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Wave XXL-Optionsscheine auf Rohöl: Nachhaltige Preiserholung lässt (noch) auf sich warten - Optionsscheineanalyse


14.07.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL9P2Y5/ WKN DL9P2Y) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM4JLC6/ WKN DM4JLC) der Deutschen Bank auf Rohöl vor.

Den Rohölpreisen gelinge derzeit keine nachhaltige Erholung. Die OPEC scheine an Bedeutung zu verlieren, während die USA ihre Ölproduktion ausweiten würden. Einige Hoffnungsschimmer würden den Ölpreis-Bullen aber doch noch bleiben.

Für viele Ölpreis-Bullen sei es eine große Erleichterung gewesen, als der Ölfeldausrüster Baker Hughes am 30. Juni gemeldet habe, dass die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA nach langer Zeit wieder leicht zurückgegangen sei. Ein Grund, warum die Notierungen für die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI kurzfristig einen Schub erhalten hätten. Allerdings habe die Euphorie nicht lange gehalten. Nur eine Woche später, am 7. Juli habe das Unternehmen mitgeteilt, dass die Zahl der Bohrlöcher um sieben auf 763 gestiegen sei. Damit habe sich ein weiterer Erholungsversuch als wenig nachhaltig erwiesen.


Seit Jahresanfang 2017 befänden sich die Ölnotierungen sogar deutlich im Minus, obwohl sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) selbst eine Senkung der Fördermengen auferlegt habe. Die OPEC habe sogar wichtige Nicht-Mitglieder wie Russland in die Förderkürzungen miteinbeziehen können. Auch wenn die vereinbarten Förderkürzungen weitestgehend eingehalten würden, müssten sich einige OPEC-Mitglieder wie Nigeria oder Libyen nicht an die Kürzungen halten. Sie hätten ihre Produktionsmengen zuletzt sogar steigern dürfen.

Noch wichtiger könnte derzeit der Blick in die USA sein. Wer gedacht habe, dass die niedrigen Ölpreise der US-Fracking-Industrie irgendwann gewissermaßen den Todesstoß versetzen würden, sehe sich nun getäuscht. Die Branche habe sich überraschend gut auf die niedrigen Ölnotierungen eingestellt, indem Kosten radikal zurückgefahren worden seien und sich die Unternehmen auf die profitabelsten Projekte konzentriert hätten. Außerdem sitze mit Donald Trump inzwischen ein US-Präsident im Weißen Haus, der den Rohstoffreichtum der USA nutzen wolle. Die neue US-Regierung fahre beispielsweise Umweltvorschriften zurück und erlaube Öl-Pipelines, um dadurch der Industrie zu helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen. Ein höheres Angebot könnte die Ölpreise weiter unter Druck geraten lassen.

Auf der anderen Seite könnte gerade Donald Trump dafür sorgen, dass sich die Notierungen erholen würden. Noch immer würden Finanzmarktteilnehmer auf die versprochenen Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen warten. Diese sollten das Wirtschaftswachstum in den USA deutlich ankurbeln. Die europäische Konjunktur befinde sich derzeit ohnehin auf Erholungskurs. Sollte die Wirtschaft einen weiteren Schub erhalten, dürfte dies zu einer höheren Ölnachfrage führen. Schließlich spreche man von dem so genannten Schmiermittel der Wirtschaft. Gleichzeitig hätten die niedrigen Ölpreise in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass viele Investitionsvorhaben nicht umgesetzt worden seien, sodass eines Tages auch das Thema von der Angebotsknappheit auf die Tagesordnung zurückkehren könnte.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten würden, könnten mit einem WAVE Unlimited-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 7,91, die Knock-Out-Schwelle bei 42,5086 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE Unlimited-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 8,41; Knock-Out-Schwelle bei 54,0395 US-Dollar) auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen. (Stand vom 13.07.2017) (14.07.2017/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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