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Börse Frankfurt am Morgen: DAX tritt auf der Stelle, Douglas im Aufwind


09.02.2010
aktiencheck.de

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt schlägt sich am Dienstagmorgen erstaunlich wacker. Der DAX tritt quasi auf der Stelle und notiert bei 5.485,08 Punkten. Der MDAX rückt um 0,31 Prozent vor auf 7.268,61 Zähler. Beim SDAX ist ein Plus von 0,07 Prozent auf 3.552,06 Stellen auszumachen. Für den TecDAX geht es indes um 0,17 Prozent nach unten auf 770,25 Zähler. Der Bund Future verliert 0,03 Prozent auf 123,87 Punkte.

Die Inflation in Deutschland hat sich im Januar nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes abgeschwächt. Demnach belief sich die Inflationsrate auf 0,8 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 0,9 Prozent im Dezember 2009. Ohne Berücksichtigung der Mineralölpreise hätte die Jahresveränderungsrate im Januar nur bei +0,2 Prozent gelegen.

Die Wall Street ist am Vorabend nach Handelsschluss in Deutschland noch deutlich zurückgekommen. Der Dow Jones verlor am Ende 1 Prozent. NASDAQ Composite und S&P 500 gaben 0,7 bzw. 0,9 Prozent ab. Hintergrund waren erneut Sorgen vor der Verschuldung einiger europäischer Staaten. Aus Tokio wurden heute leichte Abschläge gemeldet. Die Börsen in China konnten teils deutlich zulegen. Auf der Konjunkturseite dürften im weiteren Verlauf in den USA die Großhandelsdaten für Aufsehen sorgen. Zahlen werden mitunter von Biogen Idec, Celanese, Coca-Cola, Walt Disney und Warner Music erwartet.


Nach dem überraschenden Wechsel an der Unternehmensspitze stehen SAP weiter unter Druck. Die Aktie kommt aktuell am DAX-Ende um 2 Prozent zurück. Daneben verlieren die Münchener Rück 0,9 Prozent, BASF ebenfalls 0,9 Prozent und die Deutsche Lufthansa 0,6 Prozent. Die Aktie der Deutschen Börse (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) liegt leicht hinten. Wie der Börsenbetreiber mitteilte, stieg der Wert des im Kundenauftrag verwahrten Vermögens von Clearstream im Januar auf 10,6 Bio. Euro, nach 10,0 Bio. Euro im Vorjahresmonat. Auf der Gegenseite rücken Titel der Deutschen Bank um 1,9 Prozent vor. Auf den Plätzen zwei und drei gewinnen Henkel 1,2 Prozent und BMW 1,1 Prozent.

Douglas (ISIN DE0006099005 / WKN 609900) stechen im MDAX mit einem Plus von gut 4 Prozent ins Auge. Der Handelskonzern konnte seinen Umsatz im Auftaktquartal um 0,5 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro steigern. Der Überschuss kletterte auf 96,3 Mio. Euro, nach 88,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr wurde die zuletzt veröffentlichte Prognose bestätigt. Die Aktie von Heidelberger Druck (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) liegt mit 3,5 Prozent im Plus. Die Erlöse des Druckmaschinenherstellers sind in den ersten neun Monaten auf 1,59 Mrd. Euro gefallen (Vorjahr: 2,21 Mrd. Euro). Das Ergebnis nach Steuern lag bei -158 (Vorjahr: -119) Mio. Euro. Für das Gesamtgeschäftsjahr 2009/10 rechnet das Unternehmen unverändert mit einem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse, das zwischen minus 110 Mio. Euro und minus 150 Mio. Euro liegen wird. Für Demag Cranes (ISIN DE000DCAG010 / WKN DCAG01) geht es dagegen um über 2 Prozent nach unten. Wie zuvor bekannt wurde, ist der Kranhersteller verhalten in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 208,6 Mio. Euro um 31,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Nachsteuerergebnis verringerte sich um fast 76 Prozent auf 4,4 Mio. Euro. Für das laufende Fiskaljahr wurde die zuletzt kommunizierte Prognose bestätigt.

GRENKELEASING (ISIN DE0005865901 / WKN 586590) gewinnen im SDAX ein knappes Prozent. Der Konzern konnte in 2009 nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Das Neugeschäftsvolumen der GRENKE Gruppe (inkl. Franchisepartner) blieb mit 497,1 Mio. Euro um 17,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt weist GRENKELEASING für das Geschäftsjahr 2009 einen Konzerngewinn von 24,6 Mio. Euro aus (Vorjahr: 33,1 Mio. Euro) und erreicht somit knapp den angestrebten Zielkorridor von 25 bis 28 Mio. Euro.

Für freenet (ISIN DE000A0EAMM0 / WKN A0EAMM) geht es im TecDAX um rund 2 Prozent nach oben. Der Telekommunikationskonzern konnte nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2009 ein Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen. Demnach wuchsen die Erlöse auf 3,65 Mrd. Euro, nach 2,78 Mrd. Euro in 2008. Das Konzernergebnis erhöhte sich von 111,6 Mio. auf 256,5 Mio. Euro. QIAGEN (ISIN NL0000240000 / WKN 901626) geben indes 0,6 Prozent ab. Der Biotech-Konzern konnte Umsatz und Gewinn im Schlussquartal steigern. Die Erlöse beliefen sich auf 289,1 Mio. Dollar, nach 237,2 Mio. Dollar im Vorjahr. Auf bereinigter Basis erwirtschaftete QIAGEN einen Nettogewinn von 57,6 Mio. Dollar bzw. 0,24 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum wurde ein Nettoergebnis von 43,7 Mio. Dollar erzielt. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz in Höhe von 267,8 Mio. Dollar sowie ein EPS von 0,22 Dollar prognostiziert. Am Indexende verlieren Q-Cells gut 4 Prozent. SolarWorld und Manz büßen 2,1 bzw. 1,9 Prozent ein. Einem Pressebericht zufolge ist der Streit um die Solarförderung innerhalb der Union offenbar beigelegt. Demnach habe sich der Fraktionsvorstand darauf verständigt, die Kürzung der Förderung von Solaranlagen auf Dächern erst zum 1. Juni vorzunehmen. Die Kürzung solle dann aber bei 16 Prozent liegen, anstelle der bislang geplanten 15 Prozent. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes solle noch in diesem Monat vom Kabinett gebilligt werden.

DAX: 5.485,08 (+0,00 Prozent) MDAX: 7.268,61 (+0,31 Prozent) SDAX: 3.552,06 (+0,07 Prozent) TecDAX: 770,25 (-0,17 Prozent) (09.02.2010/ac/n/m)


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