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Wave XXL-Optionsscheine auf Deutsche Post: Warum Deutsche Post bei Paketzustellung international expandieren will 04.12.2015
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000XM4FD40/ WKN XM4FD4) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM0TUN7/ WKN XM0TUN) der Deutschen Bank auf die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) vor.
Nicht nur der Handel freue sich auf Weihnachten. Auch bei den Paketzustellern herrsche in der besinnlichen Zeit des Jahres dank des boomenden Online-Geschäfts Hochsaison. Allerdings wolle die Deutsche Post nicht nur als Paketzusteller glänzen.
Für Online-Händler wie Amazon.com, eBay, Zalando und viele andere sei nun die wichtigste Zeit des Jahres angebrochen, vor allem da der Internet-Handel in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt habe. Von diesem Boom würden auch Paketzusteller wie die Deutsche Post profitieren. Schließlich müsse jemand die bestellten Waren, am besten rechtzeitig noch vor Weihnachten, an die Kunden ausliefern.
Kein Wunder, dass die Deutsche Post ausgerechnet im Bereich Paketzustellung international expandieren möchte. Am 23. November habe man bereits ein positives Zwischenfazit des Vorstoßes auf den österreichischen Markt ziehen können. Laut Günter Birnstingl, Geschäftsführer von DHL Paket Austria, würden die Bonner damit dem Ziel näher kommen, ein großer zweiter Player im österreichischen B2C-Geschäft zu werden.
Weniger erfolgreich sei zuletzt die Umstellung der IT in der DHL-Frachtsparte verlaufen. Da diese nicht die gewünschten Erfolge gebracht habe, sei nun die begonnene Umstellung der IT-Systeme rückgängig gemacht worden. Dies habe das DAX-Unternehmen am 28. Oktober verkündet. Dafür habe die Deutsche Post eine Abschreibung in Höhe von 345 Mio. Euro vornehmen müssen. Weitere Sonderbelastungen in Höhe von 200 Mio. Euro seien wiederum in Zusammenhang mit rechtlichen und regulatorischen Sachverhalten sowie der Stärkung der Grundlagen für die "Strategie 2020" geltend gemacht worden.
Die Abschreibungen hätten letztlich dazu geführt, dass die 2015er-EBIT-Prognose von 2,95 bis 3,1 Mrd. Euro auf mindestens 2,4 Mrd. Euro habe gesenkt werden müssen. Ein Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi habe bereits zuvor zur Senkung der Prognose geführt. Im Gegensatz dazu seien die Ziele für die kommenden Jahre bestätigt worden. 2016 solle das EBIT auf 3,4 bis 3,7 Mrd. Euro ansteigen, während die Deutsche Post im Zuge ihrer neuen Wachstumsstrategie bis 2020 ein durchschnittliches jährliches EBIT-Wachstum von 8 Prozent anstrebe.
Im dritten Quartal 2015 hätten die Abschreibungen laut Unternehmensangaben vom 11. November noch zu einem deutlichen EBIT-Rückgang im Vorjahresvergleich um 70,9 Prozent auf 197 Mio. Euro geführt. Daraufhin sei das Konzernergebnis sogar von 468 Mio. Euro im Vorjahr auf 49 Mio. Euro geschrumpft. Die Umsätze hätten zwischen Juli und September jedoch um 3 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro gesteigert werden können.
Die Deutsche Post werde noch eine ganze Weile mit der IT-Umstellung in der DHL-Frachtsparte beschäftigt sein, sodass weitere negative Überraschungen nicht auszuschließen seien. Gleichzeitig hätten das Paketgeschäft und der Unternehmensbereich Express zuletzt eine positive Entwicklung an den Tag legen können. Außerdem profitiere die Deutsche Post vom Wachstum in den Emerging Marktes. Aus diesem Grund solle der Schwellenländeranteil am Konzernumsatz des ehemaligen Staatsmonopolisten von 22 Prozent in 2013 bis 2020 auf 30 Prozent anwachsen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Deutsche-Post-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,66, die Knock-Out-Schwelle bei 21,35 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,49; Knock-Out-Schwelle bei 34,35 Euro) auf fallende Kurse der Deutsche-Post-Aktie setzen. (Stand vom 03.12.2015) (04.12.2015/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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