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Capped Put auf Deutsche Bank: Nur eine Beruhigungspille - Optionsscheineanalyse


11.02.2016
ZertifikateJournal

Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Discount Put-Optionsschein (ISIN DE000PB1TLN7/ WKN PB1TLN) von BNP Paribas auf die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) vor.

Mit 13,03 Euro habe die Deutsche Bank-Aktie ihr Tief aus den Jahren 2008/09 unterschritten. Allein seit Jahresbeginn sei ein Minus von mehr als 40 Prozent aufgelaufen. Nun kämpfe das Geldinstitut um das Vertrauen der Investoren: "Sie können Ihren Kunden mitteilen, dass die Deutsche Bank angesichts ihrer Kapitalstärke und ihrer Risikoposition absolut grundsolide ist", habe Vorstandschef John Cryan an seine Mitarbeiter geschrieben. Da würden Erinnerungen an Lehman Brothers wach: Im April 2008 habe der damalige Chef der US-Investmentbank, Richard Fuld erklärt: "Das Schlimmste ist überstanden." Doch bereits wenige Monate später, im September 2008, sei seine Bank zusammengebrochen und habe die Finanzwelt an den Rand des Abgrunds geführt.

Von einem Zusammenbruch sei die Deutsche Bank sicherlich weit entfernt. Doch die Sorgen um die Solidität des wichtigsten deutschen Geldhauses würden wachsen - auch international. Auf der Liste der wichtigsten systemrelevanten Banken des Financial Stability Board (FSB) rangiere die Deutsche Bank weit vorne. Mit anderen Worten: Ihr Scheitern könnte die globale Wirtschaft ins Wanken bringen.


Die Deutsche Bank habe versichert, voraussichtlich genügend Geld zu haben, um die Zinsen auf ihre "Cocos" (Contingent Convertible Bonds) zahlen zu können. Trotz des Rekordverlusts 2015 werde für die Bedienung der Anleihen in diesem Jahr rund eine Mrd. Euro zur Verfügung stehen. Das sei mehr als ausreichend, um die Ende April fälligen Zinszahlungen von 350 Mio. Euro zu leisten. Die als Beruhigungspille gedachten Aussagen hätten am Markt jedoch nur kurz gewirkt, bevor die Aktie ihren Abwärtstrend wieder aufgenommen habe.

Für etwas mehr Entspannung hätten Spekulationen gesorgt, wonach das Geldinstitut den Rückkauf von Anleihen im Wert von mehreren Mrd. Euro erwäge. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf von den Plänen unterrichtete Personen berichtet habe, dürfte sich die Deutsche Bank dabei auf erstrangige Titel, so genannte "Senior Bonds", konzentrieren. Mit dem Rückkauf von Anleihen unter dem Nennwert könnte die Deutsche Bank günstig ihre Kapitaldecke aufstocken.

Die Spekulationen hätten zu einer Erholungsrally bei der Deutsche Bank-Aktie geführt. Der übergeordnete Abwärtstrend sei jedoch weiterhin intakt, zumal eine neuerliche Kapitalerhöhung wie ein Damoklesschwert über den Anteilscheinen hänge. Anleger sollten daher mögliche Kurserholungen zum Aufbau einer Short-Position nutzen. Dazu bietet sich ein Capped Put (WKN PB1TLN) von BNP Paribas an, so die Experten vom "ZertifikateJournal". Der Cap von 20 Euro lasse einen großen Puffer nach oben. (Ausgabe 05/2016) (11.02.2016/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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