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Wave XXL-Optionsscheine auf Rohöl: Kämpft die OPEC gegen Windmühlen? Optionsscheineanalyse


13.12.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten von X-markets by Deutsche Bank stellen einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC00UA3/ WKN DC00UA) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS7W0C3/ WKN DS7W0C) der Deutschen Bank auf Rohöl vor.

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) feiere im kommenden Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum. Ausgerechnet zu diesem wichtigen Ereignis stelle sich die Frage, wie stark die OPEC die weltweiten Rohstoffmärkte überhaupt noch beeinflussen könne.

Zuletzt sei die Marktmacht der OPEC stetig zurückgegangen. Dafür hätten verschiedene Konkurrenten im Bereich Ölförderung gesorgt. Allen voran die US-Fracking-Industrie. Diese habe in den vergangenen Jahren einen enormen Boom erlebt. Trotzdem würden Rohstoffinvestoren weiterhin ganz genau hinhören, wenn die OPEC ihre Politik festlege. Zumal die Organisation längst nicht mehr alleine sei. Gemeinsam mit Russland und anderen wichtigen Ölförderländern habe sich zuletzt die OPEC+ gebildet.

Am 5. Dezember habe das jüngste OPEC-Treffen in Wien stattgefunden. Einen Tag später habe sich die OPEC+ in der österreichischen Hauptstadt getroffen. Die Markterwartungen an das Treffen seien nicht enttäuscht worden. Einmal mehr hätten sich die verschiedenen Förderländer auf Produktionskürzungen einigen können. Genauso wie im Fall früherer Stützungsmaßnahmen für die Ölpreise bleibe jedoch die Frage, wie nachhaltig der Markteingriff sein werde.


Die OPEC+ habe sich darauf geeinigt, die Produktion um weitere 500.000 Barrel pro Tag zu senken. Damit würden sich die vereinbarten Produktionskürzungen auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag summieren. Dies sei jedoch nicht alles. Neben den festen Vereinbarungen möchten einige OPEC-Mitglieder, hauptsächlich Saudi-Arabien, die Produktion auf freiwilliger Basis weiter drosseln. So sollten sich die Produktionskürzungen ab 1. Januar 2020 auf etwa 2,1 Millionen Barrel pro Tag belaufen.

Die kurzfristigen Marktreaktionen seien für die OPEC und die OPEC+ positiv ausgefallen. Seit Wochen befänden sich die Ölpreise, sowohl der US-Sorte WTI als auch der Nordseesorte Brent auf Erholungskurs. Allerdings hätten sich vorherige Erholungsversuche der Rohölnotierungen häufig als Strohfeuer erwiesen. Dieses Schicksal könnte den Ölpreis-Bullen auch dieses Mal drohen.

In vielen Teilen der Welt sei eine Konjunkturabkühlung zu beobachten. Die US-Wirtschaft sei im dritten Quartal 2019 auf das Jahr hochgerechnet nur noch um 2,1 Prozent gewachsen. Im Schlussquartal drohe ein weiterer Rückgang des Wachstums, was der Ölnachfrage schaden dürfte. Auch von der Angebotsseite drohe der OPEC und den Rohölpreis-Bullen Ungemach.

Die Internationale Energieagentur (IEA) gehe davon aus, dass allein die Nicht-OPEC-Mitglieder, angeführt von den USA, Brasilien und Norwegen, ihr Angebot im kommenden Jahr um 2,3 Millionen Barrel pro Tag steigern würden, während die gesamte Ölnachfrage gerade einmal um 1,2 Millionen Barrel am Tag steigen solle. Aus diesem Grund müssten die OPEC und OPEC+ möglicherweise schon jetzt zusätzliche Produktionskürzungen ins Auge fassen.

Spekulative Anleger, die im Fall der Ölsorte Brent steigende Notierungen erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,94, die Barriere bei 49,62 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,96, Barriere bei 78,14 US-Dollar) auf fallende Brent-Kurse setzen. (Stand vom 12.12.2019) (13.12.2019/oc/a/r)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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