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Endlos Turbo Long 12,194 Open End: Trump-Drohgebärden treiben Brent Crude Oil an - Optionsscheineanalyse


16.02.2017
DZ BANK

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl einen Endlos Turbo Long 12,194 Open End (ISIN DE000DGJ3SF3/ WKN DGJ3SF) mit dem Basiswert Brent Crude Future Contract vor.

Brent Crude Oil biete weiterhin eine überzeugende Vorstellung und rangiere knapp unterhalb des Breakout-Levels aus der zuvor ausgebildeten mehrwöchigen Seitwärtsrange. Als Treiber würden sich neben der von der OPEC beschlossenen und weitestgehend umgesetzten Kürzung neue Spannungen zwischen US-Präsident Trump und dem Iran erweisen. Entsprechend bleibt das übergeordnete bullische Szenario der Einschätzung der Analysten der DZ BANK nach weiter intakt. Bei einem Breakout aus der mehrwöchigen Seitwärtsrange sollte Brent Crude Oil die Trendfortsetzung einleiten.

Überraschend deutlich angestiegen seien zuletzt die viel beachteten US-Öllagerbestände. Laut der wöchentlichen Statistik des US-Ölministeriums seien die US-Öllagerbestände in der letzten Januarwoche um satte 5,8 Millionen Barrel geklettert. Damit habe sich der Lageraufbau weiter fortgesetzt, nachdem in der Vorwoche ebenfalls ein überraschend deutliches Plus von mehr als 2 Millionen Barrel ausgewiesen worden sei. An den Terminmärkten sei der unerwartet deutliche Anstieg hingegen kaum auf Resonanz gestoßen, wobei kurzfristige Rücksetzer mit Käufen bei Brent Crude beantwortet worden seien.

Der Optimismus der Ölbullen resultiere aus den jüngsten Produktionsdaten der weltweit wichtigsten Ölförderländer. Laut einer von der Nachrichtenagentur Reuters Anfang Februar veröffentlichten Erhebung hätten die OPEC-Staaten ihre Gesamtproduktion deutlich gesenkt und dabei 82% der in Aussicht gestellten Förderkürzungen von insgesamt 1,8 Millionen Barrel pro Tag umgesetzt. Auch andere Ölförderländer, die nicht dem OPEC-Kartell angehören würden, würden sich offenbar an das in Wien unterzeichnete Abkommen halten. Laut Reuters-Statistik habe Russland seine Fördermenge im Januar um 100.000 Barrel pro Tag reduziert und scheine damit auf gutem Weg, die in Aussicht gestellten Kürzungen von 300.000 Barrel umzusetzen.

Für Support könnte bei den Ölpreisen auch die Kehrtwende der US-Regierung in Sachen Außenpolitik sorgen. Kürzlich habe der US-Sicherheitsberater Michael Flynn den Iran offiziell nach einem Test mit ballistischen Raketen mittlerer Reichweite ermahnt. Der neue US-Präsident Donald Trump habe per Kurznachrichtendienst Twitter verlauten lassen, dass der Raketentest die gesamte Region destabilisiere. Auch habe Trump den zwischen dem Iran und den Vereinten Nationen ausgehandelten Atom-Deal kritisiert, der gleichzeitig das Ende der jahrzehntelangen Sanktionen gegen die Islamische Republik markiert habe.


Sollte Trump mit seiner Kehrtwende in der Nahost-Politik tatsächlich ernst machen, hätte dies auch Konsequenzen für den Ölmarkt. Denn der Iran habe seine Fördermengen nach Auslaufen der Sanktionen Anfang 2016 kontinuierlich nach oben geschraubt und sei mittlerweile einer der bedeutendsten Netto-Ölexporteure des Kartells. Im Falle einer diplomatischen Eiszeit zwischen den USA und dem Iran könnte es im schlimmsten Fall zu einem erneuten Öl-Exportembargo gegen den weltweit viertgrößten Ölproduzenten kommen - mit entsprechenden Auswirkungen auf das weltweite Ölangebot.

Auch ohne einen erneuten Ausschluss der Ölexporte aus dem Iran würden die Aussichten nach Einschätzung der Analysten weiterhin bullisch bleiben. Denn einige ranghohe Diplomaten des mächtigsten OPEC-Mitglieds Saudi-Arabien hätten zuletzt durchblicken lassen, dass man auch nach der vollständigen Umsetzung der vereinbarten Förderkürzungen zu weiteren Zugeständnissen bereit wäre, um den Ölpreis zu stützen.

Die Situation auf der Nachfrageseite scheine sich ebenfalls weiter aufzuhellen. Gestützt werde diese These durch die zuletzt veröffentlichten Rekord-Daten zum Ölimport in China. Die Analysten von Goldman Sachs würden in einer kürzlich veröffentlichten Studie davon ausgehen, dass sich die Situation am Ölmarkt nachhaltig verändern werde. Im Zuge der Umsetzung der Förderkürzungen würden die Experten eine sukzessive Verknappung des Ölangebots erwarten. Dies dürfte ab März dieses Jahres dazu führen, dass sich die durch ein hohes Überangebot und eine schwache Ölnachfrage geprägte Situation am Ölmarkt nachhaltig verändere, so die Einschätzung von Goldman Sachs. Die Marktteilnehmer scheinen dieses Szenario zu antizipieren, was das bullische Gesamtbild unterstreicht, so das DZ BANK-Derivate-Team.

Das von dem DZ BANK-Derivate-Team skizzierte bullische Szenario scheint sich zu bestätigen. So habe sich Brent Crude Oil zuletzt am oberen Rand der Seitwärtsrange etablieren können und stehe unmittelbar vor dem Breakout über den Long-Trigger im Bereich der Marke von 56,70 USD. Bei einem nachhaltigen Chart-Ausbruch (größer als 2%) über diese Marke biete es sich an, die Long-Position prozyklisch aufzustocken. Bei bestehenden Long-Positionen biete sich eine Risikotoleranz im Bereich der Marke von 52 USD an.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Werde jedoch die Knock-out-Schwelle (akt. 12,185 USD) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Ausgabe vom 15.02.2017) (16.02.2017/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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