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StayLow-Optionsschein auf E.ON: Radikaler Wandel - Optionsscheineanalyse 04.12.2014
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen StayLow-Optionsschein (ISIN DE000SG5QXY8/ WKN SG5QXY) der Société Générale auf die Aktie von E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) vor.
Die Energiewende habe E.ON schwer zugesetzt. Jetzt ziehe das Unternehmen daraus Konsequenzen. Der Konzern spalte sich auf und konzentriere sich zukünftig auf die "saubere, nachhaltige und dynamische Energiewelt von morgen", also auf Ökostrom, intelligente Netze und Stromspeicherung. Das Brot- und Buttergeschäft mit der Stromerzeugung aus Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken solle - die Zustimmung der Hauptversammlung vorausgesetzt - in eine eigenständige Gesellschaft überführt, mehrheitlich abgespalten und danach an die Börse gebracht werden. Zunächst halte E.ON noch eine Minderheitsbeteiligung, die mittelfristig aber gewinnbringend veräußert werden solle.
Mit der Abspaltung reagiere der Konzern auf den Preissturz bei Großhandelspreisen für Strom. Wegen Überkapazitäten und dem Ausbau der regenerativen Energien seien die Strompreise in den vergangenen Jahren drastisch gefallen. "Das bisherige breite Geschäftsmodell von E.ON wird den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht", habe Vorstandschef Johannes Teyssen gesagt. "Wir sind davon überzeugt, dass Energieunternehmen sich grundsätzlich auf eine der beiden Welten fokussieren müssen."
Gleichzeitig werde es aber auch die "alte Energiewelt" weiter geben - und hier verfüge die neue Gesellschaft durchaus über "herausragende Fähigkeiten". Großkraftwerke würden weiterhin als Rückgrat der Energieversorgung gebraucht, so Teyssen. Darüber hinaus starte die neue Gesellschaft schuldenfrei und mit den kompletten Atomrückstellungen von 14,5 Mrd. Euro.
Anleger seien von Abspaltungsplänen begeistert gewesen. Die Aktien seien zeitweise über 5 Prozent nach oben gesprungen und hätten mit rund 15 Euro den höchsten Stand seit fünf Monaten markiert. Aber es habe auch kritische Stimmen gegeben. Es bleibe die Frage, wie E.ON mit den teils kapitalintensiven Erneuerbaren Energien Geld verdienen wolle. Und auch aus der Politik gebe es Gegenwind: Während Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Pläne begrüße, warne die Energie-Expertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, vor erheblichen Risiken für die Steuerzahler. Sie befürchte, dass E.ON eine "Bad Bank für seine sieben Atomkraftwerke" schaffe, die von den Steuerzahlern gerettet werden müsse.
Wie dem auch sei, der radikale Strategieschwenk habe der Aktie neues Leben eingehaucht. Allerdings sollten die Bäume aufgrund der bestehenden Unsicherheiten auch nicht in den Himmel wachsen. Mit einem StayLow der Société Générale könnten Anleger daraus Kapital schlagen. (Ausgabe 48/2014) (04.12.2014/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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