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Roche reduzieren 05.12.2005
Pacific Continental Sec.
Die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" empfehlen, die Aktie von Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311) zu reduzieren.
Roche habe zuletzt unter Verdächtigungen gelitten, wonach das Grippemittel Tamiflu für Todesfälle und psychische Störungen bei Kindern in Japan verantwortlich gemacht worden sei.
Am 18. November habe aber die US-Gesundheitsbehörde FDA Entwarnung gegeben und mitgeteilt, dass es derzeit keine ausreichenden Belege dafür gebe, dass das Medikament der Roche Holding die Vorfälle verursacht habe. Daher werde momentan auch keine Ergänzung des Beipackzettels bzw. der Verpackung um Hinweise über Todesfälle und psychische Störungen beabsichtigt.
Die FDA wolle jedoch empfehlen, die Patienteninformationen um Warnhinweise über mögliche allergische Hautreaktionen zu ergänzen. Die US-Gesundheitsbehörde habe diese Forderung während einer Präsentation für externe Experten über das Grippemittel geäußert. Die Regierungen diverser Ländern hätten in den letzten Wochen ihre Bestände an Tamiflu aus- bzw. aufgebaut, um für eine mögliche Pandemie gerüstet zu sein. Die Geschäftsführung von Roche habe ihre Guidance bestätigt, wonach sie für das laufende Geschäftsjahr mit einem Tamiflu-Umsatz von 1,1 bis 1,2 Mrd. Dollar rechne.
Am 24. November habe die FDA einem Verfahren der Roche Holding und der Trimeris zur Behandlung des HIV-Virus einen so genannten Approval Letter erteilt. Jedoch habe die Behörde nach Angaben der beiden Unternehmen zugleich weitere Informationen über die Verträglichkeit der nadelfreien Injektion Biojector 2000 angefordert. Mit dem von der Bioject Medical Technologies Inc. hergestellten Gerät könne das Mittel Fuzeon in flüssiger Form unter die Haut injiziert werden. Roche und Trimeris hätten im August mit Tests der Verträglichkeit von Fuzeon via B2000 begonnen. Endgültige Ergebnisse dieser Tests sollten in der zweiten Hälfte 2006 vorliegen.
Roche habe in den letzten Monaten deutlich von der Tamiflu-Fantasie profitiert, da Experten zufolge Tamiflu das wirksamste Medikament gegen das auch für den Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 sei. Jedoch seien die Wertpapierexperten der Ansicht, dass es hier zu einer Übertreibung nach oben gekommen sei und hier im kommenden Jahr Revisionsbedarf bestehe, falls sich herausstelle, dass H5N1 nicht zu so einer großen Bedrohung geworden sei, wie bisher angenommen. Immerhin habe Roche für 2006 keine Prognose für Tamiflu-Absätze abgeben wollen. Zudem dürfe das Risiko möglicher Nebenwirkungen von Tamiflu nicht außer Acht gelassen werden, auch wenn die FDA den Konzern von den jüngsten Vorwürfen freigesprochen habe.
Die Mitteilung zu Biojector 2000 sei zwar grundsätzlich positiv, doch befinde sich der Wirkstoff noch in einem frühen Entwicklungsstadium, so dass es noch einige Zeit dauern werde, bis es zu einer Marktzulassung kommen könnte. Zudem sei der Fuzeon-Umsatz verglichen mit dem Umsatz anderer Krebsmittel des Unternehmens bescheiden. Marktexperten würden für dieses Jahr einen Fuzeon-Umsatz in Höhe von 195 Mio. CHF erwarten und einen Spitzenumsatz von 369 Mio. CHF prognostizieren.
Mit einem KGV 2006e von über 30 halte man die Roche-Aktie derzeit für ambitioniert bewertet. Hier stecke eine erhebliche Portion Tamiflu-Fantasie drin. Zwar sollte die Mehrheitsbeteiligung an dem US-Biotechkonzern Genentech dem Titel eine gute Unterstützung bieten, doch sähen die Wertpapierexperten kurz- bis mittelfristig gegenwärtig mehr Risiken als Chancen. Der Titel notiere aktuell in Zürich bei 221,00 CHF.
Vor diesem Hintergrund stufen die Wertpapierexperten von "pacconsec.de" die Roche-Aktie mit "reduzieren" ein.
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