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Wave XXL-Optionsscheine auf Tesla: Die wahre Prüfung steht bevor - Optionsscheineanalyse


10.01.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS807X6/ WKN DS807X) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS6T5S4/ WKN DS6T5S) der Deutschen Bank auf die Aktie von Tesla (ISIN US88160R1014/ WKN A1CX3T) vor.

Tesla habe 2018 einige wichtige Meilensteine erreichen können. Allerdings werde es nicht einfacher, wenn der kalifornische Elektrowagenbauer nun vom Jäger selbst zum Gejagten werde.

Tesla habe 2018 gemessen an den Produktions- und Verkaufszahlen weiter den Abstand zu den großen Automobilkonzernen verringert. Gemessen am Börsenwert sei der Konzern längst ein Riese. Im vergangenen Jahr sei es Tesla sogar gelungen, sich in der Rangliste der wertvollsten Automobilkonzerne weiter nach oben zu kämpfen. Lediglich Toyota und Volkswagen lägen derzeit in Sachen Marktkapitalisierung weit vor Tesla. Aktuell liefere sich das Unternehmen ein spannendes Duell mit Daimler um Platz drei. Den großen US-Herstellern General Motors und Ford habe Tesla bereits enteilen können. Dabei sei 2018 alles andere als ein ruhiges Jahr gewesen.

Besonders in Erinnerung werde die Posse um eine Twitter-Nachricht von Konzernchef und Gründer Elon Musk vom 7. August 2018 bleiben. Diese habe letztlich die US-Börsenaufsicht SEC auf den Plan gerufen. Die SEC habe Musk wegen möglichen Wertpapierbetrugs verklagt. Im Rahmen eines Vergleichs habe er seinen Verwaltungsratsvorsitz abgeben müssen. Den Chairman-Posten übernehme nun Larry Ellison, Gründer und Großaktionär des Software-Konzerns Oracle. Dafür dürfe Musk weiterhin den CEO-Posten bekleiden und die zuletzt erfolgreiche Firmengeschichte fortschreiben.


Tesla habe zuletzt die lange Zeit stockende Produktion des Hoffnungsträgers "Model 3" in den Griff bekommen. Die steigenden Auslieferungszahlen hätten dafür gesorgt, dass der Konzern im dritten Quartal 2018 endlich wieder einen Gewinn habe verbuchen können. Zum Jahresende sei die Produktion immer besser angelaufen. Laut Konzernangaben vom 2. Januar 2019 habe Tesla im Schlussquartal pro Tag fast 1.000 Fahrzeuge vom Band rollen lassen können. Zwischen Oktober und Dezember seien 86.555 Fahrzeuge produziert worden, ein Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig seien 90.700 Autos ausgeliefert worden. Im Gesamtjahr 2018 seien 245.240 Autos an Kunden übergeben worden. Damit seien 2018 fast so viele Fahrzeuge ausgeliefert worden wie in der gesamten vorherigen Firmengeschichte.

In Zukunft solle es ähnlich rasant weitergehen. Schließlich wolle Tesla das "Model 3" ab Februar 2019 auch an Kunden in China und Europa ausliefern. Dabei erhoffe sich das Unternehmen vor allem vom chinesischen Markt große Impulse. China sei der größte Automarkt der Welt. Zudem komme der Umstieg auf Elektroautos dort besonders schnell voran. Entsprechend viel erhoffe sich der Konzern von einem neuen Tesla-Werk. Konzernchef Elon Musk habe es sich nicht nehmen lassen, am 7. Januar anlässlich des Baubeginns der Gigafactory in Shanghai persönlich zu erscheinen. Dort sollten neben dem "Model 3" auch Batterien hergestellt werden. Allerdings könnte der Handelsstreit Tesla einen Strich durch die Rechnung machen.

In den vergangenen Wochen habe Apple eindrucksvoll gezeigt, welche Auswirkungen ein schwächelndes China-Geschäft für US-Konzerne haben könne. Der iPhone-Konzern habe fast ausschließlich den Handelsstreit und die abnehmende Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft für die Senkung seiner Umsatzprognose für das Dezember-Quartal 2018 verantwortlich gemacht. Tesla und andere US-Konzerne könnte in Zukunft ein ähnliches Schicksal ereilen. Außerdem dürfe Tesla in den kommenden Jahren weltweit auf dem Elektroautomarkt mit Konkurrenz rechnen. Viele Automobilkonzerne hätten enorme Investitionen in neue elektrisch angetrieben Modelle angekündigt und damit dem kalifornischen Elektroautopionier den Kampf angesagt.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Tesla-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 18.09.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 10,16. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 12,62; Laufzeit bis zum 18.09.2019) auf fallende Kurse der Tesla-Aktie setzen. (Stand vom 08.01.2019) (10.01.2019/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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