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Turbo Short-Zertifikat auf Euro-BTP-Future: Wahlen bei Nachbarn als Risiko - Zertifikateanalyse


16.02.2017
ZertifikateJournal

Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe das Turbo Short-Zertifikat (ISIN DE000CD26UX0/ WKN CD26UX) der Commerzbank auf den Euro-BTP-Future vor.

Seit dem richtungweisenden Referendum über die Verfassungsreform in Italien im Dezember vergangenen Jahres hätten sich die Renditen italienischer Staatsanleihen erstaunlicherweise recht stabil halten können. Zehnjährige Bonds hätten unmittelbar vor der Entscheidung bei 1,92 Prozent rentiert. Aktuell stünden 2,25 Prozent zu Buche. Analog seien die Kurse gefallen: Der Euro-BTP-Future - Gradmesser für die Kursentwicklung italienischer Staatsanleihen - habe seitdem von circa 136 Punkten auf rund 131 Zähler nachgegeben. Allerdings habe ihr Spread gegenüber äquivalenten Bundesanleihen bis zuletzt beständig bei rund 1,6 Prozent gelegen.

Laut Einschätzung von Adrian Hull, Senior Fixed Income Investment Specialist bei Kames Capital, drohe nun aber Ungemach. Denn die anstehenden Wahlen in Europa würden ein Risiko darstellen, "wenn die französische oder niederländische Wählerschaft für eine populistische Regierung votiert." Dadurch könnten sich die bestehenden wirtschaftlichen Probleme Italiens verstärken, wenn sich die jeweiligen Wählerinnen und Wähler gegen eine Konsenspolitik entscheiden würden.


"2016 war mit Blick auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten oder Bonitätsratings Italiens kein gutes Jahr", so Adrian Hull. "In den Augen von Analysten und Ratingagenturen fehlt es den Strukturreformen nach dem gescheiterten Referendum im Dezember an jeglicher Dynamik." Italien habe seit dem Jahr 2000 kein reales Wirtschaftswachstum mehr erzielt. Das dürfte auch bis mindestens 2018 so bleiben. Dem stehe ein weitaus stärkerer Anstieg der Schuldenlast gegenüber. Obwohl die "langsame, aber solide" Rekapitalisierung der Banken in Hulls Augen ermutigend sei, weise er darauf hin, dass diese Refinanzierung die Staatsverschuldung des Landes um weitere 20 Mrd. Euro steigen lasse.

Angesichts dieser Widrigkeiten lasse sich laut Hull nicht nachvollziehen, dass sich zehnjährige italienische Staatsanleihen seit dem Referendum so gut entwickelt hätten. Bei einem Wahlsieg der Rechtspopulisten in den Niederlanden und Frankreich könnten die Märkte Italien einer Neubewertung unterziehen.

"Anleger in italienischen Staatsanleihen haben deutlich mehr zu verlieren als Investoren in französischen oder niederländischen Papieren", meine der Experte. Anleger, die der gleichen Meinung seien, könnten mit einem Turbo Short-Zertifikat der Commerzbank auf ein Szenario fallender Kurse bei italienischen Staatsanleihen setzen. Das Papier wandle Kursverluste des Euro-BTP-Future mit einem Hebel von 7,7 in Gewinne um. (Ausgabe 6/2017) (16.02.2017/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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