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Investmentidee: Der Porsche-Motor stottert - Optionsscheineanalyse


15.08.2024
Bank Vontobel Europe AG

München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist die Vorzugsaktie der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (ISIN DE000PAG9113/ WKN PAG911) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.

Trotz des soliden ersten Halbjahres 2024 habe der Sportwagenhersteller mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Lieferengpässe bei wichtigen Rohstoffen, Umsatzrückgang in China sowie die allgemeinen Herausforderungen im Elektrosegment würden das Management in Atem halten. An der Börse handele die Aktie auf gleichem Niveau wie zum Jahresbeginn.

Im zweiten Quartal habe der Automobilbauer Porsche bei Umsatz, Ergebnis und operativer Konzernumsatzrendite verglichen mit dem ersten Quartal 2024 besser abschneiden können. In Zahlen bedeute dies rund 19.46 Milliarden Euro Konzernumsatz, 3.06 Milliarden Euro operatives Konzernergebnis sowie 17,0 Prozent Konzernumsatzrendite.

Zur strategischen Positionierung von Porsche würden vollelektrische Fahrzeuge, Plug-in Hybride sowie Verbrenner gehören. Von der Produktentwicklungsseite her sei das Jahr 2024 ein bedeutendes für Porsche, da die Präsentation und Erweiterung wichtiger Modellreihen teilweise schon stattgefunden habe - beziehungsweise noch bevorstünden. So sei im Mai der für Porsche wichtige, überarbeitete 911 vorgestellt worden. Die überarbeiteten Panamera, Taycan und 911 seien termingerecht gestartet, während der vollelektrische Macan für September 2024 angesetzt worden sei. Die Modellwechsel hätten dabei zu einem aperiodisch starken Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten sowie bei den Vertriebsaktivitäten geführt.

Die Auslieferungen an Kunden im ersten Halbjahr 2024 seien um 6,8 Prozent auf 155.945 Fahrzeuge gesunken. Dennoch hätten aufgrund des wertorientierten Ansatzes und der ausbalancierten Absatzstruktur vereinzelten Schwankungen in bestimmten Absatzmärkten teilweise aufgefangen werden können. Der wichtige asiatische Markt sei rückläufig gewesen, während die Märkte Europa und Deutschland ein Plus hätten verzeichnen können.

Die Prognosen für das Gesamtjahr 2024 habe Porsche unter anderem aufgrund von Lieferengpässen spezieller Aluminiumlegierungen dennoch anpassen müssen. Dies beeinflusse die Produktionstätigkeit der in Aluminium gefertigten Karosseriebauteilen sämtlicher Fahrzeugbaureihen. So würden seitens des Unternehmens Umsatzerlöse von 39 bis 40 Millionen Euro erwartet (bisher: 40 bis 42 Millionen Euro). Auch die operative Umsatzrendite sowie die EBITDA-Marge sowie einige weitere hätten zwischen 1 und 2 Prozent nach unten korrigiert werden müssen.

Der Batteriehersteller VARTA stecke in einer existenziellen Krise. Die zur Verfügung stehende Zeit für die grundlegende Sanierung werde geringer. Aufgrund der rückläufigen Bestellvolumens von Kunden und gestiegener Energie- und Rohstoffkosten seien zunächst 2022 die Erlöse bei VARTA eingebrochen. Anfang 2023 habe die Unternehmensspitze reagiert und ein umfassendes Sanierungsprogramm angekündigt, welches einen Stellenabbau von gut 800 Vollzeitstellen beinhaltet habe.

Ein zusätzlicher Hacker-Angriff und die fehlende Publikation der Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2023 würden schlussendlich dafür sorgen, dass das Unternehmen aus dem SDAX herausgenommen worden sei. Zuletzt habe das Unternehmen einräumen müssen, dass der Umfang des kürzlich getroffenen Sanierungsprogramms wohl nicht ausreichen könnte, um das Unternehmen wirtschaftlich wieder zu stabilisieren.

Die Schieflage des Unternehmens habe sich zum Teil aufgrund einer strategischen Entscheidung eines großen Abnehmers ergeben - des US-Unternehmens Apple. Diese hätten sich jüngst entschieden, ihre Zuliefererketten breiter aufzustellen, was wiederrum in einer immer noch viel zu geringen Auslastung im Coin-Power-Bereich (wiederaufladbare Knopfzellen) von VARTA resultiert habe. Hier habe das Unternehmen zuletzt die Kapazitäten gerade erst noch weiter ausgebaut. Gemäß Unternehmensangaben liege die Auslastung deutlich unter 50 Prozent aufgrund der gesunkenen Nachfrage und dem geschäftspolitischen Entscheid von Apple. Hinzu kämen zu den gesunken Umsätzen noch hohe Schulden. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten würden sich auf 970 Millionen Euro summieren.

VARTA habe in der Folge ein vorinsolvenzliches Sanierungsverfahrungen anmelden müssen. Jetzt müsse der als Sanierer des Amtsgerichts Stuttgarts berufene Vorstandschef Michael Ostermann dem Unternehmen eine Fortführungsprognose attestieren. Das dafür dringend notwendige frische Kapital in Höhe von 100 Millionen Euro könnte entweder durch eine gemeinsame Kapitalspritze des Großaktionärs Michael Tojner und des Sportwagenherstellers Porsche kommen oder durch einen Schuldenschnitt seitens der Gläubiger erfolgen. Doch hierfür müssten Banken und Hedgefonds mitspielen. Ein hoher zweistelliger Millionenbetrag wäre die Voraussetzung für eine positive Fortführungsprognose und damit die Vermeidung einer Insolvenz. Nur damit wäre eine genügende Investitionsfähigkeit von Varta auch wiederhergestellt.


Doch wieso engagiere sich genau jetzt der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen? Einer der Gründe könnte die drohende Abhängigkeit von Europa von asiatischen Schlüsseltechnologien im Batteriebereich sein. Denn die Hochleistungszellen (Lithium-Ionen) von VARTA seien wichtig für Porsche, da diese für den Turbohybrid-Antrieb in der sportlichen Version, dem 911 GTS, und somit in der für Porsche sehr wichtigen Baureihe, benötigt würden.

Der Sportwagenhersteller bestätige, dass das Ziel ihres Mehrheitsengagements bei der V4Drive VARTA-Tochter dem Erhalt wichtiger Schlüsseltechnologien in Deutschland dienen solle. Das allein scheine allerdings nicht auszureichen, um die VARTA AG neu aufzustellen. Die Verhandlungen hierzu würden im Gange bleiben. Porsche könnten sich unter bestimmten Umständen auch ein weitergehendes Engagement bei der VARTA AG vorstellen.

Die Aktie der Porsche AG habe zuletzt eine starke Korrektur erfahren. Das hänge zum Teil mit dem generellen Sog des deutschen Automobilsektors zusammen, der mit großen Herausforderungen im E-Mobilitätsbereich aus Fernost konfrontiert sei. Gleichzeitig würden rückläufige Umsätze im asiatischen Raum zu erodierenden Umsätzen führen. Die deutsche Automobilindustrie sei derzeit stark gefordert, sich kompetitiv für die Zukunft aufzustellen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel ein Long Mini Future (ISIN DE000VV7DGZ0/ WKN VV7DGZ) auf Porsche. Der Optionsschein sei mit einem aktuellen Basispreis in Höhe von 54,28 EUR emittiert worden. Der Hebel liege bei 5,04. Die Stopp-Loss Barriere belaufe sich auf 56,30 EUR, der Abstand zur Stopp-Loss Barriere liege bei 16,68%. Der Bezugsverhältnis betrage 0,10.

Interessant sei zudem ein Long Mini Future (ISIN DE000VV7DGY3/ WKN VV7DGY) auf Porsche. Der Optionsschein sei mit einem aktuellen Basispreis in Höhe von 57,56 EUR emittiert worden. Der Hebel liege bei 6,68. Die Stopp-Loss Barriere belaufe sich auf 59,70 EUR, der Abstand zur Stopp-Loss Barriere liege bei 11,67%. Der Bezugsverhältnis betrage 0,10.

Eine Investmentidee sei zudem ein Short Mini Future (ISIN DE000VD6NMY4/ WKN VD6NMY) auf Porsche. Der Optionsschein sei mit einem aktuellen Basispreis in Höhe von 79,51 EUR emittiert worden. Der Hebel liege bei 5,63. Die Stopp-Loss Barriere belaufe sich auf 76,32 EUR, der Abstand zur Stopp-Loss Barriere liege bei 12,95%. Der Bezugsverhältnis betrage 0,10.

Eine Investmentidee könnte auch ein Short Mini Future (ISIN DE000VC0M429/ WKN VC0M42) auf Porsche. Der Optionsschein sei mit einem aktuellen Basispreis in Höhe von 75,54 EUR emittiert worden. Der Hebel liege bei 8,34. Die Stopp-Loss Barriere belaufe sich auf 72,51 EUR, der Abstand zur Stopp-Loss Barriere liege bei 7,31%. Der Bezugsverhältnis betrage 0,10.

Risiken:

Wegen der Hebelwirkung bestehe bei Hebelprodukten, wie z.B. bei den hierin genannten Turbo-Optionsscheinen und Mini Futures, ein erhöhtes Verlustrisiko (Totalverlustrisiko).

Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Der Wert des Zertifikats könne während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts falle. (15.08.2024/oc/a/d)



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