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Endlos Turbo Short 1,1227 Open End auf EUR/USD: Euro unter Druck - Optionsscheineanalyse


05.01.2017
DZ BANK

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in das Währungspaar EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) einen Endlos Turbo Short 1,1227 Open End (ISIN DE000DGE9SU4/ WKN DGE9SU) mit dem Basiswert EUR/USD vor.

Werfe man einen Blick auf die Aktienindices, die 2016 die beste Wertentwicklung aufgewiesen hätten, so finde sich der DAX mit einem Plus von 6,9% nur im Mittelfeld, noch nach dem Dow Jones Industrial Average (+13,4%) oder dem britischen Leitindex FTSE 100 (+14,4%). Dennoch habe der Deutsche Aktienindex auch im Dezember bei Anlegern als Basiswert hoch im Kurs gestanden. Deutliches Interesse habe zudem das Währungspaar EUR/USD auf sich ziehen können, vor allem ein Produkt sei besonders gefragt gewesen.

Der DAX sei auch im Dezember der am häufigsten aufgerufene Basiswert auf dzbank-derivate.de gewesen. Bei den Produkten habe sich dabei eine interessante Veränderung gezeigt: Seien im November vor allem Endlos Turbo Calls auf den DAX gefragt gewesen, hätten sich Anleger im Dezember deutlich stärker für Endlos Turbo Puts interessiert. Dabei werde der schnelle Anstieg des deutschen Leitindex innerhalb kurzer Zeit eine wesentliche Rolle gespielt haben.

Nach dem Ausbruch über den Widerstand bei 10.802 Punkten sei der DAX innerhalb weniger Tage auf über 11.400 Punkte gestiegen. Vor diesem Hintergrund dürften Anleger auf eine Korrektur spekuliert haben, die trotz der kurzfristig überkauften Verfassung des Index bislang noch auf sich warten lasse. Die Zahl der aufgerufenen Endlos Turbo Calls sei dagegen hinter dem Wert des Vormonats zurückgeblieben. Doch diejenigen Anleger, die sich im November rechtzeitig für eine mögliche Jahresendrally des DAX positioniert hätten, seien im Dezember nicht enttäuscht worden.

Der EURO STOXX 50 habe 2016 keine besonders herausragende Performance abgeliefert. Auf Jahressicht habe es hier nur für ein mageres Plus von 0,7% gereicht. Dennoch hätten sich Anleger im Dezember stärker als im November für Europas Blue-Chip-Index interessiert. Besonders Bonus-Zertifikate mit Cap seien häufig aufgerufen worden.


Auch Brent Crude Oil habe sich im Dezember wieder unter den am meisten aufgerufenen Basiswerten gefunden. Vor allem ein Endlos-Zertifikat auf den Brent Crude Future Contract sei noch häufiger als im Vormonat angeklickt worden, was darauf schließen lasse, dass Anleger mittelfristig steigende Notierungen beim "schwarzen Gold" erwarten würden. Die von der OPEC und einigen Nicht-OPEC-Mitgliedern beschlossene Kürzung der Fördermenge dürfte hierfür ein wesentliches Argument gewesen sein.

Ein sehr deutliches Interesse der Anleger hätten Endlos Turbo Puts auf das Währungspaar EUR/USD auf sich gezogen. Kein Wunder, schließlich sei im Dezember die US-Notenbank zu ihrer letzten Sitzung im Jahr 2016 zusammengekommen und es sei eine weitere Anhebung der Leitzinsen erwartet worden.

Die FED habe die Märkte nicht enttäuscht: Sie habe den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 0,5% bis 0,75% angehoben und für 2017 weitere Anhebungen in Aussicht gestellt. Damit werde die unterschiedliche Richtung der FED und der EZB in ihrer Geldpolitik 2017 noch offensichtlicher. EZB-Präsident Mario Draghi habe, ebenfalls im Dezember, eine Verlängerung der laufenden Anleihekäufe bis Ende 2017 angekündigt. Ein Anstieg der Leitzinsen in der Eurozone sei daher frühestens Mitte 2018 zu erwarten.

Aus dem charttechnischen Blickwinkel betrachtet, würden die Analysten beim Währungspaar EUR/USD einen intakten langfristigen Abwärtstrend des Euro gegenüber dem US-Dollar sehen, dessen Ausgangspunkt das Hoch vom Juli 2008 bei 1,604 USD bilde. Der letzte größere Abwärtsimpuls sei im Mai 2014 ausgehend von 1,399 Euro gestartet und habe den Euro bis März 2015 auf ein Tief bei 1,046 USD geführt. Anschließend habe die Gemeinschaftswährung in einer Spanne zwischen rund 1,15 und 1,05 USD konsolidiert. Im Dezember 2016 sei der Euro unter 1,046 USD zurückgefallen und habe damit ein bearisches Signal gesetzt. Zu Jahresbeginn habe er weiter an Boden verloren und sei zwischenzeitlich auf 1,034 USD gefallen.

Nach der mehrmonatigen Konsolidierung deute sich mit dem Unterschreiten des Vorgängertiefs nach Einschätzung der Analysten eine Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends an. Dafür spreche auch der Punkt, dass es dem Euro während der Konsolidierung nicht gelungen sei, über das 38,2%-Fibonacci-Retracement (1,181 USD) des vorangegangenen Abwärtsimpulses zu steigen. Lege man den Umfang der Konsolidierung zugrunde, lasse sich perspektivisch ein Kursziel von 0,95 USD ermitteln. Stops könnten nach Erachten der Analysten oberhalb des Dezemberhochs (1,087 USD) platziert werden.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. der Endlos Turbo Short auf EUR/USD die negative, aber auch die positive Kursentwicklung des Währungspaares gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 1,1227 USD) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Ausgabe vom 04.01.2017) (05.01.2017/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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