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Endlos Turbo Short 13,227 open end auf Nordex: Windenergieanlagenbauer stark negativ korreliert - Optionsscheineanalyse


29.06.2017
DZ BANK

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655) einen Endlos Turbo Short 13,227 open end (ISIN DE000DD0D3Y3/ WKN DD0D3Y) mit dem Basiswert Nordex vor.

Die Verteilung des Portfoliovermögens auf unterschiedliche Investments sei ein wichtiger Baustein des Risikomanagements. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass möglichst solche Basiswerte zusammengestellt würden, die keine oder eine negative Korrelation aufweisen würden. Um ein Depot sinnvoll zu diversifizieren, reiche es nicht einfach nur aus, statt in eine Aktie in mehrere zu investieren. Durch die größere Anzahl an Basiswerten sei zwar nominal eine breitere Streuung gegeben, charakteristisch für die ausgewählten Werte könnte jedoch sein, dass sie sich tendenziell in die gleiche Richtung bewegen würden. In einem solchen Fall spreche man von einer positiven Korrelation.

Der Begriff Korrelation stamme aus der Statistik. Er stelle die lineare Beziehung zwischen zwei Variablen wie beispielsweise verschiedenen Aktienkursen dar. Für diese Beziehung müsse es jedoch keinen kausalen Zusammenhang geben. Damit verdeutliche die Korrelation nur, ob und wie häufig sich die Kurse zweier Aktien gemessen an der Richtung in der Vergangenheit im Vergleich zueinander entwickelt hätten. Rückschlüsse, warum sich beide Werte ähnlich verhalten hätten, könnten daraus nicht gezogen werden. Darüber hinaus lasse die Korrelation, bei der es sich um eine Vergangenheitsbetrachtung handle, keine Rückschlüsse auf die künftigen Bewegungen zu. Ferner würden sich die jeweiligen Korrelationen kontinuierlich verändern.

Damit sei die Korrelation zwar kein perfektes, aber dennoch ein nützliches Werkzeug bei der Zusammenstellung eines Portfolios. Mir ihr könne überprüft werden, ob die infrage kommenden Investments aus Gründen des Risikomanagements zum Portfolio passen würden, oder ob es sich um Werte handle, die rückblickend stark ausgeprägte positive Korrelationen mit den bestehenden Depotwerten zeigen und sich damit nicht zu einer sinnvollen Streuung eignen würden.

Um die Korrelation zu ermitteln, werde der Korrelationskoeffizient berechnet, der Werte zwischen +1 und -1 aufweisen könne. Ein vollständiger linearer Zusammenhang sei bei einem Wert von +1 gegeben. Bei -1 sei eine komplett gegenläufige Entwicklung vorhanden. Die Extremwerte von +1 und -1 seien in der Finanzwelt jedoch sehr selten. Keinen linearen Zusammenhang signalisiere ein Korrelationskoeffizient von null.

Berechnen könne man die Korrelationskoeffizienten über verschiedene Zeiträume. Kürzere wie z.B. 20 Handelstage seien insbesondere für kurzfristige Trading-Strategien geeignet. Langfristige Korrelationen wie beispielsweise auf Basis von 250 Handelstagen würden einen Überblick über die langfristigen Beziehungen geben. Kennzeichnend für die längerfristige Betrachtung sei, dass bei dieser Betrachtung die meisten Aktienindices eine starke positive Korrelation zeigen würden. Ferner seien die meisten Aktien einer Region stark positiv mit ihren jeweiligen Leitindices korreliert.

Deutlich werde dies am aktuellen Beispiel für den deutschen Aktienmarkt. Von den 160 Aktien aus DAX, MDAX, TecDAX und SDAX würden 121 Werte und damit rund 76% einen Korrelationskoeffizienten von größer +0,5 und damit eine starke positive Korrelation zum DAX aufweisen. Nur sieben Werte würden eine starke negative Korrelation zeigen, definiert durch einen Korrelationskoeffizienten von weniger als -0,5.


Ein Beispiel für eine aktuell starke negative Korrelation im Vergleich zum DAX liefere die Aktie der Nordex SE. Sie komme damit als Basiswert, der nicht oder negativ mit dem DAX korreliert sei, infrage. Und wie sehe es fundamental und charttechnisch aus?

Nordex sei ein mittelständischer Hersteller von Windenergieanlagen für den Einsatz auf dem Land. Zur Tätigkeit gehöre außerdem die Planung von Windparks sowie ein umfassendes Serviceangebot, das von Inspektionen über Wartungen bis hin zur Beseitigung von Störungen reiche. Im Geschäftsjahr 2016 habe der Konzern mit seinen Produkten und Dienstleistungen Umsätze von 3,4 Mrd. Euro erzielt. Das seien fast 40% mehr als im Vorjahr gewesen.

Zu diesem kräftigen Anstieg beigetragen habe der im April 2016 abgeschlossene Erwerb der Windenergiesparte des spanischen Konzerns Acciona, der durch die Transaktion zum größten Einzelaktionär von Nordex geworden sei. Aktuell hätten die Spanier einen Anteil von 29,9%. Der Kauf, der die weltweite Positionierung von Nordex gestärkt habe, solle weiteres Wachstumspotenzial eröffnen. Zudem erhoffe sich der Vorstand durch den Zusammenschluss Stabilität in einem sich wandelnden Markt.

Von dieser Stabilität sei im Aktienkurs allerdings nichts erkennbar. Der TecDAX-Wert zeige seit dem Mehrjahreshoch von Dezember 2015 einen übergeordneten Abwärtstrend. Dieser habe sich im bisherigen Jahresverlauf 2017 fortgesetzt. Dazu beigetragen haben dürften die im Februar gesenkten Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der gesunkenen Erwartungen bezüglich der Geschäftsentwicklung in einzelnen Kernmärkten. Zudem verlief nach Ansicht der Analysten der DZ BANK das erste Quartal relativ schwach. Mit einem Auftragsbestand zum 31. März 2017 von insgesamt 3,8 Mrd. Euro sehe sich Nordex aber auf Kurs, das gekürzte Umsatzziel von 3,1 bis 3,3 Mrd. Euro sowie eine EBITDA-Marge zwischen 7,8% und 8,2% (2016: 8,4%) zu erreichen. Zuletzt habe Nordex zudem einige Aufträge aus der Türkei, Frankreich und Australien gemeldet.

Alles zusammen ändere dies jedoch nichts an der nach wie vor negativen Einschätzung der Analysten zu den geschäftlichen Perspektiven. Ein Minuspunkt sei die Schwierigkeit, die Geschäftsentwicklung zu prognostizieren. Darüber hinaus sei die Profitabilität nach Ansicht der Analysten zu gering, und sie würden derzeit keine Hinweise darauf sehen, dass es dem Unternehmen gelingen könnte, diese trotz der Bemühungen, die Kosten zu senken, signifikant und nachhaltig zu verbessern.

Von "theScreener" werde die Aktie seit dem 23.06.2017 als eher negativ eingestuft. Aus charttechnischer Sicht sehen die Analysten der DZ BANK zudem weiteres Abwärtspotenzial. Der Kurs habe in der vergangenen Woche die Marke bei 10,69 Euro verletzt, die aus dem Zwischentief von Oktober 2014 resultiere. Zu Beginn der neuen Börsenwoche sei es dann zu einer Gegenbewegung gekommen, mit der die 10,69er Marke zurückerobert worden sei.

Prozyklisch agierende Investoren würden daher nun abwarten, ob es zu einem erneuten und dann nachhaltigen Bruch dieser potenziellen Unterstützung komme. Ein solcher Bruch würde die bärische Einschätzung der Analysten untermauern, was dann zum Aufbau einer Short-Position mit einem ersten Kurspotenzial bis in den Bereich von 9,15 Euro bis 8,85 Euro genutzt werden könne. Bei der Positionsgröße und dem Positionsmanagement zu berücksichtigen sei dabei die für die Nordex-Aktie charakteristische hohe Volatilität. In dem skizzierten Short-Szenario sollten Stopps knapp über dem Hoch der letzten langen roten Wochenkerze bei 11,85 Euro platziert werden.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos Turbo Short auf Nordex die negative, aber auch die positive Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 13,229 Euro) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Stand vom 27.06.2017) (29.06.2017/oc/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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