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Analysen - Marktberichte
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09.03.2010
EUR/USD im Blickpunkt
Deutsche Bank
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Diskussionen zur Schaffung eines Europäischen Währungsfonds (EWF) halten Ökonomen und Politiker gleichermaßen in Atem, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.
Selbst wenn es am Ende gelingen würde, die rechtlichen Grundlagen für einen derartigen Fonds tatsächlich zu schaffen, werde man den Eindruck nicht los, eine derartige Institution hätte vor allem die Aufgabe, Schuldnerländer an einer exzessiven Ausgabenpolitik zu hindern. Möglicherweise frühzeitig oder gar unter Androhung von Strafen. Vielleicht einige man sich aber auch nur auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner, die Schaffung einer europaweiten Überwachungsinstitution. Dabei werde leider völlig vergessen, dass auch die Gläubigerländer - ein Kommentator der "Finanacial Times" zitiere in diesem Zusammenhang heute John Maynard Keynes - in der Pflicht stünden, bezüglich ihrer Guthaben "nicht passiv zu bleiben".
Anders ausgedrückt: Nicht nur die Schuldner sollten sparen, sondern auch die Gläubiger müssten etwas für den Konsum tun. Dies gelte in der EU für Deutschland als führende Exportnation in besonderem Maße. Und auf globaler Ebene auch für China, das am vergangenen Wochenende immerhin den Tonfall bezüglich der eigenen Währungspolitik geändert habe. Auch hier gelte: Mit einer Aufwertung des Chinesischen Yuans (CNY) allein sei es nicht getan. Denn auch dort müsste den Exportüberschüssen als Ausgleich mehr heimische Nachfrage gegenüberstehen.
Für den Euro bedeute das in der Summe fast eine Pattsituation: Erneutem Verkaufsdruck von Euroskeptikern stehe starke Nachfrage (vermutlich auch aus China) gegenüber. Letztere dürfte am Ende die Oberhand gewinnen. (09.03.2010/ac/a/m)
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