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Allianz Call interessant 24.10.2003
OC Research
Die Analysten von OC Research halten einen Call (ISIN DE0009508663 / WKN 950866) auf die Aktien der Allianz AG (ISIN DE0008404005 / WKN 840400) für ein hochspekulatives, aber interessantes Investment.
Die Geschäftsleitung habe gestern eine "Trendaussage" für das laufende Geschäftsjahr 2003 veröffentlicht.
Demnach rechne das Management der Gesellschaft für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2003 mit einem positiven Ergebnis. Im operativen Geschäft habe im dritten Quartal der positive Trend des ersten Halbjahres fortgesetzt werden können. So werde die Combined Ratio in der Schaden- und Unfallversicherung im dritten Quartal voraussichtlich bei rund 97% gelegen haben. Dies würde im Vergleich zum Vorjahr einer beachtlichen Verbesserung von rund 10 Prozentpunkten entsprechen.
Sorgen bereite allerdings weiterhin das Bankgeschäft mit der Tochter Dresdner Bank. Hier sei im dritten Quartal zwar ein leicht verbessertes, aber immer noch negatives Ergebnis erwirtschaftet worden. Dabei hätten die Kosten bei rückläufigen operativen Erträgen auf dem Niveau des Vorquartals gelegen. Allerdings habe sich hier die Risikovorsorge besser als erwartet entwickelt.
Eine weitere Belastung komme im Bereich Asset Management auf die Gesellschaft zu. So seien bei der Übernahme der US-Gesellschaft PIMCO vor drei Jahren Ansprüche des Managements entstanden, die jetzt rückwirkend als Aufwand verbucht werden müssten. Für das dritte Quartal werde die anteilige Belastung hierfür bei 80 Millionen Euro liegen.
Zusätzlich drohe dem Unternehmen im vierten Quartal aufgrund der veränderten steuerlichen Behandlung von Verlusten und Abschreibungen auf Fonds bei Lebens- und Krankenversicherern ein steuerlicher Mehraufwand von 600 Millionen Euro. Dieser Aufwand könne voraussichtlich durch andere Maßnahmen nicht in voller Höhe kompensiert werden. In diesem Fall sei im vierten Quartal 2003 mit einer Nettobelastung des Konzerergebnisses von 150 Millionen Euro zu rechnen.
Ein weiterer beschleunigter Abbau der Risikoaktiva aus dem nicht strategischen Portfolio der Dresdner Bank könne zusätzliche Belastungen auslösen, die bei der Bank für das Gesamtjahr zu einem negativen operativen Ergebnis führen könnten.
Beim derzeitigen Aktienkurs von 82,30 Euro erreiche die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung von gut 30 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechne man trotz der beschriebenen Geschäftsrisiken des vierten Quartals aufgrund des Erlöses aus dem Verkauf der Beiersdorf-Beteiligung mit einem deutlichen Nachsteuergewinn. Man gehe davon aus, dass der realisierte Kapitalgewinn aus dem Verkauf der Beiersdorf-Beteiligung bei knapp 3 Milliarden Euro liegen werde.
Nach Ansicht der Analysten von OC Research habe das Unternehmen die Verluste aus der Börsenbaisse mittlerweile weitestgehend abgearbeitet. Der Schwachpunkt des Konzerns sei weiterhin die Dresdner Bank. Allerdings gehe man davon aus, dass diese die Ertragssituation im kommenden Geschäftsjahr wieder in den Griff bekommen werde. Das operative Versicherungsgeschäft laufe hingegen sehr gut. Man gehe davon aus, dass sich dieser Trend auch weiterhin fortsetzen werde. Zudem sei das Unternehmen nach der Kapitalerhöhung im April und dem Eigenmittelzufluss aus dem Verkauf der Beiersdorf-Beteiligung auch finanziell sehr gut aufgestellt.
Die Analysten von OC Research halten daher den unten beschriebenen Call auf die Aktien der Allianz AG für ein hochspekulatives, aber interessantes Investment. Der Schein habe noch eine Laufzeit bis zum 21. Juni 2005 und notiere bei einem Basispreis von 90 Euro noch aus dem Geld.
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