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Analysen - Rohstoffe
06.12.2019
Wave XXL-Optionsscheine auf Gold: Dreht die Krisenwährung 2020 auf? Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM94A57/ WKN DM94A5) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM8S767/ WKN DM8S76) der Deutschen Bank auf Gold (ISIN XC0009655157/ WKN 965515) vor.

Trotz der seit September laufenden Korrektur könne sich die bisherige Jahresbilanz bei der Goldpreisentwicklung sehen lassen. Seit Jahresanfang hätten die Notierungen um rund 14 Prozent zulegen können. Auch wenn es aktuell eher danach aussehe, dass sich die Konsolidierung noch eine Weile hinziehen könnte, gebe es gute Argumente für mittel- und langfristig weiter steigende Goldkurse. Denn die Faktoren, die das Edelmetall in der ersten Jahreshälfte angetrieben hätten, seien nach wie vor intakt.

Zu den Hauptargumenten der Gold-Fans gehöre beispielsweise das anhaltend niedrige beziehungsweise sogar negative Zinsniveau, das Anleihen und Sparprodukte wie Festgeld oder das gute alte Sparbuch als Investment unattraktiv macht. Mit einer Goldanlage würden Anleger zwar auch keine Zinsen oder Dividenden erzielen, doch selbst viele jüngere Sparer sähen im Edelmetall das nachhaltigere Wertaufbewahrungsmittel. Dies zeige sich zum Beispiel an den jüngsten Daten des Produzentenverbandes World Gold Council, wonach eine kräftig steigende Investorennachfrage nach börsengehandelten Goldfonds (Exchange Traded Funds/ETFs) im dritten Quartal die Gesamtnachfrage nach Gold befeuert habe. Während im dritten Quartal 2018 noch ein Mittelabfluss im Gegenwert von 104 Tonnen Gold verzeichnet worden sei, hätten sich die ETFs im dritten Quartal dieses Jahres mit 258 Tonnen eingedeckt. Allein dieser Faktor habe zu einem Anstieg der gesamten Goldnachfrage um 3 Prozent geführt.

Ein weiterer wichtiger Nachfrager von Gold seien die Zentralbanken. Diese hätten im dritten Quartal zwar weniger Gold gekauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem es eine rekordhohe Notenbank-Nachfrage gegeben habe. Der Trend zu immer höheren Goldbeständen dürfte aber anhalten, denn gerade Staaten wie vor allem China und Russland, die immer wieder im Konflikt stünden mit den USA, möchten unabhängiger werden von der bislang weltweit noch wichtigsten Reserve- und Handelswährung, dem US-Dollar.

Gold gelte bekanntlich als der klassische sichere Anlagehafen in Krisenzeiten. Auf politischer Ebene sei das laufende Jahr durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie in Anfängen auch zwischen den USA und Europa geprägt gewesen. Genau diese politischen Krisen dürften den Goldpreis entscheidend unterstützt haben. Nähmen die geopolitischen Spannungen weiter zu, dürfte dies Gold weiteren Auftrieb verleihen. Sollte es dagegen zu Lösungen in den Handelskonflikten kommen, würde Gold entsprechend unter Verkaufsdruck geraten.

Verbunden mit den Handelskonflikten sei natürlich auch die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur. Laut der OECD expandiere die Weltwirtschaft 2019 bis 2021 jeweils nur um etwa 3 Prozent, was die schwächste Wachstumsrate seit der weltweiten Finanzkrise 2008 bedeute. Noch vor einem Jahr habe die Schätzung für 2020 bei 3,5 Prozent Wachstum gelegen. Die Weltkonjunktur gerate also zunehmend ins Stottern, was der Krisenwährung Gold in die Karten spiele. Auf der anderen Seite spiegele sich diese Entwicklung allerdings noch nicht an den Aktienmärkten wider. Die wichtigsten US-Indices hätten in den vergangenen Wochen neue Rekordstände erreicht und auch der DAX notiere in Sichtweite zu den vorangegangenen Höchstständen. Sollte sich der Börsen-Aufschwung weiter fortsetzen, würde dies die Investment-Alternative Aktien im Vergleich zu Gold aufwerten und den Goldpreis möglicherweise schwächen.

Spekulative Anleger, die steigende Goldpreise erwarten würden, könnten mit einem Gold WAVE XXL Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,21, die Barriere bei 1.151,05 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,45, Barriere bei 1.757,40 US-Dollar) auf fallende Goldnotierungen setzen. (Stand vom 03.12.2019) (06.12.2019/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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