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Wave XXL-Optionsscheine auf Daimler: Gegenwind trotzen - Optionsscheineanalyse


12.02.2016
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL1KCH9/ WKN DL1KCH) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DL0D7V3/ WKN DL0D7V) der Deutschen Bank auf die Daimler-Aktie (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) vor.

Daimler dürfte in Zukunft deutlich mehr Gegenwind verspüren. Allerdings habe das DAX-Unternehmen zuletzt unter Beweis gestellt, dass man auch mit schwierigen Marktbedingungen relativ gut leben könne.

Laut einer am 9. Februar veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft "Ernst & Young" habe die Autoindustrie ihre Investitionen in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Demnach seien die Ausgaben von 15,3 Mrd. Euro in 2010 auf 52,0 Mrd. Euro im vergangenen Jahr geklettert.

Angesichts der erwarteten Folgen aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen könnten diese Ausgaben in den Bereichen Forschung & Entwicklung in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen und damit auch die Gewinnsituation bei Unternehmen wie Daimler belasten, das nicht direkt von dem VW-Abgas-Skandal betroffen sei. Es sei zu erwarten, dass die Anforderungen an die Abgaswerte der Autos ansteigen und strenger überprüft würden. Zudem würden allgemeine Markttrends wie Elektroautos, selbstfahrende Fahrzeuge und die zunehmende Vernetzung höhere Investitionen erfordern.

Die erwarteten Ausgabensteigerungen seien jedoch nicht alles an Gegenwind, was Daimler in Zukunft erwarten könnte. Die weltweite Konjunktur und vor allem das schwächer werdende Wirtschaftswachstum in China könnten der Automobilindustrie in den kommenden Jahren die Absatzzahlen insgesamt vermiesen. Außerdem wäre es denkbar, dass US-Amerikaner angesichts des VW-Abgas-Skandals insgesamt Autos mit dem Label "Made in Germany" verstärkt meiden würden.


Im Auftaktmonat 2016 habe Daimler jedoch selbst in den USA für seine Pkw-Marke Mercedes-Benz mehr Autoverkäufe vermelden können. Am 2. Februar habe das Unternehmen mitgeteilt, dass im Januar neue Verkaufsrekorde aufgestellt worden seien. Es seien 26.962 Autos und damit 1,3 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum verkauft worden.

Abgesehen von möglichen negativen Auswirkungen des VW-Abgas-Skandals auf andere deutsche Automobilhersteller bleibe es jedoch unklar, ob sich der US-Automarkt ähnlich stark entwickeln könne wie im Vorjahr. Schließlich habe sich das US-BIP-Wachstum im vierten Quartal 2015 laut Regierungsangaben vom 29. Januar auf einen auf das Jahr hochgerechneten Wert von plus 0,7 Prozent verringert.

Trotz der nicht gerade besser werdenden Marktaussichten, rechne Daimler für 2016 mit weiteren Steigerungen bei Absatz, Umsatz und dem EBIT. Dies habe das Unternehmen im Zuge der Berichterstattung zum vierten Quartal und dem Gesamtjahr 2015 am 4. Februar bekräftigt.

Bereits 2015 hätten neue Bestwerte erzielt werden können. Während konzernweit 12 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft worden seien, habe der Absatzzuwachs bei Mercedes-Benz sogar bei 16 Prozent gelegen. Außerdem sei erstmals die 2-Millionen-Grenze bei den verkauften Autos bei Mercedes-Benz überschritten worden. Die Umsatzerlöse seien insgesamt um 15 Prozent auf 149,5 Mrd. Euro geklettert. Der Gewinn sei sogar um 22 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro gestiegen, sodass sich das Unternehmen einen Anstieg der Dividende von 2,45 Euro je Aktie im Vorjahr auf 3,25 Euro gönnen möchte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call (WKN DL1KCH) der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,67, die Knock-Out-Schwelle bei 46,20 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put (WKN DL0D7V) der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,47; Knock-Out-Schwelle bei 72,00 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 12.02.2016) (12.02.2016/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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