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Deutsche Post-Call hochspekulativ 16.01.2009
OC Research
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von OC Research hält einen Call (ISIN DE000CM1KLP3 / WKN CM1KLP) der Commerzbank auf die Aktien der Deutschen Post (ISIN DE0005552004 / WKN 555200) für ein hochspekulatives, aber interessantes Investment.
Die Gesellschaft habe sich mit der Deutschen Bank auf neue Übernahmemodalitäten für die Deutsche Postbank geeinigt.
Der Vertrag werde nun in drei Teilen umgesetzt. Zunächst werde die Deutsche Bank 50 Millionen Aktien (22,9%) der Deutschen Postbank voraussichtlich im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro erwerben. Somit werde die Deutsche Post etwa 8% der Anteile an der Deutschen Bank halten. Zudem zeichne die Deutsche Bank eine Pflichtumtauschanleihe der Deutschen Post, die nach drei Jahren in 60 Millionen Aktien (27,4%) der Deutschen Postbank getauscht werde. Der Barwert der Anleihe werde zum Zeitpunkt des Closing bei voraussichtlich 2,7 Milliarden Euro liegen. Für die verbliebenen 26,4 Millionen Aktien (12,1%) würden weiterhin Kauf- und Verkaufsoptionen bestehen. Das Closing werde bis spätestens zum 27. Februar 2009 erwartet.
Nach Ansicht der Analysten von OC Research sei die modifizierte Transaktion für die Deutsche Post positiv zu werten. Der Transaktionswert habe sich leicht von 4,8 Milliarden Euro auf 4,9 Milliarden Euro erhöht. Der Konzern erhalte durch Besicherung der Verkaufsoption und durch die Zeichnung der Pflichtumtauschanleihe unmittelbar voraussichtlich 3,8 Milliarden Euro. Hiervon seien 3,1 Milliarden Euro bereits am 2. Januar 2009 an die Deutsche Post geflossen. Die Deutsche Post erhalte somit die Erlöse rund drei Jahre früher als erwartet. Zudem könne die Deutsche Post von möglichen Kurssteigerungen der Aktie der Deutschen Bank profitieren. Allerdings gehe man davon aus, dass die Deutsche Post die Aktien der Deutschen Bank nicht langfristig halten werde.
Beim aktuellen Aktienkurs von 9,79 Euro (9:16 Uhr) erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2010e von rund 9 weiterhin relativ moderat bewertet. Nach dem Verkauf der Deutschen Postbank könne sich die Deutsche Bank besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Hier rechne man aber im laufenden Geschäftsjahr vor dem Hintergrund des sehr schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes mit einer schwierigen Geschäftsentwicklung. Allerdings sei der Konzern sehr gut am Markt positioniert und werde daher wahrscheinlich von einer konjunkturellen Erholung überproportional profitieren können.
Die Analysten von OC Research halten daher den unten beschriebenen Call der Commerzbank für ein hochspekulatives, aber interessantes Investment. Der Schein habe noch eine Laufzeit bis zum 16. Dezember 2009 und notiere bei einem Basispreis von 10 Euro derzeit knapp aus dem Geld. (Analyse vom 16.01.2009) (16.01.2009/oc/a/d)
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