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WAVE XXL-Optionsscheine: Daimler will endlich neue Kräfte freisetzen - Optionsscheineanalyse 01.11.2018
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen WAVE XXL Call-Optionsschein (ISIN DE000DX8DLD5/ WKN DX8DLD) sowie einen WAVE XXL Put-Optionsschein (ISIN DE000DS47Q85/ WKN DS47Q8) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) vor.
Am 28. Oktober habe sich Lewis Hamilton beim Großen Preis von Mexiko den diesjährigen FIA Formel 1-Weltmeistertitel gesichert. Er sei nach Juan Manuel Fangio und Michael Schumacher der dritte Fahrer, der fünf oder mehr WM-Titel in der Formel 1 gewonnen habe. Bei Daimler habe großer Jubel über den Erfolg ihres Fahrers geherrscht. Auch weil man bei den Schwaben derzeit sonst nicht viel zu lachen habe. Allerdings könne sich dies schnell ändern.
Als Daimler am 19. Oktober 2018 die zweite Gewinnwarnung innerhalb von wenigen Monaten ausgesprochen habe, hätten sich die Marktreaktionen in Grenzen gehalten. Anleger hätten nur kurz geschockt reagiert. Nach den jüngsten Hiobsbotschaften seien sie offenbar der Meinung gewesen, dass keine weiteren negativen Überraschungen mehr folgen sollten und das negative Marktumfeld bereits zur Genüge in dem in diesem Jahr deutlich schwächelnden Kurs der Daimler-Aktie eingepreist sei. Zumal neben Daimler auch andere Autokonzerne oder Zulieferer ihre Prognosen hätten senken müssen. Dazu würden beispielsweise BMW oder Continental zählen.
Daimler habe viele Begründungen angeführt, warum das Konzern-EBIT im Gesamtjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr "deutlich" zurückgehen solle, nachdem bis zuletzt nur ein "leichter" Rückgang in Aussicht gestellt worden sei. Ursprünglich sei sogar ein EBIT auf dem Vorjahresniveau vorgesehen gewesen. Doch diese Prognose sei im Juni kassiert worden. Zu den Belastungsfaktoren würden die erwarteten Aufwendungen aus einigen Verfahren im Skandal um möglicherweise manipulierte Abgaswerte zählen. Zudem seien bei Mercedes-Benz Vans geringere Absätze infolge von Auslieferungsverzögerungen zu verzeichnen, während Rücklagen in Zusammenhang mit einem jahrelangen Gerichtsstreit rund um den Einsatz eines Kältemittels gebildet werden müssten. Und dies sei noch nicht alles.
Die Automobilhersteller stünden seit geraumer Zeit im Mittelpunkt der Handelsstreitigkeiten. Für die erste Gewinnwarnung 2018 hätten unter anderem erhöhte Einfuhrtarife für US-Fahrzeuge in den chinesischen Markt bei Mercedes-Benz Cars gesorgt. Auch die Kraftstoffverbrauch-Zertifizierung nach dem neuen Standard WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) wirke sich belastend aus. Deren Einführung habe im September für deutliche Absatzrückgänge gesorgt.
Trotzdem habe die Pkw-Marke Mercedes-Benz laut Unternehmensangaben vom 8. Oktober zwischen Januar und September mit 1,7 Millionen Autos in etwa so viele Fahrzeuge verkaufen können wie im Vorjahreszeitraum. Angesichts des unsicheren Marktumfelds würden die relativ robusten Absatzzahlen einen Lichtblick darstellen. Zudem könnte Daimler nun endlich der Umstand zugutekommen, dass man mit Geely seit diesem Jahr einen chinesischen Autokonzern als Großaktionär habe. Am 9. Oktober habe Bloomberg berichtet, dass Daimler und Geely ein Joint Venture in den Bereichen Carsharing und Ride-Hailing eingehen möchten.
Weitere Projekte im Bereich Elektromobilität wären ebenfalls denkbar. Genauso wie eine Partnerschaft mit Tesla. Zumindest habe Konzernchef Dieter Zetsche in einem Interview mit der polnischen Tageszeitung "Rzeczpospolita" am 29. Oktober eine Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Elektrowagenbauer und -Pionier nicht ausgeschlossen. Allerdings dürfte eine solche Kooperation in den kommenden Jahren ohne Zetsche vonstattengehen. Schließlich werde er den Vorstandsvorsitz zur Hauptversammlung 2019 an den bisherigen Mercedes-Entwicklungschef Ola Källenius abgeben. Auch ein solcher personeller Wechsel könne Kräfte freisetzen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit dem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,34, die Barriere bei 42,00 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,24; Barriere bei 61,20 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 30.10.2018) (01.11.2018/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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