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Wave XXL-Optionsscheine auf Bayer: Glyphosat bleibt ein ständiger Begleiter - Optionsscheineanalyse


08.03.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX1TZG9/ WKN DX1TZG) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS63B73/ WKN DS63B7) der Deutschen Bank auf die Aktie von Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) vor.

Die jüngsten Geschäftszahlen hätten gezeigt, dass für Bayer mit Monsanto alles möglich sei. Wäre da nur nicht dieses Glyphosat...

Die Frage, ob die milliardenschwere Monsanto-Übernahme ein großer Fehler gewesen sei, werde Bayer noch viele Jahre beschäftigen. Schuld sei vor allem Glyphosat. Im Zuge der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das Schlussquartal und Gesamtjahr 2018 habe der Leverkusener DAX-Konzern mitgeteilt, dass im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzmittel bis zum 28. Januar 2019 in den USA Klagen von etwa 11.200 Klägern zugestellt worden seien. Bereits der erste Fall, in dem die Bayer-Tochter Monsanto im vergangenen Jahr zu einer millionenschweren Schadenersatzzahlung verdonnert worden sei, zeige, welche enormen finanziellen Risiken lauern würden.

Allerdings halte man auf Unternehmensseite das erstinstanzliche Urteil in diesem Fall für falsch. Daher sei Berufung eingelegt worden. Außerdem halte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann dagegen, dass Bayer die wissenschaftlichen Fakten auf seiner Seite hätte. Dabei gehe es vor allem um die mutmaßlichen Krebsrisiken von Glyphosat. Bayer selbst wolle laut Baumann dieses wichtige und sichere Herbizid für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft weiter entschieden verteidigen. Trotzdem bleibe Glyphosat auch ein Unsicherheitsfaktor. Dass die Monsanto-Übernahme jedoch viel Gutes für Bayer bedeuten könne, hätten die Ergebnisse für das vierte Quartal 2018 gezeigt.


Der bereinigte Betriebsgewinn sei um 16 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro gestiegen. Zudem seien die konzernweiten Umsatzerlöse um 29 Prozent auf 11,1 Mrd. Euro geklettert. Angesichts solcher Zahlen habe es Anleger offenbar nicht gestört, dass im Schlussquartal unter dem Strich ein Nettoverlust von 3,9 Mrd. Euro ausgewiesen worden sei. Allerdings seien dafür in erster Linie Sonderfaktoren verantwortlich gewesen. Die Monsanto-Integration koste Geld, genauso wie das angestoßene Umbauprogramm. Besonders ins Gewicht gefallen seien jedoch Abschreibungen auf Marken im Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Erfreulich sei auch der Umstand ausgefallen, dass Bayer die Prognosezahlen vom Capital Markets Day am 5. Dezember 2018 sowohl für 2019 als auch für die mittelfristigen Ziele für das Jahr 2022 bestätigt habe.

Im laufenden Geschäftsjahr sollten die Umsatzerlöse laut Prognose bei 46 Mrd. Euro liegen. Dies entspreche einer währungs- und portfoliobereinigten Steigerung um etwa 4 Prozent. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA wolle Bayer währungsbereinigt auf rund 12,2 Mrd. Euro steigern. Bis 2022 rechne Bayer mit einem Anstieg der bereinigten EBITDA-Marge von etwa 26 Prozent in 2018 auf mehr als 30 Prozent. Dazu sollten Beteiligungsverkäufe, Sparmaßnahmen, aber auch Investitionen in besonders aussichtsreiche Geschäftsbereiche beitragen.

Trotzdem würden Glyphosat und Monsanto wie ein Damoklesschwert über der Bayer-Konzernzentrale schweben. Die juristische Aufarbeitung habe gerade erst begonnen. Und trotzdem habe man einen Eindruck davon gewinnen können, wie hoch die finanziellen Risiken seien. Zudem werde sich auch Bayer den allgemeinen Marktrisiken wie dem globalen Handelsstreit oder der weltweiten Konjunkturabkühlung nicht entziehen können. Allerdings könnten die Leverkusener dagegenhalten, indem sie unter anderem darauf verweisen würden, dass sie dank der Monsanto-Übernahme zu einer noch größeren Macht im Agrargeschäft geworden seien, was angesichts globaler Trends wie des Bevölkerungswachstums zu einer aussichtsreichen Ausgangsposition führe.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Bayer-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,08, die Barriere bei 56,15 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,59, Barriere bei 82,30 Euro) auf fallende Kurse der Bayer-Aktie setzen. (Stand vom 07.03.2019) (08.03.2019/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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