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Zertifikate-Handel: Eher optimistisch für DAX und Gold


26.06.2020
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Auf viel Bewegung und eine über die vergangenen Wochen positive Grundtendenz am deutschen Aktienmarkt reagieren Zertifikate-Anlegern laut Händler überwiegend mit trendfolgenden Engagements, so die Deutsche Börse AG.

"Marktteilnehmer handelten am liebsten den DAX sowohl runter, aber vor allem rauf", berichte Simon Görich von der Baader Bank.

"Kleinere schlechtere Nachrichten wurden zunächst quasi ignoriert." Erst mit dem erneuten Corona-Ausbruch in China sei eine Phase der Besinnung eingetreten, bevor der Wirecard-Schock zu deutlicheren DAX-Verlusten geführt habe. Ob der Liquiditätsüberschuss an den Märkten gepaart mit einem "Anlagenotstand" weiter positiv unterstütze, bleibe abzuwarten.

"DAX-Produkte stehen in unserer Umsatzstatistik ganz oben", melde Anouch Wilhelms von der Société Générale. Käufer eines gefragten eins zu eins DAX-Indexzertifikats (ISIN DE000CJ8M7K3/ WKN CJ8M7K) hätten mit einer fortgesetzten Erholung der Aktien deutscher Konzerne gerechnet. Das gelte auch für ein beliebtes vierfach gehebeltes Long-Zertifikat (ISIN DE000CJ26330/ WKN CJ2633) auf den DAX. Mit dem rege gehandelten, im Dezember 2020 fälligen Capped Reverse Bonus-Zertifikat (ISIN DE000SR2UK84/ WKN SR2UK8) auf den deutschen Leitindex setzten Investoren darauf, dass der DAX bis zum Laufzeitende die Barriere von 13.800 Punkten weder berühre noch überschreite. Unabhängig vom tatsächlichen Kurs werde dann ein Bonusbetrag von 85 Euro fällig. "Anleger erhalten damit eine gewisse Absicherung."

Einige würden gegen den Strom schwimmen. Nach dem Kratzen an der Marke von 12.600 Punkten am Dienstag und den anschließenden Kurseinbußen sehe Kemal Bagci vermehrt Wetten auf weiter fallende DAX-Notierungen. Ein Derivat (ISIN DE000PN00QS4/ WKN PN00QS) auf den deutschen Bluechip-Index mit einer Knock-out-Schwelle von 13.440 Punkten gehöre dem BNP Paribas Händler zufolge zu den gefragtesten Produkten.

Gold belege in der Zertifikate-Umsatzstatistik der Société Générale als Basiswert den zweiten Rang, wie Wilhelms feststelle. Seine Kunden legten sich besonders häufig ein Indexzertifikat (ISIN DE000CU0QXV5/ WKN CU0QXV) sowie ein zweifach gehebeltes Long-Produkt (ISIN DE000CU0E6H6/ WKN CU0E6H) auf Gold ins Depot.


Manuel Tulezi von der ICF Bank spreche von Nachfrage nach einem Gold-Produkt (ISIN DE000PZ88W35/ WKN PZ88W3) mit einer Knock-out-Schwelle von 1.465 US-Dollar pro Feinunze.

Zur Wochenmitte habe Gold so hoch wie seit Oktober 2012 nicht mehr notiert. Aktuell sei eine Feinunze des Edelmetalls mit 1.760 US-Dollar etwas günstiger zu haben. "An den US-Aktienmärkten blieb eine nennenswerte Korrektur angesichts miserabler Konjunkturaussichten bislang zwar aus, viele Investoren versuchen dennoch über den Kauf von Gold, ihr Vermögen zu schützen" begründe Bagci die Nachfrage.

Mit einem klassischen Discount-Zertifikat (ISIN DE000CL13698/ WKN CL1369) setzten Wilhelms Kunden auf weitere Gewinne des technologielastigen NASDAQ. Erst gestern habe das 100 US-Aktien umfassende Barometer ohne Finanzwerte einen neuen Rekord markiert. "Investierte Anleger lagen in den vergangenen Jahren meist richtig." Seit 2010 habe sich der NASDAQ-Stand mehr als verfünffacht.

Auffällig viel Interesse mache Tulezi an einem in beide Richtungen gespielten Bitcoin-Partizipationszertifikat ohne Laufzeitbegrenzung (ISIN DE000VL3TBC7/ WKN VL3TBC) aus. Bitcoin bewege sich seit Mai eher seitwärts, aktuell koste ein Bitcoin knapp 9.300 US-Dollar.

Bei den Einzelwerten konzentrierten sich Anleger auf Lufthansa und Linde. Wilhelms spreche von Zuspruch für ein Hebelprodukt (ISIN DE000CL860B9/ WKN CL860B) auf die deutsche Fluggesellschaft mit einer Knock-Out-Schwelle von 6,30 Euro. Die heutige Entscheidung der Anteilseigner für oder gegen das Rettungspaket der Bundesregierung in Höhe von neun Milliarden Euro scheine mit der signalisierten Zustimmung des Großaktionärs Thiele wahrscheinlich.

Bagci registriere vermehrt Käufe eines vierfach gehebelten Long Zertifikats (ISIN DE000PF4LND1/ WKN PF4LND) auf Linde. Zwar habe das Unternehmen das bisherige Gewinnziel einkassiert. Konzernchef Steve Angel rechne aber ab dem dritten Quartal mit einer leichten Erholung. "Der Krisenstimmung trotzen will er unter anderem mit dem massiven Ausbau des Geschäfts mit grünem Wasserstoff."

Wenig überraschend gehöre Wirecard nach Aussagen der Händler zu den begehrtesten Basiswerten der vergangenen Woche. Allerdings sei das Produktangebot auf den Bezahldienstleister mit dem Absturz der Aktie deutlich reduziert. Viele Zertifikate seien verfallen. (Ausgabe vom 25.06.2020) (26.06.2020/zc/a/a)




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