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M3-Geldmengenwachstum beschleunigt sich 29.06.2006
Postbank Research
Westerburg, 29. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Das M3-Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im Mai von 8,7% auf 8,9% gegenüber dem Vorjahr beschleunigt, berichten die Analysten von Postbank Research.
Das sei der sechste Anstieg in Folge und das kräftigste Wachstum seit drei Jahren. Das Kreditwachstum an den privaten Sektor habe sich nicht weiter erhöht. Mit +11,8% gegenüber dem Vorjahr weise es aber eine äußerst hohe Dynamik auf. Die mittelfristigen Inflationsrisiken würden angesichts der reichlichen Liquiditätsausstattung und der soliden Konjunkturentwicklung in der EWU weiterhin auf der Oberseite bleiben.
Damit dürften auch die Sorgenfalten der EZB (Europäische Zentralbank) hinsichtlich der Preisrisiken im Euroraum eher zu- als abnehmen. Für ihre Leitzinsprognose würden die Analysten vorerst keinen Anpassungsbedarf sehen. Sie würden weiterhin davon ausgehen, dass die EZB den Leitzins Ende August um 25 BP auf 3% anheben dürfte. Zwar sollte sich die EZB mit den heutigen Geldmengendaten in ihrem Kurs einer Rückführung ihrer expansiven Geldpolitik bestätigt fühlen. Sie dürfte aber weiterhin vorsichtig agieren und die Taktfrequenz ihres Zinsanhebungszyklus nicht beschleunigen. Gleichwohl werde die kommende EZB-Ratssitzung und vor allem die anschließende Pressekonferenz nächsten Donnerstag mit Blick auf den geldpolitischen Kurs der EZB spannend.
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