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Emerging Markets das Wachstum geht weiter 11.03.2010
Royal Bank of Scotland
Edinburgh (aktiencheck.de AG) - Am 5. März legte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao seinen Rechenschaftsbericht der Regierung vor, berichten die Analysten der Royal Bank of Scotland in ihrer aktuellen Ausgabe "Märkte & Zertifikate weekly".
Mit einem prognostizierten Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund acht Prozent im laufenden Jahr habe Jiabao noch einmal die Bedeutung seines Landes für das globale Wachstum unterstrichen. Damit sei und bleibe China das Flaggschiff der Weltwirtschaft. Ein Flaggschiff, in dessen Gefolge zahlreiche "Boote" mitschwimmen, die zwar kleiner, aber kaum minder schnell seien. Sie alle würden die Gruppe der Schwellenländer oder auch Emerging Markets bilden.
Dabei seien es gleich mehrere Faktoren, die das Wachstum in den Emerging Markets vorantreiben würden. So habe sich die gesamtwirtschaftliche Stabilität vieler Schwellenländer in den zurückliegenden Jahren deutlich erhöht. Exporterfolge seien zum Aufbau von Devisenreserven genutzt, die Auslandsverschuldung reduziert worden. Damit sei die Anfälligkeit des Schuldendienstes gegenüber Verschiebungen bei den Wechselkursen gesunken, vor allem in Bezug auf den US-Dollar.
Zudem sorge ein zunehmender Binnenkonsum für neue Wachstumsimpulse. Und dann gebe es da noch die Carry Trades, die vor allem die Kapitalmärkte enorm antreiben würden. Anleger würden sich zu günstigen Zinskonditionen in den westlichen Industrieländern verschulden, vor allem in den USA, und das Geld in den boomenden Schwellenländern anlegen.
Eine Entwicklung, die sich unmittelbar auf die Börsen in den Emerging Markets auswirke. Von 2003 bis 2008 seien dort die Aktienkurse regelrecht explodiert. Danach sei es zwar zu einem Einbruch gekommen, ausgelöst durch Repatriierungen, also die Rückführung von ausländischem Kapital, doch seit März 2009 gehe es wieder rasant nach oben. Dagegen würden die Kurszuwächse in Frankfurt, New York & Co., obwohl an sich auch nicht ohne, geradezu mickrig ausfallen.
Kein Wunder, bei einem durchschnittlichen BIP-Plus von eineinhalb Prozent in den Industrieländern bleibe für Wachstumsfantasie kaum Platz. Zwar hätten sich die Konjunkturaussichten für 2010 durch die wirtschaftliche Erholung in den vergangenen Monaten, besonders in den USA, wieder aufgehellt, doch die grundsätzlichen Probleme würden bleiben. Eine hohe Arbeitslosigkeit, ein stagnierender Konsum, ein geschwächtes Bankensystem und ausufernde Staatsschulden würden den Alltag in den Industriestaaten bestimmen.
Die Emerging Markets würden auf absehbare Zeit ein deutlich stärkeres Wachstum als die Industrieländer aufweisen. Dabei stehe vor allem Asien, mit dem Boomzentrum China, im Mittelpunkt. "Das Wachstumszentrum wird Asien sein. In Mittel- und Osteuropa sind die strukturellen Probleme größer als in Asien, so dass wir hier von einer schwachen Erholung ausgehen", so etwa die Einschätzung von Janis Hübner, Experte für Emerging Markets der Dekabank. In Lateinamerika favorisiere der Experte Brasilien.
Die Royal Bank of Scotland biete u.a. ein Indonesien RBS Index Open End Zertifikat (ISIN NL0000400166/ WKN ABN1NH), ein Indien Nifty 50 Index Open End Zertifikat (ISIN NL0000756575/ WKN AA0C4J), ein China CSI 300 Index Tracker Open End Zertifikat (ISIN DE000AA1DEW5/ WKN AA1DEW), ein Hang Seng China Enterprises Index Open End Zertifikat (ISIN DE0006859648/ WKN 685964) sowie ein Hang Seng China Enterprises Index Quanto Open End Zertifikat (ISIN DE000A0ABG39/ WKN A0ABG3) an. (Ausgabe 10/2010) (11.03.2010/zc/a/a)
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