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Wave XXL-Optionsscheine auf E.ON: Wird der Mut belohnt? Optionsscheineanalyse 03.12.2014
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT4F238/ WKN DT4F23) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT4YXQ3/ WKN DT4YXQ) der Deutschen Bank auf die Aktie von E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) vor.
Deutschlands größter Energieversorger E.ON habe jüngst mit seiner neuen Strategie für einen Paukenschlag gesorgt und gleichzeitig Hoffnungen bei Anlegern geweckt, dass es nun endlich aufwärts gehen könnte, nachdem der deutsche Atomausstieg und die Verbreitung Erneuerbarer Energien die Geschäfte beim DAX-Unternehmen in den vergangenen Jahren hätten einbrechen lassen. Allerdings berge der radikale Schritt, bei dem sich die Düsseldorfer von ihrem Atom-, Kohle- und Gas-Geschäft verabschieden sowie auf Ökostrom setzen würden, auch enorme Risiken.
Laut Unternehmensangaben vom 30. November sollten nicht nur die konventionelle Energieerzeugung, sondern auch die Geschäftsfelder globaler Energiehandel sowie Exploration & Produktion abgespalten und mehrheitlich an die Aktionäre gehen. Damit würden noch die Erneuerbaren Energien, Energienetze und Kundenlösungen übrig bleiben. Als Begründung für den Schritt habe Konzernchef Johannes Teyssen angeführt, dass das bisherige breite Geschäftsmodell von E.ON den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden würde und die drastischen Veränderungen der globalen Energiemärkte, technische Innovationen und wachsende, individuellere Kundenerwartungen einen mutigen Neuanfang notwendig gemacht hätten.
Es bleibe jedoch abzuwarten, ob sich die beiden getrennten Unternehmen aufgrund der Tatsache, dass sie nun wesentlich kleiner daherkommen würden, erfolgreich am Markt halten könnten. Einerseits stelle sich die Frage, wer in ein Unternehmen investieren möchte, das als eine Art "Bad Bank" fungiere und alle Risiken vom Rückbau von Atomkraftwerken, über die Atommülllagerung, bis hin zu den Herausforderungen, die sich aus den Russland-Sanktionen oder dem schwachen Russischen Rubel ergeben schultere.
Auf der anderen Seite sei es längst nicht ausgemacht, dass sich E.ON im Bereich der Erneuerbaren Energien so einfach durchsetze. Immerhin hätten die Düsseldorfer schon in den vergangenen Jahren milliardenschwere Investitionen in Ökostrom getätigt, nur um dann feststellen zu müssen, dass die Erzeugung aus Erneuerbaren Energien immer noch einen kleinen Teil des Geschäfts ausmache.
Zudem würden weitere enorme Investitionen fällig, um den geplanten Kraftakt stemmen zu können. Aus diesem Grund könnte die Dividendenpolitik weiter in Gefahr sein, nachdem die Ausschüttung in den Jahren 2014 und 2015 bei 0,50 Euro je Aktie liegen solle. Für 2013 habe man noch 0,60 Euro ausgeschüttet.
Gleichzeitig würden sich aber auch enorme Möglichkeiten bieten. Auch wenn die Atom- oder Kohlekraftwerke weltweit weiterhin eine wichtige Rolle spielen würden, scheine die Richtung zu Ökostrom angesichts des technologischen Fortschritts und eines weltweit steigenden Bewusstseins für saubere Energieerzeugung vorgegeben zu sein. Immerhin habe zuletzt im Kampf gegen den Klimawandel ein Wendepunkt beobachtet werden können, nachdem China laut Angaben der US-Regierung vom 12. November zum ersten Mal einen konkreten Zeitpunkt genannt habe, ab dem die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ihre CO2-Emissionen nicht mehr steigern oder sogar senken möchte. Angesichts solcher Entwicklungen könnte sich E.ON sogar einen Vorsprung gegenüber anderen traditionellen Energieriesen gesichert haben.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der E.ON-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,21, die Knock-Out-Schwelle bei 10,70 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,22; Knock-Out-Schwelle bei 18,30 Euro) auf fallende Kurse der E.ON-Aktie setzen. (Stand vom 02.12.2014) (03.12.2014/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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