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Analysen - Ausland
08.11.2018
Wave XXL-Optionsscheine auf Alibaba: Chinesischer E-Commerce-Konzern darf nicht in Ruhe feiern - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS711V4/ WKN DS711V) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS62HT6/ WKN DS62HT) der Deutschen Bank auf die Aktie von Alibaba Group Holding (ISIN US01609W1027/ WKN A117ME) vor.

Bei Alibaba würde man sich gerne auf die positiven Seiten des Lebens für den chinesischen E-Commerce-Riesen wie eine anstehende Verkaufs-Party konzentrieren. Allerdings sei dies angesichts des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits nicht so einfach.

In nur wenigen Tagen sei es so weit. Wie jedes Jahr feiere Alibaba am 11. November mit seinen Kunden den Singles Day. Ursprünglich sei der 11. November unter chinesischen Studenten ein Tag für Alleinstehende und als eine Art Anti-Valentinstag gedacht gewesen. Doch Alibaba habe daraus eine beeindruckende Verkaufsveranstaltung gemacht. Hauptsächlich gehe es um große Rabattschlachten auf den eigenen Online-Plattformen. Auch in diesem Jahr sollten neue Rekordumsätze erzielt werden. Im vergangenen Jahr seien innerhalb von 24 Stunden Warenumsätze von mehr als 25 Mrd. US-Dollar erzielt worden. Damit übertreffe der Singles Day den Black Friday und den Cyber Monday aus den USA bei weitem. In diesem Jahr werde die Vorfreude auf den Singles Day jedoch eingetrübt.

Der immer noch nicht gelöste chinesisch-amerikanische Handelsstreit sei auch an Alibaba nicht spurlos vorbeigegangen. Die Unsicherheiten, die sich aus den Folgen der Handelsstreitigkeiten ergeben würden, seien nun sogar dafür mitverantwortlich gewesen, dass sich Alibaba in Bezug auf seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr (Ende März) etwas pessimistischer habe zeigen müssen. Die Umsatzerlöse sollten bei 375 bis 383 Mrd. Yuan (umgerechnet 47,6 bis 48,7 Mrd. Euro) liegen. Damit seien die bisherigen Prognosen um 4 bis 6 Prozent gesenkt worden. Zudem habe das Umsatzwachstum im abgelaufenen September-Quartal unter den Markterwartungen gelegen.

Laut Unternehmensangaben vom 2. November habe Alibaba zwischen Juli und September 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 85,15 Mrd. Yuan erzielt, ein Anstieg von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei habe das Plus von 90 Prozent im Zukunftsfeld Cloud Computing in besonderer Weise zu diesem Wachstum beitragen können. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn sei dagegen lediglich um 13 Prozent auf 20,03 Mrd. Yuan geklettert. Die Ergebnisse könnten derzeit nicht ganz mit dem Umsatzwachstum mithalten, da das Unternehmen kräftig in Wachstumsbereiche wie Cloud Computing investiere.

Trotz des anstehenden Singles Day, der Bekanntgabe der neuesten Quartalsergebnisse und der gesenkten Umsatzprognose sei es zuletzt aber vor allem ein Thema gewesen, das Anleger beschäftigt habe. Genauso wie der Gesamtmarkt habe auch der Kurs der Alibaba-Aktie sehr stark auf die Spekulationen in Bezug auf eine mögliche Lösung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit reagiert. So lange dieser nicht gelöst sei, könnten auch die Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der Alibaba-Aktie anhalten, obwohl der Konzern auch weiterhin beeindruckende Wachstumszahlen an den Tag legen könne und mit dem Singles Day Jahr für Jahr sämtliche Rekorde breche.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Alibaba-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 18.09.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 10,45. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 10,29; Laufzeit bis zum 18.09.2019) auf fallende Kurse der Alibaba-Aktie setzen. (Stand vom 06.11.2018) (08.11.2018/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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