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01.03.2010
Wasserzertifikate vorgestellt
ZertifikateAnleger
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www.optionsscheinecheck.de
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Kiel (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "ZertifikateAnleger" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe Wasserzertifikate vor.
Mit dem Anstieg der Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln, mit dem zunehmenden Wohlstand in den Schwellenländern und der globalen Erwärmung steige der Bedarf an Trinkwasser. Auf rund 400 bis 500 Mrd. Euro würden die Autoren einer neuen Studie den jährlichen Investitionsbedarf in der globalen Wasserwirtschaft schätzen. Das biete Chancen für Anleger. Zahlreiche Emittenten hätten bereits Zertifikate zum Thema Wasser herausgebracht. Doch die Renditen seien bisher vergleichsweise spärlich gewesen.
Die Finanzbranche habe die Wasserversorgung längst als Megatrend ausgemacht und biete Privatanlegern verschiedene Investitionsmöglichkeiten zum Thema an. Vor allem Index- und Garantiezertifikate seien in den vergangenen Jahren von verschiedenen Emittenten ausgemacht worden. Die Finanzkrise habe allerdings vor dem Wassersektor nicht halt gemacht. Bislang habe kaum ein Wasserzertifikat den hohen Ansprüchen gerecht werden können.
Von den klassischen Index- und Basketzertifikaten zum Thema Wasserversorgung hätten zwar viele in den vergangenen zwölf Monaten einen ordentlichen Kurssprung zu verzeichnen und dabei sogar mehr an Wert gewonnen als etwa der deutsche Leitindex DAX, der in diesem Zeitraum um rund 30 Prozent zugelegt habe. Schaue man aber auf die Gesamtbilanz seit Auflage des jeweiligen Zertifikats, dann falle die Bilanz nicht selten ernüchternd aus. Im Plus - und das meist nur knapp - seien lediglich drei Produkte von der Royal Bank of Scotland, UBS und der Raiffeisen Centrobank.
Bei den Garantieprodukten steche vor allem ein Zertifikat der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus ins Auge. Es könne eine Gesamtkursentwicklung von plus zwölf Prozent vorweisen. Doch Vorsicht: Ein Blick allein auf die historische Entwicklung wäre fahrlässig. Die Zertifikate und Anleihen würden sich im Basiswert, bei der Anpassung, der Dividendenanrechnung, den Gebühren, der Währungssicherung und nicht zuletzt auch in der Partizipationsrate oder der Höhe der Kapitalgarantie unterscheiden. Dieser Umstand lasse einen direkten Vergleich nicht zu.
Ein Beispiel: Die französische Großbank Société Générale setze beim Thema Wasser auf den WOWAX, einen Index, der von Dow Jones und der SAM Group berechnet werde. Das "Wasser Garant 8% Zertifikat II" beziehe sich auf den entsprechenden Preisindex. Dividenden, die auf die im Index enthaltenen Aktien ausgeschüttet würden, würden bei der Kalkulation nicht berücksichtig.
Besitzer des Zertifikats könnten bis zu einer Höhe von 48 Prozent an einer positiven Indexentwicklung im Vergleich zum Wert bei Auflage des Zertifikats partizipieren. Die Bank behalte sich dabei zu einem jährlichen Termin ein vorzeitiges Kündigungsrecht vor. Sollte sie es nutzen, bekomme der Anleger den Nennwert zurückbezahlt plus einen Zinskupon in Höhe von acht Prozent je vergangenes Laufzeitjahr.
Die erste Auflage des Zertifikats (ISIN DE000SG2PAG2/ WKN SG2PAG) habe bei der Struktur noch eine zusätzliche Spezifikation gehabt. Um die Wertentwicklung festzustellen, würden bei diesem Produkt nicht einfach Startwert des Indexes und Schlusskurs am Ende der Laufzeit miteinander verglichen. Stattdessen werde aus dem Durchschnitt der Schlusskurse bestimmter Handelstage im ersten Monat der Laufzeit, ein Startwert gebildet und aus den Schlusskursen bestimmter Handelstage im letzten Monat ein Schlusswert. Diese beiden seien dann für die Höhe der Rückzahlung relevant.
Eine Durchschnittsbildung sei bei Zertifikaten nichts Ungewöhnliches.
Auch die Düsseldorfer Bank HSBC wende sie bei der Wasser Garantieanleihe (ISIN DE000TB1ZZW1/ WKN TB1ZZW) an - allerdings über die komplette Laufzeit. Zur Bestimmung der durchschnittlichen Entwicklung des Basiswertes werde dessen Kurs an den 20 Feststellungstagen jeweils gleich gewichtet herangezogen. Das Produkt beziehe sich auf den HSBC Optimised GlobalWater Price Return Index, bei dem ebenfalls keine Dividenden berücksichtigt würden. Er sei mit maximal 20 Aktien nicht ganz so breit aufgestellt wie der WOWAX. Einen maximalen Rückzahlungsbetrag gebe es hier nicht. Zudem sei das Produkt neben der Kapitalgarantie mit einer Währungssicherung ausgestattet. (Ausgabe 3 vom 25.02.2010) (01.03.2010/zc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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