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Wave XXL-Optionsscheine auf adidas: Begrenztes Kurspotenzial? Optionsscheineanalyse


11.08.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM19RD2/ WKN DM19RD) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM3PUY0/ WKN DM3PUY) der Deutschen Bank auf die Aktie von adidas (ISIN DE000A1EWWW0/ WKN A1EWWW) vor.

adidas habe mit seinen jüngsten Geschäftszahlen und einer höheren Prognose für Begeisterung auf Anlegerseite gesorgt. Daraufhin sei die adidas-Aktie auf ein neues Rekordhoch geschossen. Doch dieses Mal habe die Euphorie nicht lange angehalten. Schuld seien unter anderem Gewinnmitnahmen und das schwache Gesamtmarktumfeld gewesen. Nach dem steilen Kursanstieg der vergangenen Monate bestehe aber auch die Gefahr einer größeren Korrektur.

Erst am 3. August sollte adidas seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2017 präsentieren. Die Herzogenauracher hätten aber augenscheinlich derart positive Nachrichten in der Hinterhand gehabt, dass sie Anleger nicht auf die Folter hätten spannen wollen. So seien bereits am 27. Juli vorläufige Eckdaten veröffentlicht worden - wobei Investoren nicht nur die jüngsten Ergebnisse, sondern auch eine Anhebung der Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr hätten bewundern dürfen. Im Nachhinein sei es die richtige Strategie gewesen. Schließlich sei die adidas-Aktie als Reaktion darauf regelrecht in die Höhe und erreichte ein neues Allzeithoch geschossen.


Das adidas-Management habe sich in Bezug auf die Zukunftsaussichten noch optimistischer gezeigt. Ursprünglich habe man die Umsätze in 2017 gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um 12 bis 14 Prozent steigern wollen. Nun sei das Wachstumsziel auf 17 bis 19 Prozent deutlich nach oben geschraubt worden. Darüber hinaus rechne das Unternehmen mit einer Verbesserung der Bruttomarge in der zweiten Jahreshälfte 2017 gegenüber dem Vorjahr sowie mit fortgesetzten operativen Verbesserungen im weiteren Verlauf des Jahres. Deshalb solle der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen um 26 bis 28 Prozent auf 1,36 bis 1,39 Mrd. Euro steigen. Zuvor sei ein Plus von 13 bis 15 Prozent auf 1,200 bis 1,225 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden.

Im Juni-Quartal seien die Umsätze währungsbereinigt um 19 Prozent auf 5,0 Mrd. Euro geklettert. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen habe sich um 16 Prozent auf 347 Mio. Euro erhöht. Zuletzt habe die Marke adidas insbesondere im Bereich Laufschuhe große Erfolge verbuchen können. Bei Reebok hätten sich die fortgesetzten Initiativen zur Optimierung des Vertriebs auf dem US-Markt ausgezahlt. Besonders gut sei es in China gelaufen. Dort habe das Umsatzplus bei 28 Prozent gelegen. Mit +26 bzw. +19 Prozent hätten sich die Zuwächse in Nordamerika und Westeuropa ebenfalls sehen lassen können. Offenbar hätten sich die vom neuen Konzernchef, Kasper Rorsted, aufgelegten Effizienzmaßnahmen bereits frühzeitig ausgezahlt. Zum Umbau gehöre auch der Verkauf der lange Zeit schwächelnden Golfmarke TaylorMade und von CCM Hockey. Zukünftig gelte die Konzentration hauptsächlich den Marken adidas und Reebok.

Die jüngsten Quartalsergebnisse und die angehobene Prognose hätten der adidas-Aktie kurzfristig neuen Schub verliehen. Angesichts der nun schon mehr als ein Jahr dauernden Kursrally dürften sich viele Investoren jedoch fragen, ob sie den Zeitpunkt für einen Einstieg verpasst hätten. Aus bewertungstechnischer Sicht sei die adidas-Aktie bereits seit geraumer Zeit nicht mehr als günstig zu bezeichnen. Die jüngste Kursrally habe für eine weitere Verteuerung gesorgt. Die Luft sei merklich dünner geworden. Einige Investoren dürften über weitere Gewinnmitnahmen nachdenken, sodass der Kurs der adidas-Aktie kurzfristig noch deutlicher darunter leiden könnte. Darüber hinaus könnte der Kurs angesichts des jüngsten Anstiegs die positiven Aussichten bereits zu einem großen Teil abbilden, sodass das Aufwärtspotenzial begrenzt sein könnte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der adidas-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,57, die Knock-Out-Schwelle bei 157,65 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,16; Knock-Out-Schwelle bei 226,10 Euro) auf fallende Kurse der adidas-Aktie setzen. (Stand vom 10.08.2017) (11.08.2017/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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