnte dies zu einer Zinswende führen. In den nächsten Monaten dürfte aber die Konjunktur- und Inflationsentwicklung im Rahmen der Erwartungen verlaufen, sodass sich die BoE zunächst zurücklehnen könne. Erst im späteren Jahresverlauf werde sich das Bild vermutlich eindeutiger in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik wenden. Die Staatsanleihenkäufe würden wohl nur bei neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder aufgenommen. (10.03.2010/ac/a/m)

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