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Fiat spekulativer Kauf


05.07.2006
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "Aktienservice Research" die Aktien von Fiat (ISIN IT0001976403 / WKN 860007) zum Kauf.

Firmenlenker Sergio Marchionne sei es gelungen, den italienischen Autobauer Fiat schneller aus der Krise zu führen als noch vor zwei Jahren von den größten Optimisten gedacht. Insbesondere der im vergangenen Herbst eingeführte Kompaktwagen "Fiat Grande Punto" verkaufe sich bestens. Dies habe dazu geführt, dass der Pkw-Absatz der Marke Fiat in Europa in den ersten fünf Monaten 2006 um knapp 57 Prozent nach oben geklettert sei. Außerdem verdiene der Konzern seit zwei Quartalen mit Pkws wieder Geld, nach zuvor 17 Quartalen in Folge mit Verlusten. In den ersten drei Monaten 2006 habe die Sparte Fiat einen operativen Gewinn von 57 Millionen Euro erzielt, nach einem Verlust von 143 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechne der Vorstand mit einem Konzerngewinn von 700 Millionen Euro. Ein nachhaltiger Turnaround werde somit immer wahrscheinlicher.

Fiat sei in den vergangenen Jahren finanziell arg in Bedrängnis gekommen, und die Schuldenlast habe immer stärker gedrückt. Deshalb habe der Industriekonzern auch Firmenteile versilbert. Beispielsweise 2002 auf dem Höhepunkt der Krise, als 34 Prozent der Anteile an dem Sportwagenbauer Ferrari an die Investmentbank Mediobanca abgegeben worden seien. Nach den jüngsten Veräußerungen wolle sich der Konzern laut Vorstand aber nicht von weiteren Geschäftsbereichen trennen. Vor kurzem sei die Schweizer Banktochter BUC an den Versicherer Generali veräußert worden. Zudem verhandle Fiat derzeit über den Verkauf einer Mehrheit von 51 Prozent an der Finanztochter Fidis an mehrere italienische Banken.


Möglicherweise komme es hier zu einem interessanten Geschäft. Mediobanca habe Fiat 2002 einen mit Sicherheit unterfütterten Kredit (Verkauf Ferrarianteil) gewährt, der nun zurück abgewickelt werde. Angesichts des für Fiat günstig erscheinenden Deals könnte Marchionne zum Dank der Mediobanca eine Beteiligung an Fidis anbieten. Interesse werde der Bank schon länger nachgesagt. Derzeit werde erwartet, dass Fiat wie geplant ein Aktienpaket von 29 Prozent am Sportwagenhersteller Ferrari von der Mediobanca zurückkaufe. Im Vergleich zum ursprünglich abgegebenen Anteil von 34 Prozent etwas weniger, da die vom Emirat Abu Dhabi kontrollierte Investmentgesellschaft Mubadala Development fünf Prozent von der Mediobanca gekauft habe. Nichtsdestotrotz ein gutes Geschäft für Fiat.

Ferrari rechne den Angaben zufolge mit einem Rekordjahr. Allein im ersten Quartal seien hier die Umsätze um 27 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sei ein Überschuss von 11 Millionen Euro erzielt worden, nach einem Verlust von 8 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2005. Fiat-Chef Marchionne selbst bewerte Ferrari nach der Rückkehr in die Gewinnzone mit mindestens 5 Milliarden Euro. Der zur Disposition stehende Anteil von 29 Prozent sei somit rund 1,5 Milliarden Euro wert. Die Spekulationen über den Kaufpreis würden bei 800 Millionen Euro liegen. Dieser setze sich zusammen aus dem ehemaligen Verkaufspreis von 775 Millionen Euro (für 34 Prozent) plus Zinsen. Derzeit würden die Verhandlungen laufen, die bis Ende September abgeschlossen werden sollten.

Phantasie würden auch Kooperationen in der Autosparte bergen. Anfang des Jahres hätten die Italiener bereits angekündigt, bis Ende des ersten Halbjahres eine Zusammenarbeit mit einem bislang noch nicht genannten Partner bekannt geben zu wollen. Nun wolle Fiat bei Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal am 24. Juli Konkretes vermelden. Kooperationen seien ein probates Mittel, um im harten Wettbewerb bestehen zu können - möglicherweise auch ein Erfolgsgarant für Fiat.

Insgesamt betrachtet gebe es somit eine Reihe von Signalen, die für eine Genesung des italienischen Konzerns sprechen würden. Diese würden auch von Investoren ausgemacht worden zu sein scheinen. Seit April 2005 habe der Kurs mächtig Fahrt aufgenommen und sich mehr als verdoppelt. Und der Weg für weitere Kurssteigerungen sei frei! Charttechnisch gesehen sei der längerfristige Aufwärtstrend intakt. Außerdem sei die Bewertung nicht zuletzt durch die jüngste Korrektur seit Anfang Mai 2006 vergleichsweise günstig. Spekulative Käufe könnten daher auf dem aktuellen Niveau in Erwägung gezogen werden.

Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von "Aktienservice Research" zu einem spekulativen Engagement in die Aktien von Fiat. Der Stoppkurs sollte bei 9,35 Euro platziert werden. (5.7.2006/ac/a/a)




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