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Wave XXL-Optionsscheine auf Daimler: Besser spät als nie! Optionsscheineanalyse 31.05.2019
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX8LLG1/ WKN DX8LLG) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC4HLY6/ WKN DC4HLY) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) vor.
Mit dem Mercedes-Benz EQC steige Daimler nun so richtig in den Elektroautomarkt ein. Andere Unternehmen seien wesentlich weiter. Zum Beispiel der kalifornische Elektrowagenbauer Tesla. Doch dies bedeute nicht, dass die Schwaben nicht zu einem erfolgreichen Überholmanöver ansetzen könnten.
Derzeit halte der Handelsstreit zwischen den USA und China die Aktienmärkte in Atem. Im Zuge der jüngsten Eskalation des Handelskonflikts hätten sich die beiden Weltmächte mit neuen Strafzöllen überzogen. Dabei gelte es zu bedenken, dass zwischen den USA und der EU in Sachen Handel alles andere als Frieden herrsche. Im Fokus dieses Streits stehe die Automobilindustrie.
Zwar habe US-Präsident Donald Trump kurz vor Auslaufen einer Frist die Entscheidung über Sonderzölle für Automobilimporte aus der EU um 180 Tage verschoben, dies bedeute jedoch nicht, dass man in der europäischen Autobranche ruhig schlafen könne. Die Unsicherheiten würden Daimler & Co weiter verfolgen. Dabei ist das Thema Handel nicht das einzige, womit sich die Autobauer hierzulande herumschlagen müssen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank.
Die Automobilkonzerne würden gerade an der Mobilität der Zukunft werkeln. Es seien enorme Investitionen geplant, nicht nur in elektrische Antriebe, sondern auch in die Vernetzung der Fahrzeuge und das autonome Fahren. Nicht umsonst habe Dieter Zetsche bei seinem letzten Auftritt als Daimler-Vorstandsvorsitzender auf der Daimler-Hauptversammlung am 22. Mai davon gesprochen, dass die Schwaben den größten Wandel ihrer Geschichte eingeleitet hätten.
Daimler wolle auch mit dem neuen Konzernchef Ola Källenius in der Automobilindustrie die Führungsrolle übernehmen. Allerdings werde es für ihn nicht einfach. Schließlich umfasse der von Zetsche beschriebene Wandel nicht nur die Produkte und Technologien von Daimler, sondern auch das Geschäftsmodell und die Unternehmenskultur. In Zukunft sollten das Pkw- und Van-Geschäft sowie das Lkw- und Bus-Geschäft durch eine Ausgliederung rechtlich selbstständig agieren. Allerdings hänge der zukünftige Erfolg auch davon ab, wie sich Daimler auf wichtigen Märkten platzieren könne.
Trotz der aktuellen Schwäche des chinesischen Automarktes dürfte insbesondere der größte Automarkt der Welt über den Erfolg oder Misserfolg der neuen Daimler-Strategie mitentscheiden. Umso wichtiger, dass sich der DAX-Konzern zuletzt in China relativ gut habe behaupten können. Am 24. Mai habe der Herstellerverband CAAM (Chinese Association of Automobile Manufacturers) für den Monat April einen Rückgang beim Pkw-Absatz im Vorjahresvergleich um knapp 18 Prozent auf 1,58 Millionen Fahrzeuge gemeldet. In den ersten vier Monaten des Jahres seien die Absätze um knapp 15 Prozent auf 6,84 Millionen Autos gefallen. Die Daimler-Marke Mercedes-Benz habe dagegen laut Unternehmensanageben vom 10. Mai im Monat April mit 57.707 knapp 1 Prozent mehr Autos als im Vorjahreszeitraum verkauft. Nach vier Monaten liege das Absatzplus in China bei 2,2 Prozent auf 232.050 Fahrzeuge, während konzernweit Absatzrückgänge zu verzeichnen gewesen seien.
Allerdings gehe das Management von einer Belebung des Geschäfts im weiteren Jahresverlauf aus. Schließlich sollten laut Prognose im Geschäftsjahr 2019 Absatz, Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Mittel- bis langfristig habe Daimler noch wesentlich höhere Ziele. Während der nächsten 20 Jahre solle die Neuwagenflotte von Mercedes-Benz Cars CO2-neutral werden, bereits 2030 peile das Unternehmen mehr als 50 Prozent des Pkw-Absatzes mit Plug-In Hybriden oder rein elektrischen Fahrzeugen an. Umso wichtiger sei nun die erfolgte Vertriebsfreigabe und der Produktionsstart des Mercedes-Benz EQC, des ersten Modells der der EQ-Familie, gewesen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,22, die Barriere bei 37,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,14, Barriere bei 55,70 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 29.05.2019) (31.05.2019/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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