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Call-Optionsschein auf E.ON: Da steckt Strom drin - Optionsscheineanalyse 21.12.2018
boerse-daily.de
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Jürgen Sterzbach von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000MF7P8D1/ WKN MF7P8D) von Morgan Stanley auf die E.ON-Aktie (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) vor.
Mit ihrer relativen Stärke schlage sich die E.ON-Aktie tapfer im fallenden Gesamtmarkt. Ein Call-Optionsschein auf die E.ON-Aktie mit Basispreis bei 8,25 Euro und Fälligkeit im Dezember nächsten Jahres könnte von einer steigenden Aktie überproportional profitieren.
Trotz des Scheiterns eines Joint Ventures von Innogy und dem britischen Konkurrenten SSE auf dem dortigen Markt sehe E.ON keine Auswirkungen auf die mit RWE vereinbarte Innogy-Transaktion. Im März hätten sich E.ON mit RWE auf eine Aufspaltung von Innogy geeinigt. E.ON werde die Bereiche Netze und Vertrieb übernehmen, aber dazu sollte das britische Geschäft nicht gehören. Auch Branchenkreise würden laut Handelsblatt nicht erwarten, dass die Entwicklungen in Großbritannien die innogy-Übernahme per se gefährden könnten.
Derweil beteilige sich E.ON am finnischen Dienstleister Virta. Anfang des Jahres hätten beide Seiten bereits eine Partnerschaft besiegelt, um in zehn europäischen Ländern die vielen Ladestationen von E.ON für Fahrer von Elektrofahrzeugen nutzbar zu machen. Nun werde diese Zusammenarbeit vertieft, die Höhe der Beteiligung von E.ON sei aber nicht genannt worden. Jedoch könnte es sich dabei um eine Zusammenarbeit auf gleicher Höhe mit dem bisherigen Hauptanteilseigner Helen, einem Energieversorger aus Helsinki, handeln.
Technisch widersetze sich die E.ON-Aktie dem allgemeinen Markt und tendiere seit Mitte Oktober nach oben. Damals hätten die Notierungen ein Tief bei 8,16 Euro erreicht. Die aktuelle Richtung könne mit einer ansteigenden Geraden um aktuell 8,80 Euro beschrieben werden. Über 9,30 Euro würde sich die Sicht aufhellen. Dort würden sich die vorherigen Verlaufshoch befinden. Erstes Ziel einer steigenden Aktie wäre das Halbjahreshoch von Anfang Juli bei 9,95 Euro, bevor das Hoch von November 2017 um 10,80 Euro zum Ziel werde.
Mehrere Analysten hätten sich zuletzt positiv zur E.ON-Aktie geäußert und dabei Kursziele über dem Hoch von November 2017 angegeben. Die Analysten von Bernstein Research hätten die Aktie auf Outperform mit einem Kursziel von 11,50 Euro belassen. Auch bei Goldman Sachs sei die E.ON-Aktie als Kauf bewertet und mit einem Kursziel von 10,40 Euro versehen. Das höchste Ziel hätten die Analysten der NordLB mit 13 Euro in Aussicht gestellt und sich dabei auf die Fortsetzung der positiven Entwicklung ob überraschend guter Ertragskennzahlen berufen.
Fundament erscheine die Aktie mit einem für das nächste Jahr geschätzten Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV19e) von 13,4 nicht allzu hoch bewertet. Interessant stelle sich die Dividendenrendite von aktuell 4,8 Prozent dar. Vergleiche man die bisheriges Jahresperformance von E.ON mit dem Gesamtmarkt, schneide sie besser ab. Während sich bei der Aktie nur ein Minus von drei Prozent ergeben habe, befindetsich der Index mit 18 Prozent deutlicher im Minus. Die relative Stärke der als defensiv geltenden Versorger-Aktie könnte sich fortsetzen.
Mit einem Call-Optionsschein könnten risikofreudige Anleger, die von einer steigenden E.ON-Aktie ausgehen würden, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 8,25 Euro und einer Fälligkeit am 18.12.2019 könnte eine Rendite von 160 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende auf 10,80 Euro steige. Sollte sie höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, könnte sie eine höhere Rendite erzielen.
Zu beachten sei: Falls die E.ON-Aktie am Bewertungstag unter 8,25 Euro schließe, verfalle der Optionsschein wertlos. Sonst werde die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 1,0 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag bei 9,23 Euro (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte die Aktie nachhaltig unter 8,70 Euro fallen. (21.12.2018/oc/a/d)
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