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EVN neutral 06.07.2001
Erste Bank
Die Analysten der österreichischen Erste Bank stufen die Aktie EVN (WKN 878279) weiterhin auf neutral ein.
Zu einer Entscheidung sei es beim Verkauf des 25%-Anteils am oberösterreichischen Landesversorger Energie AG gekommen. Obwohl noch einige Punkte am 11. Juli endgültig geklärt werden müssten, würden die Analysten davon ausgehen, dass die EnergieAllianz (ein Zusammenschluss von EVN, Wiener Stadtwerken, BEWAG & BEGAS und der Linz AG) als einziger Bieter den Zuschlag bekommen werde. Der Kaufpreis für die Sperrminorität (25%+1 Stimme) an der Energie AG betrage 6 Mrd. Österreichische Schilling (436 Mio. Euro) und werde von den Allianz Partnern über eine Beteiligungsgesellschaft (Allianz Beteiligungsgesellschaft) an das Land Oberösterreich bezahlt.
Entscheidend an diesem Kauf sei vor allem, dass die Energie AG Oberösterreich der EnergieAllianz beitrete und folglich dieses österreichische Strombündnis aus vier Landesversorgern nun 4 Millionen Endkunden umfasse und sich die Allianzpartner ab der vollkommenen Strommarktliberalisierung im Oktober 2001 zumindest untereinander keinen kostenintensiven Wettbewerb aussetzen würden. Die Analysten der Erste Bank erwarten, dass ausländische Konzerne verstärkt am österreichischen Markt aktiv werden und auf die Margen drücken. Trotzdem: die EnergieAllianz habe mit ihrem Kundenstock eine gute Ausgangsposition für den freien Wettbewerb.
Die EVN führe zwischen 2.7. und 16.7.2001 eine Kapitalerhöhung durch (HV-Beschluss: 12.1.2001). Mit dem Geld solle der Wasserversorger NÖSIWAG gekauft werden. Der Bezugskurs der neuen Aktien sei mit 33 Euro festgesetzt, das Bezugsverhältnis sei 99:10. Da zur Zeit eine Anfechtungsklage gegen die Kapitalerhöhung (aufgrund der Vermutung eines überteuerten Kaufpreises) laufe, bestehe die Gefahr, dass im Fall eines negativen Urteils nach der Bezugsfrist die Kapitalerhöhung rückabgewickelt werden könnte.
Dies sei in Österreich jedoch noch nie vorgekommen. Die EVN verpflichte sich, die Kosten dieser etwaigen Rückabwicklung zu tragen, sodass dem Anleger kein finanzieller Schaden entstehe. Mit dem Kauf der NÖSIWAG wolle EVN frühzeitig ins Wassergeschäft einsteigen und das Angebot an den Endverbraucher erweitern. Diese Strategie (Multi Utilità Provider) werde auch international von Versorgern verfolgt.
Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer Neutral-Empfehlung.
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