Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Wave XXL-Optionsscheine auf Amazon.com: Ist der Höhenflug vorbei? Optionsscheineanalyse


09.08.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS6UT16/ WKN DS6UT1) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS6CGC0/ WKN DS6CGC) der Deutschen Bank auf die Aktie von Amazon.com (ISIN US0231351067/ WKN 906866) vor.

Die jüngsten Marktturbulenzen hätten den Höhenflug der Amazon-Aktie gestoppt. Allerdings sei es selbst bei einer schnellen Beruhigung der Marktlage nicht sicher, dass das Papier gleich wieder durchstarten werde.

Bevor US-Präsident Donald Trump Zölle auf zusätzliche chinesische Importe angekündigt habe und damit die Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA deutlich zugenommen hätten, hätten die US-Aktienmärkte neue Höchststände erreicht. Für die positive Entwicklung seien, genauso wie in den Jahren zuvor, zu einem großen Teil die großen US-Technologieunternehmen verantwortlich gewesen. Damit hätten Amazon, Facebook oder die Google-Muttergesellschaft Alphabet gezeigt, dass ihnen selbst der jüngste Gegenwind von Regulierungsseite nur wenig ausmache. Dies könnte sich aber noch ändern.

In Europa würden derzeit vor allem Datenschutzfragen eine wichtige Rolle spielen. Außerdem sei die Besteuerung der Tech-Konzerne seit vielen Jahren ein immer wiederkehrendes Thema. In den USA möchte sich das Justizministerium mit Wettbewerbsfragen in Bereichen wie Internetsuche, Social Media und Online-Handel befassen. Allerdings habe es sich in der Vergangenheit im Fall von Microsoft gezeigt, dass die US-Behörden nicht gewillt seien, bis zum Äußersten, wie einer Zerschlagung eines Tech-Riesen, zu gehen. Kartellstrafen oder Strafzahlungen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen wie zuletzt im Fall von Facebook dürften für die weiterhin sehr erfolgreichen Konzerne zu verschmerzen sein. Wie erfolgreich diese Unternehmen seien, habe sich im Zuge der Berichtssaison zum zweiten Quartal 2019 gezeigt.


Nachdem Amazon in den vergangenen Jahren den Fokus etwas mehr auf die Profitabilität gelegt habe, scheine der E-Commerce-Riese nun wieder das Wachstum stärker in den Blick zu nehmen. Das Umsatzwachstum habe wieder einen Wert von mindestens 20 Prozent erreicht. Laut Unternehmensangaben vom 25. Juli seien die Umsatzerlöse zwischen April und Juni 2019 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 63,4 Mrd. US-Dollar geklettert. Zu Beginn des Jahres sei Amazon lediglich um 16,8 Prozent gewachsen. Einmal mehr habe die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) mit einem Umsatzplus von 37 Prozent auf 8,4 Mrd. US-Dollar zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehört. Allerdings habe Amazon in einem anderen Bereich noch Größeres vor.

Derzeit forciere der Konzern ganz besonders das Thema Lieferungen am Tag der Bestellung von Waren auf seiner Handelsplattform. Zu diesem Zweck würden zum Beispiel die Verteilerzentren auf Vordermann gebracht. Das Ziel sei es, "same day deliveries" zu einem Standard für Prime-Kunden zu machen. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob Anleger es Amazon erneut verzeihen würden, dass aufgrund der dafür benötigten Investitionen die Ergebnisseite leide. Vor allem, wenn die Umsatzsteigerungen nicht überzeugend genug ausfallen sollten.

Zudem stelle sich erneut die Frage, ob die Wachstumsaussichten, die sich aus den "same day deliveries" ergeben würden, bereits im Kurs der Amazon-Aktie eingepreist sein könnten. Seit Anfang 2019 habe das Papier einen steilen Anstieg erlebt. Die Luft sei zuletzt merklich dünner geworden. Außerdem sei es nicht ausgeschlossen, dass ein zunehmender Druck von Behördenseite den großen US-Tech-Konzernen doch noch einiges ausmachen könnte. Gleichzeitig müsse auch Amazon mit Konkurrenz fertig werden. Im Bereich Online-Handel habe es der Konzern mit einem wahren Giganten zu tun. Der Handelsriese Wal-Mart baue sein Internet-Geschäft seit Jahren aggressiv aus und habe die nötigen Mittel, um selbst Amazon gefährlich zu werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Amazon-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,31, die Barriere bei 1.344,90 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,05, Barriere bei 2.153,05 US-Dollar) auf fallende Kurse der Amazon-Aktie setzen. (Stand vom 08.08.2019) (09.08.2019/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
18.07.2019, boerse-daily.de
Amazon.com-Long: 95-Prozent-Chance! Optionsscheineanalyse
11.07.2019, HebelprodukteReport
Amazon-Calls mit 157%-Chance bei Erreichen des Allzeithochs - Optionsscheineanalyse
20.06.2019, DZ BANK
Optionsschein Classic Long 1.940 2020/12 auf Amazon: Wolkige Aussichten - Reale Erträge - Optionsscheineanalyse
13.06.2019, DZ BANK
Optionsschein Classic Long 1.700 2019/12 auf Amazon.com: An diesem Online-Händler kommt niemand vorbei
31.05.2019, boerse-daily.de
Call auf Amazon.com: Angriff auf das Allzeithoch? Optionsscheineanalyse
 

Copyright 1998 - 2019 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG