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Put-Optionsschein auf Nasdaq 100: Mitgehangen, mitgefangen - Optionsscheineanalyse 07.09.2018
boerse-daily.de
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Jürgen Sterzbach von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Put-Optionsschein (ISIN DE000ST28DV8/ WKN ST28DV) von der Société Générale auf den Nasdaq 100 (ISIN US6311011026/ WKN A0AE1X) vor.
Nun würden die Unsicherheiten auch den lange Zeit dagegen immunen Nasdaq-100-Index erreichen. In den letzten Tagen hätten sich an der US-Tech-Börse deutliche Abgaben gezeigt. Ein Put-Optionsschein auf den Nasdaq 100 mit einem Basispreis bei 7.800 Punkten und einer Fälligkeit im Dezember könnte von fallenden Notierungen überproportional profitieren.
Im letzten Jahr habe der US-Technologieindex Nasdaq 100 um 31 Prozent zugelegt. Nachdem er das Jahr 2016 mit 4.864 Punkten beendet habe, sei er in den folgenden zwölf Monaten bis Ende 2017 auf 6.396 Punkte nach oben geklettert. In diesem Jahr habe der Nasdaq 100 ein Hoch bei 7.691 Punkten erreicht. In der Spitze habe sich in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres also auch wieder ein Plus von 20 Prozent ergeben. Das habe sich in den letzten drei Tagen jedoch auf nur noch 16,5 Prozent verringert. Der Nasdaq 100 sei seit diesem Hoch innerhalb von wenigen Tagen um rund 250 Zähler nach unten abgerutscht und könnte dadurch in eine größere Korrektur abrutschen, wenn weitere Verluste folgen würden.
Denn in den letzten Tagen hätten die Anleger bei den Technologiewerten ihre Positionen zurückgenommen: Die Papiere der Branchengrößen wie Amazon, Apple und der Google-Holding Alphabet hätten ihre Verluste ausgeweitet. Twitter-CEO Jack Dorsey und Facebook-COO Sheryl Sandberg hätten vor dem US-Senatsausschuss wegen möglicher Einflussnahme aus dem Ausland auf ihren Netzwerken Rede und Antwort stehen müssen. Zu Apple als möglichen Netflix-Konkurrenten hätten sich die Analysten von Goldman Sachs positiv geäußert, wodurch auch die letzte der FAANG-Aktien nicht von negativen Nachrichten verschont geblieben sei. Zuvor hätten Apple und Amazon die Billion-Dollar-Marke beim Marktwert geknackt.
Nach ihren Anfangsbuchstaben würden Facebook, Apple, Amazon, Netflix und die Google-Holding Alphabet gemeinsam als FAANG-Aktien bezeichnet. Durch Microsoft lasse sich diese Bezeichnung auf FAANG+M erweitern. Aufgrund ihres Gewichts könne die Gruppe den Gesamtmarkt beeinflussen. Die FAANG+M-Aktien kämen im nach Marktkapitalisierung gewichteten Nasdaq 100 auf ein Gewicht von 48 Prozent oder wögen fast so schwer wie die anderen 95 Werte. Das bedeute, dass sie in der Lage seien, den Nasdaq 100 zu bewegen. Und so hätten diese Schwergewichte den US-Technologieindex in den letzten Tagen nach unten. Wehe gezogen, wenn daraus eine Abwärtsspirale werde.
Denn momentan scheinen die Anleger, privat wie institutionell, pessimistischer eingestellt, was den weiteren Verlauf der Tech-Börse angehe. Hätten sie in den letzten Monaten gute Gewinne in diesem Sektor erzielen können, könnten sie nun zur Mitnahme des Erreichten tendieren, bevor noch weniger davon übrigbleibe. Der Nasdaq 100 befinde sich dadurch in einer durchaus kritischen Situation. Schon jetzt notiere der Index unter dem vorherigen Rekordstand von 7511 Punkten. Unter 7.440 Punkten würde der Index den seit Ende April gültigen Aufwärtstrend nach unten durchbrechen, wodurch sich die Korrekturbewegung ausweiten könnte. Ein mögliches Ziel könnte dann um 6.950 Punkte bestehen.
Mit einem Put-Optionsschein könnten risikofreudige Anleger, die von einem fallenden Nasdaq-100-Index ausgehen würden, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 7.800 Punkten und einer Fälligkeit am 19.12.2018 könnte eine Rendite von 83 Prozent erzielen, wenn der Index bis zum Laufzeitende in weniger als vier Monaten bis auf 6.950 Punkte falle. Sollte er tiefer fallen oder dieses Ziel vorzeitig erreichen, könnte mit dieser spekulativen Idee auch eine höhere Rendite erzielt werden.
Zu beachten sei: Falls der Index am Bewertungstag über dem Basispreis von 7.800 Punkten notiere, verfalle der Optionsschein wertlos. Ansonsten werde die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Verhältnis von 0,01 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste der Index am Bewertungstag unter den gleichen Bedingungen um 7.340 Punkte (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte der Index auf kurze Sicht über 7.700 Punkte steigen und neue Hochs erreichen. (07.09.2018/oc/a/i)
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