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Wave XXL-Optionsscheine auf Rohölpreis: Ein weiteres Strohfeuer? Optionsscheineanalyse


15.11.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten von X-markets by Deutsche Bank stellen einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC0MC49/ WKN DC0MC4) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC36SP9/ WKN DC36SP) der Deutschen Bank auf Rohöl vor.

Die Rohölpreise hätten zuletzt eine Aufwärtsbewegung starten können. Angesichts der schwierigen Konjunktur und anderer Marktunsicherheiten bleibe es jedoch fraglich, ob diese Entwicklung eine Fortsetzung finde.

In einer Zeit, in der hierzulande über Fahrverbote für Dieselautos und die Förderung von Elektrofahrzeugen diskutiert wird, sorgt an den weltweiten Rohstoffmärkten ein ganz besonderer Börsengang für Aufsehen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Mit Saudi Aramco strebe die weltgrößte Erdölfördergesellschaft auf das Börsenparkett. Saudi-Arabien bringe den Staatskonzern an die Börse, um die Abhängigkeit vom Ölgeschäft zu reduzieren. An den Finanzmärkten würden enorme Summen gehandelt. Saudi Aramco könnte rund 2 Billionen US-Dollar wert sein. Es bleibe jedoch fraglich, ob sich diese Dimensionen tatsächlich erreichen lassen würden. Schließlich seien die Ölpreise in diesem Jahr häufig ausgebremst worden.


Die Notierungen für die Sorten Brent und WTI hätten selbst nach dem zwischenzeitlichen Preisauftrieb infolge der Angriffe auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien Mitte September schnell wieder den Rückwärtsgang eingelegt. In den vergangenen Wochen sei jedoch eine leichte Aufwärtsbewegung zu beobachten gewesen. Es bleibe allerdings die Frage, ob diese von Dauer sein könne. Frühere Aufwärtsbewegungen hätten sich als Strohfeuer entpuppt. Die Konjunkturschwäche, die sich in einigen Teilen der Welt zuletzt gezeigt habe, könnte eine Preisbildung nach oben begrenzen. Am 7. November habe die EU-Kommission die BIP-Wachstumsprognose für die Eurozone und die EU für 2019 und die beiden kommenden Jahre gesenkt.

Die chinesische Wirtschaft wachse ebenfalls nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Im dritten Quartal habe der Zuwachs im Vorjahresvergleich bei 6,0 Prozent gelegen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt habe unter anderem mit dem Handelsstreit mit den USA zu kämpfen. In den vergangenen Wochen habe sich die Situation ein wenig entspannt. Die Hoffnung der Anleger auf eine Teileinigung im Handelskonflikt und ein schrittweises Zurückfahren der gegenseitigen Strafzölle dürfte für die jüngste Kursrally an den Börsen und die Erholung der Rohstoffnotierungen mitverantwortlich gewesen sein.

Die anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank dürfte die Rohölpreise ebenfalls angekurbelt haben. Ende Oktober seien die Leitzinsen in den USA bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt worden. Niedrige Zinsen würden tendenziell den US-Dollar schwächen. Da Rohstoffe wie Öl in der Regel in der US-Währung gehandelt würden, sorge dies für eine Ankurbelung der Nachfrage. Allerdings hätten die US-Währungshüter eine Pause signalisiert. Dies könnte vorerst der letzte Zinsschritt in diesem Zinssenkungszyklus gewesen sein, sodass Ölpreis-Bullen möglicherweise erst einmal nicht auf weitere Unterstützung vonseiten der FED setzen dürften. Außerdem seien zuletzt Zweifel aufgekommen, ob es tatsächlich zu einer Teileinigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit kommen werde.

Spekulative Anleger, die im Fall der Ölsorte Brent steigende Notierungen erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,69, die Barriere bei 47,41 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,18, Barriere bei 75,64 US-Dollar) auf fallende Brent-Kurse setzen. (Stand vom 14.11.2019) (15.11.2019/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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