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Investmentidee: Vontobel-Optionsscheine auf Roche - Führend bei den COVID-19-Tests - Optionsscheineanalyse


01.03.2021
Bank Vontobel Europe AG

München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist der Roche-Genussschein (ISIN CH0012032048/ WKN 855167) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.

Während die Bayer AG im vergangenen Geschäftsjahr große Verluste habe hinnehmen müssen, habe sich der Werkstoffhersteller Covestro, welcher im Jahr 2015 aus der Kunststoffsparte des Bayer-Konzerns hervorgegangen sei, trotz der weltweiten Pandemie rasch erholen können. Auch der Schweizer Pharmariese Roche habe das Krisenjahr 2020 für sich genutzt und etabliere sich als einer der führenden Hersteller von COVID-19-Tests.

Der deutsche Pharma- und Agrarchemieriese Bayer habe im Geschäftsjahr 2020 einen Nettoverlust in Rekordhöhe hinnehmen müssen. Dieser habe rund EUR 10,5 Mrd. betragen und könne auf mehrere Ursachen zurückgeführt werden. Zum einen seien infolge der umstrittenen Akquisition des US-amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto im Jahr 2018 und den damit verbundenen, diversen Gerichts- und Ausgleichszahlungen an die rund 125.000 Monsanto-Kläger hohe außerplanmäßige Kosten entstanden. Zum anderen sei der Rekordverlust von milliardenschweren Abschreibungen im Agrargeschäft geprägt.

Die Verluste im Agrargeschäft, welches in der Crop-Science-Sparte des Konzerns angesiedelt sei, könnten vor allem auf einen Nachfragerückgang auf dem Schlüsselmarkt Nordamerika zurückgeführt werden. Dort hätten sich die Anbauflächen reduziert, was die lokale Nachfrage nach Agrargütern aus dem Hause Bayer um 30 Prozent habe wegbrechen lassen.

Nach eigenen Angaben möchte der Konzern diesen Umsatzverlusten mit der Teilveräußerung seiner Agrarspalte entgegenwirken. Demnach solle die Sparte Environmental Science, welche Produkte für die Schädlingsbekämpfung anbiete, für rund EUR 600 Mio. verkauft werden.

Währenddessen habe die Bayer AG in der Pharmasparte eine Einigung mit dem Tübinger Unternehmen CureVac treffen können. Demnach solle der Konzern Ende des Jahres einen Teil der Herstellung des Vakzins von CureVac übernehmen.

Dem Kunststoffkonzern Covestro gelinge es, die bereits gegen Ende des vergangenen Jahres einsetzende deutliche Erholung auch im aktuellen Jahr weiter fortzusetzen. Auch wenn die Krise den Konzern aus Leverkusen hart getroffen habe und die Umsätze im Geschäftsjahr 2020 um 13,7 Prozent zurückgegangen seien, sorge die derzeit ansteigende Nachfrage nach weichen Kunststoffen und Zusätzen für Lacke für deutliche Erholung bei der einstigen Bayer-Sparte. Ausschlaggebend hierfür seien die weiterhin positive Baukonjunktur, die schnelle Erholung der Automobilbranche sowie die wachsende Nachfrage nach Heim- und Unterhaltungselektronik. Auch die Produktionsengpässe der Konkurrenz hätten Covestro geholfen.

Wie der Konzern letzte Woche mitgeteilt habe, strebe Covestro für 2021 das Erreichen des Vor-Pandemie-Niveaus und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) zwischen EUR 1,7 und 2,2 Mrd. an. Dazu beitragen solle ab dem zweiten Quartal das Geschäft mit nachhaltigen Beschichtungsharzen des niederländischen Wettbewerbers DSM, dessen Übernahme Covestro im vergangenen September habe bestätigen können. Das DSM-Geschäft solle die Covestro-Sparte CAS, welche sich auf Lacke und Klebstoffrohstoffe spezialisiert habe, stärken. Nach dem Willen der Unternehmensleitung solle diese Sparte schon im aktuellen Jahr rund die Hälfte zum angepeilten Wachstum im Kerngeschäft des Kunststoffkonzerns, welches mit 10 bis 15 Prozent veranschlagt worden sei, beitragen.

Der Pharmakonzern Roche habe ein eher durchwachsendes Geschäftsjahr hinnehmen müssen, denn weltweit seien die Umsätze pandemiebedingt um rund fünf Prozent auf CHF 58,3 Mrd. (EUR 53,9 Mrd.) gesunken, was zunächst widersprüchlich klinge, da man vermuten könnte, dass ein Medizinunternehmen an der aktuellen Situation profitieren sollte. Jedoch habe die deutlich reduzierte Anzahl an "gewöhnlichen" Arztbesuchen und die damit verbundenen Verschreibungen von Roche-Produkten beim Schweizer Pharmariesen deutlich zu Buche geschlagen. Die gesamte Pharmasparte von Roche habe deswegen starke Einbußen hinnehmen müssen.


Im Gegensatz hierzu habe das Baseler Unternehmen die entstandenen Verluste durch die florierende Diagnostiksparte kompensieren können, denn das margenstarke Geschäft mit den Covid-19-Tests sei rasant gewachsen. Währungsbereinigt sei somit für den Pharmakonzern im abgelaufenen Jahr sogar noch ein Plus von einem Prozent herausgekommen.

Auch für das aktuelle Jahr rechne Konzernchef Severin Schwan währungsbereinigt mit einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Wachstumstreibend sei hier allen voran die leistungsfähige Diagnostiksparte. Der Pharmakonzern Roche sei einer der führenden Hersteller von Covid-19-Tests, bei welchen die Nachfrage aktuell nicht größer sein könnte. Alleine im vergangenen Jahr hätten die Schweizer 15 verschiedene Covid-19-Tests entwickelt und, wie Anfang Februar bekannt geworden sei, habe Roche die Notfallzulassung für einen weiteren Corona-Schnelltest beantragt. Dieser solle laut Angaben des Unternehmens noch effektiver sein und bereits innerhalb von 15 Minuten verlässliche Ergebnisse liefern. Da die Testungen ein essenzieller Bestandteil im Kampf gegen die Verbreitung des Virus seien, würden die Tests von Roche weiter stark nachgefragt.

Eine weitere positive Meldung habe es bezüglich dem von Roche entwickelten Medikament Actemra gegeben, denn, wie die jüngste Studien zeigen würden, verringere sich hiermit das Sterberisiko bei Covid-Patienten enorm. Des Weiteren plane der Pharmakonzern die Entwicklung weiterer Medikamente, die die Folgen einer Erkrankung mildern sollten. Allen voran die sehr starke Diagnostiksparte von Roche verhelfe somit dem Unternehmen, nicht nur unbeschadet die Krise zu überstehen, sondern darüber hinaus eine weitere Wachstumssparte langfristig zu etablieren.

Die Aktie der Bayer AG werde aktuell bei EUR 53,04 (25.02.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 72,60 (23.06.2020) und das Jahrestief bei EUR 40,36 (30.10.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 18 Analysten die Aktie auf "buy", elf auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Die Aktie der Covestro AG werde aktuell bei EUR 62,14 (25.02.2021) gehandelt, was gleichzeitig dem Jahreshoch entspreche. Das Jahrestief sei bei EUR 24,90 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 18 Analysten die Aktie auf "buy", sechs auf "hold" und drei auf "sell" setzen.

Die Aktie der F. Hoffmann-La Roche AG werde aktuell bei CHF 300,00 (25.02.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei CHF 354,05 (15.05.2020) und das Jahrestief bei CHF 274,45 (12.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 20 Analysten die Aktie auf "buy", zehn auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Put-Optionsschein (ISIN DE000VQ2Z538/ WKN VQ2Z53) auf Roche. Der Basispreis befinde sich bei CHF 270,00. Das Bezugsverhältnis betrage 0,1, der Hebel 10,80. Der Geldkurs liege bei EUR 2,53. Der Briefkurs werde bei EUR 2,55 gesehen. Der Bewertungstag sei am 16.12.2022. (Stand: 01.03.2021, 10:19)

Interessant sei auch der Call-Optionsschein (ISIN DE000VP9UVR4/ WKN VP9UVR) auf Roche. Der Basispreis betrage CHF 290,00. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel werde bei 10,16 gesehen. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 2,67 und der Briefkurs betrage EUR 2,69. Der Bewertungstag sei am 17.06.2022. (Stand: 01.03.2021, 10:20)

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe vom 26.02.2021) (01.03.2021/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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