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10 goldene Optionsschein-Regeln


08.04.2004
Markus Frick Newsletter

Optionsscheine verstehen ist das eine, ruhig bleiben und überlegt handeln das andere. Wer die Grundregeln beherzigt, erzielt den maximalen Anlageerfolg, so der Analyst Markus Frick im "Markus Frick Newsletter".

1. Entscheiden Sie sich für die Risikoklasse
Spekulative Optionsscheine oder sichere Garantiezertifikate: Zu welchem Papier man auch greife - es müsse zur Lebenssituation passen. Für den langfristigen Vermögensaufbau würden sich Discounter, Indexzertifikate, Garantieprodukte, Hedge-Zertifikate, Bonuspapiere und Aktienanleihen eignen. Puts, Calls und Turbos seien reine Spekulationsobjekte.

2. Wählen Sie in Ruhe die Titel aus
Wer ein neues Auto kaufe, sondiere oft wochenlang den Markt. Anleger würden hingegen oft spontan und unüberlegt handeln. Das führe schnell zu vermeidbaren Verlusten. Man solle nichts überstürzen und sich genügend Zeit für die Auswahl des Basisobjekts nehmen. Anleger sollten erst dann das Derivat auswählen, wenn sie sich eine klare Meinung zur Aktie oder zu einem Index gebildet hätten.

3. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung
Nur wer die Mechanik der Derivate verstehe, kenne sein Risiko und weiß, welche Gewinne er erzielen könne. Auf den Internet-Seiten der Derivate-Emittenten fänden Interessenten Verkaufsprospekte, technische Daten und Analyse-Tools, mit denen sie verschiedene Szenarien an der Börse berechnen könnten.

4. Vergleichen Sie die Kurse
Unter www.onvista.de sehe man auf einen Blick, zu welchen Kursen ein Derivat an de Stuttgarter Börse Euwax gehandelt werde und welche Preise die Emittenten stellen würden. Man habe die Wahl: Über die Hausbank könne man entweder direkt beim Emittenten oder über die Börse ordern. Der Günstigere gewinne.


5. Streuen Sie Ihr Risiko
Mit einem Indexzertifikat auf den DAX würden sich Privatanleger schon für etwas mehr als 40 Euro alle 30 Top-Titel ins Depot legen. Anleger sollten daher nicht alles auf eine Karte setzen, sondern darauf achten, dass breit gestreute Zertifikate die Basis für das Vermögen bilden.

6. Handeln Sie konsequent
Anleger sollten Gewinne laufen lassen, aber ihr Verlustrisiko begrenzen. Man solle an der umsatzstärksten Börse, der Stuttgarter Euwax, ein Stopp-Loss-Limit setzen. Sei diese gesteckte Minusgrenze dann erreicht, werde das Papier automatisch verkauft. So blieben die guten Wertpapiere im Depot, die schlechten flögen raus.

7. Achten Sie auf die Laufzeit
Wer beim Aktienkauf den falschen Zeitpunkt erwischt habe, neige häufig dazu, seine Verluste auszusitzen. Mit etwas Glück, so die Hoffnung, erreiche die Aktie wieder den Einstiegskurs. Bei Derivaten sei diese Überlegung hochriskant: Vor allem Optionsscheine verlören gegen Laufzeitende überproportional an Wert. Anleger sollten sich daher frühzeitig von Verlustbringern trennen.

8. Spekulieren Sie niemals auf Kredit
Die Börse sei keine Einbahnstraße. Wenn man nicht gerade in Derivate mit Kapitalgarantie investiere, müsse man auch mit Verlusten rechnen. Investoren sollten deshalb nur mit eigenem Geld und mit Kapital spekulieren, auf das sie im Ernstfall verzichten können.

9. Beobachten Sie die Märkte
Auf Grund aktueller wirtschaftlicher Ereignisse könne sich eine einmal gefasste Meinung schnell als Makulatur erweisen. Anleger sollten regelmäßig kritisch überprüfen, ob ihre Argumente der veränderten Lage standhalten würden.

10. Nutzen Sie Absicherungsinstrumente
Mit Verkaufsoptionsscheinen könne man sein Depot gegen Verluste versichern. Vor allem Investoren, die mit größeren Beträgen an der Börse einsteigen, sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.




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