|
 |
Wave XXL-Optionsscheine auf Infineon: Lohnender Milliardendeal trotz schlechtem Timing? Optionsscheineanalyse 27.06.2019
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS7YP15/ WKN DS7YP1) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC43PM8/ WKN DC43PM) der Deutschen Bank auf die Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) vor.
Infineon habe sich keinen besonders guten Zeitpunkt ausgesucht, um die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte auf den Weg zu bringen. Das heiße jedoch nicht, dass sich die Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor langfristig nicht auszahlen werde.
Das Halbleitergeschäft gelte als relativ konjunkturabhängig. Entsprechend habe sich die Branchenstimmung zuletzt angesichts der erwarteten Konjunkturabkühlung eingetrübt. Hinzugekommen seien Belastungsfaktoren wie die Schwäche in der Automobilbranche und vor allem der Handelsstreit zwischen China und den USA. Insbesondere das Vorgehen der US-Regierung gegen den chinesischen Handy-Hersteller und Netzwerkausrüster Huawei sorge dabei für Turbulenzen in der Chipindustrie.
Beispielsweise habe Siltronic, ein bedeutender Zulieferer der Halbleiterindustrie, am 17. Juni seine Prognose bereits das zweite Mal innerhalb von wenigen Monaten senken müssen. Statt eines Umsatzrückgangs von 5 bis 10 Prozent stelle das MDAX- und TecDAX-Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr 2019 nun ein Minus von 10 bis 15 Prozent in Aussicht. Die Prognose für die EBITDA-Marge sei von 33 bis 37 Prozent auf 30 bis 35 Prozent gesenkt worden. Als Begründung habe Siltronic eine anhaltende Nachfrageschwäche in der Halbleiterbranche angeführt. Zu dieser hätten die geopolitischen Unsicherheiten und der negative Einfluss der Exportbeschränkungen der US-Regierung gegenüber chinesischen Technologieunternehmen geführt.
Bereits zuvor habe der US-Chipkonzern Broadcom ähnliche Gründe für die enttäuschende Umsatzentwicklung im abgelaufenen Quartal und den gesenkten Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr angeführt. Ausgerechnet in diese Phase falle die Ankündigung von Infineon, die größte Übernahme der Unternehmensgeschichte stemmen zu wollen.
Am 2. Juni habe der DAX-Konzern mitgeteilt, den US-Konkurrenten Cypress Semiconductor für rund 9 Mrd. Euro übernehmen zu wollen. Der Deal solle dem Münchner Halbleiterkonzern laut Managementdarstellung Potenzial in den wachstumsstarken Zielmärkten Automotive, Industrie und Internet der Dinge (IoT) eröffnen. Zudem werde bis 2022 mit Kostensynergien in Höhe von jährlich 180 Mio. Euro und langfristig mehr als 1,5 Mrd. Euro an jährlichen Umsatzsynergien gerechnet. Darüber hinaus mache der Deal Infineon zur Nummer Acht unter den weltweiten Chip-Herstellern und zur Nummer Eins bei Chips für den Automobilmarkt. Genau in diesem Bereich könnten besonders große Chancen lauern.
Die Autoindustrie habe derzeit mit verschiedenen Herausforderungen wie dem Handelsstreit, der erwarteten Konjunkturabkühlung, der holprigen Umstellung auf das neue Abgasemissionstestverfahren WLTP oder dem "Dieselskandal" zu kämpfen. Mittel- bis langfristig seien jedoch enorme Investitionen in neue Technologien geplant. Nicht nur in die Elektromobilität, sondern auch in die zunehmende Vernetzung des Automobils. Dabei sei das autonome Fahren nur ein Bereich. Darüber hinaus sollte auch die zunehmende Vernetzung unseres gesamten Alltags die Nachfrage nach Chips beflügeln und Unternehmen wie Infineon sowie der gesamten Halbleiterindustrie nach einer schwierigen Phase wieder zu besseren Geschäften verhelfen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Infineon-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,68, die Barriere bei 11,55 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,45, Barriere bei 17,55 Euro) auf fallende Kurse der Infineon-Aktie setzen. (Stand vom 25.06.2019) (27.06.2019/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|