Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Wave XXL-Optionsscheine auf Deutsche Post: Zeit für Gewinnmitnahmen? Optionsscheineanalyse


16.03.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL8M8Z3/ WKN DL8M8Z) wie auch einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DL7DWL1/ WKN DL7DWL) der Deutschen Bank bezogen auf die Deutsche Post-Aktie (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) vor.

Die Aktie der Deutschen Post habe seit dem Frühjahr 2016 einen steilen Kursanstieg hinlegen können. Es stelle sich nun die Frage, wie viel Kurspotenzial übriggeblieben sei. Zumal es das DAX-Unternehmen in Zukunft mit ganz neuen Konkurrenten zu tun haben dürfte.

Bei der Vorlage der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 am 8. März habe die Deutsche Post einen Rekordgewinn vermelden können. Der Überschuss sei auf 2,6 Mrd. Euro gestiegen, nach 1,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Ein Grund für den deutlichen Anstieg sei eine infolge einmaliger Sonderfaktoren gesunkene Steuerquote gewesen. Der operative Gewinn sei sogar um 45 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro geklettert. Mit einem EBIT von 1,1 Mrd. Euro im Schlussquartal habe die Deutsche Post außerdem das operativ beste Quartalsergebnis seiner Geschichte verzeichnet. Dies seien jedoch nicht die einzig guten Nachrichten gewesen, die der ehemalige Staatsmonopolist parat gehabt habe.

Die Anteilseigner hätten sich über einen satten Dividendenanstieg freuen dürfen. Vorstand und Aufsichtsrat würden den Aktionären auf der Hauptversammlung am 28. April 2017 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,05 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,85 Euro) auszuschütten. Berechnet auf den Jahresschlusskurs der Deutsche Post-Aktie, ergebe sich daraus eine attraktive Nettodividendenrendite von 3,4 Prozent, vor allem im Hinblick auf das derzeitige Niedrigzinsumfeld. Allerdings habe die Deutsche Post-Aktie in der Folge teilweise deutliche Kursverluste erlitten.


Einige enttäuschte Anleger dürften sich angesichts des wenig optimistischen Ausblicks geärgert haben. Für 2017 stelle das Management einen EBIT-Anstieg um etwas mehr als 7 Prozent auf 3,75 Mrd. Euro in Aussicht. Allerdings habe sich der DAX-Konzern bis 2020 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des operativen Gewinns um 8 Prozent vorgenommen. Für Enttäuschung habe auch der Rückgang beim Free Cashflow auf 444 Mio. Euro (2015: 1,7 Mrd. Euro) gesorgt. Als Erklärung habe das Management die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1 Mrd. Euro parat gehabt.

Ohne Berücksichtigung dieses Effekts habe der Free Cashflow bei 1,4 Mrd. Euro gelegen. Damit habe der Konzern das Ziel erreicht, mindestens die im Jahr 2016 gezahlte Dividende in Höhe von 1,03 Mrd. Euro abzudecken, habe dazu von Unternehmensseite geheißen. Auch aus einem anderen Grund sollten die kurzfristigen Kursverluste der Deutsche Post-Aktie möglicherweise nicht überbewertet werden. Nach einem steilen Kursanstieg und dem Erreichen eines neuen Allzeithochs dürften einige Anleger die Zahlenbekanntgabe zu Gewinnmitnahmen genutzt haben.

Auf der anderen Seite bedeute es aber auch, dass die Luft für den DAX-Wert angesichts der erreichten Kurshöhen dünner werde und die positiven Wachstumsaussichten bereits eingepreist sein könnten. Dabei wolle die Deutsche Post insbesondere im Bereich Paketzustellung wachsen. Dieser Bereich boome dank des Online-Handels. Genau in diesem Bereich könnte sich jedoch ein neues Problem auftun. Amazon.com versuche sich offenbar immer mehr von klassischen Paketzustellern unabhängig zu machen. Dabei könnte der E-Commerce-Riese aus den USA mit eigenen Frachtflugzeugen, Verteilerzentren, Lieferfahrzeugen und irgendwann möglicherweise mit Drohnen der Deutschen Post, UPS oder FedEx Aufträge streitig machen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Deutsche-Post-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE Unlimited Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 8,17 und die Knock-Out-Schwelle bei 27,3005 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE Unlimited Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 6,85; Knock-Out-Schwelle bei 35,3825 Euro) auf fallende Kurse der Deutsche-Post-Aktie setzen. (Stand vom 14.03.2017) (16.03.2017/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
29.01.2026, boerse-daily.de
Trading-Strategie auf Deutsche Post: Potenzial scheint ausgereizt - Optionsscheineanalyse
22.09.2025, HebelprodukteReport
Deutsche Post: Geeignete (Turbo)-Calls für Korrektur - Optionsscheineanalyse
14.08.2025, ZertifikateJournal
Discount Call auf Deutsche Post: Gewinnsprung trotz Handelszöllen - Optionsscheinenews
02.05.2025, HebelprodukteReport
(Turbo)-Calls auf Deutsche Post nach Kaufempfehlung mit hohen Renditechancen - Optionsscheineanalyse
18.03.2025, HebelprodukteReport
Deutsche Post: (Turbo)-Calls mit hohen Chancen bei weiterem Kursanstieg - Optionsscheineanalyse
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG