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Autonomy spekulativer Kauf 16.07.2001
Der Anlegerbrief
Die Experten von "Der Anlegerbrief" empfehlen die Aktie von Autonomy (WKN 915400) spekulativ zum Kauf.
Der britische Software-Spezialist hätte in der vergangenen Woche mit der Ankündigung überrascht, dass die Zahlen für das zweite Quartal leicht über dem Marktkonsens liegen würden.
Die wichtigste Eigenschaft der Autonomy-Software sei die Fähigkeit, durch die Erkennung wichtiger Konzepte und Begriffe die Texte inhaltlich zu analysieren und anschließend zu kategorisieren. Die Daten würden dadurch personalisiert und so den richtigen Adressaten erreichen, der mit diesen geordneten Information auch etwas anfangen könne. Praktische Anwendungen würden sich unter anderem in der Durchforstung wichtiger Newsgroups oder Foren im Internet finden lassen.
CEO Michael Lynch hätte mit der Bekanntgabe vorläufiger Quartalszahlen Q2/2001 überrascht. Die Nachricht vom vergangenen Dienstag hätte einerseits dem anhaltenden Kursverfall entgegenwirken, andererseits auch als vertrauensbildende Maßnahme verstanden werden sollen. Beides hätte, soweit sich das zu diesem Zeitpunkt schon einordnen lasse, nicht funktioniert. Nach einem kurzen und kräftigen Kursanstieg um 7 Prozent seien die Aktien doch wieder eingebrochen. Teilweise habe dies an der vorherrschenden Baisse-Stimmung gelegen. Teilweise würden viele Marktteilnehmer aber dem Braten auch nicht richtig trauen.
Lynch zufolge hätte Autonomy im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 14 bis 15 Millionen US-Dollar (Q1: 14,7 Millionen US-Dollar) erwirtschaftet. Dabei solle ein Gewinn von 1 bis 2 Cent pro Aktien anfallen (Q1: 1 Cent je Aktie). Während das Ergebnis des ersten Quartals noch durch zusätzliche Währungsgewinne hätte untermauert werden können, sei im zweiten Quartal ein geringfügiger Währungsverlust angefallen. Des weiteren seien die leicht im Plus liegenden Erträge beider Quartale auf Zinseinkünfte zurück zu führen, von denen Autonomy dank des Finanzpolsters so einige habe. Zu recht sei Lynch bereits im April davon ausgegangen, dass die meisten der aufgeschobenen Verträge nur zeitlich verschoben und nicht etwa gestrichen worden seien. Dass also wichtige Verträge an die Konkurrenz abgegeben werden müssten, wäre tatsächlich nicht ernsthaft zu erwarten gewesen.
Der kürzlich bekannt gegebene Vertrag mit BEA Systems sei Teil eines umfassenden Strategieplans, der Hinweise auf das damit verbundene Potenzial geben dürfte. Es werde interessant sein zu beobachten, ob Autonomy mit der Beziehung zum Frontend-Portalanbieter TOP Tier auch einen Fuß in die Tür bei einem der größten Software-Anbieter der Welt, der deutschen SAP, bekommen könne.
Die vorläufigen Zahlen von Autonomy würden belegen, dass das Unternehmen die IT-Krise im Griff habe. Sollte die Wirtschaft im dritten, vielleicht im vierten Quartal die Kurve bekommen, könnte Autonomy gestärkt aus der Situation hervorgehen. Nach den positiven Meldungen in der Software-Branche (z.B. von Microsoft) sehe man sich in der Vermutung bestätigt, dass in diesem Sektor das Ende der Talfahrt nahe sein könnte - zumindest näher als etwa im Glasfaser- oder Telekommunikationsbereich.
Die Aktien von Autonomy sollten jedoch spekulativen Anlegern vorbehalten bleiben, so das Fazit der Börsenkenner von "Der Anlegerbrief".
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