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Erste Bank kaufen 31.10.2006
Aktienservice Research
Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien von der Erste Bank (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) zum Kauf.
Die Erste Bank habe in den ersten neun Monaten 2006 zwar nicht ganz die hohen Erwartungen des Marktes getroffen, dennoch aber sehr solide Ergebnisse mit kräftigen Steigerungen vorgelegt. Der Überschuss habe um 27,6 Prozent auf 649,3 Millionen Euro zulegen können. Prognostiziert worden seien im Durchschnitt 653 Millionen Euro. Beim Betriebsergebnis habe die Erste Bank einen Anstieg von 16,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro verbucht.
Firmenlenker Andreas Treichl habe angesichts der kräftigen Steigerungen auf das dritte Quartal verwiesen. Hier sei mit 473 Millionen Euro das bisher höchste operative Betriebsergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren worden, obwohl dieser Zeitraum üblicherweise ein für das Bankgeschäft schwächeres Quartal darstelle. Nach Steuern habe die Erste Bank von Juli bis September 200,6 Millionen Euro verdient. Ein Plus von 15,9 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Grund für die sehr ordentlichen Gewinne seien steigende Einnahmen gewesen. Profitiert habe die Erste Bank erneut von ihren Aktivitäten in Osteuropa. Aber auch im Heimatmarkt Österreich sei es bestens gelaufen. Daneben habe die Strategie, sich zu einem reinen Finanzdienstleister aufzustellen und daher Beteiligungen zu verkaufen, für Sondererlöse gesorgt. Die letzte noch im Konzern verbleibende Industriebeteiligung solle nun im laufenden vierten Quartal versilbert werden.
Bei Vorlage der Bilanz habe die Bank außerdem ihren Ausblick bestätigt. Im Gesamtjahr 2006 solle der Überschuss um mindestens 20 Prozent zulegen. Die übernommene und zum 12. Oktober konsolidierte größte rumänische Banca Comerciala Romana SA (BCR) werde dabei wegen anfallender Restrukturierungsaufwendungen noch keinen wesentlichen Beitrag leisten, habe der Vorstand erläutert. Im kommenden Jahr solle sich dies aber ändern. Die Erste Bank habe daher ihre Prognose beim Gewinnplus von 20 auf mindestens 25 Prozent erhöht.
Anschließend rechne das Institut dann bis 2009 mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung des Profils von mehr als 20 Prozent. Die Österreicher dürften dabei weiterhin von ihrer guten Position in Osteuropa profitieren. Hier könnte sich die Bank durch weitere kleinere Zukäufe verstärken. Laut Vorstand sei bereits eine weitere Übernahme in Rumänien geplant. Größere Akquisitionen würden die Österreicher, die in den vergangenen acht Jahren zehn kleinere Institute übernommen hätten, indes nicht anstreben.
Des Weiteren habe die Erste Bank angekündigt, ihre Profitabilität zu erhöhen. In den ersten neun Monaten habe sich die Kosten-Ertragsrelation bereits weiter verbessert. Sie sei von 61,8 auf 60,2 Prozent gesunken. Ziel bis 2009 sei, diese Kennziffer auf unter 55 Prozent zu drücken. Dann solle auch die Eigenkapitalverzinsung wieder bei 18 bis 20 Prozent liegen. Im laufenden Jahr 2006 dürfte sie wegen der starken Ausweitung des Eigenkapitals im Zuge der Kapitalerhöhung zu Jahresbeginn deutlich gesunken sein. In den ersten neun Monaten habe sie bei 13 Prozent gelegen, nach 19 Prozent im Gesamtjahr 2005.
Insgesamt würden somit nach wie vor Strategie, Ergebnisse und Ausblick stimmen. Die schwächeren Notierungen nach Bekanntgabe der Quartalszahlen könnten somit eine gute Einstiegsgelegenheit bieten. Da jedoch nicht auszuschließen sei, dass weitere Gewinnmitnahmen folgen würden, sollte die Charttechnik als Entscheidungshilfe herangezogen werden. Im Bereich von 52,45 Euro sei eine Unterstützung auszumachen, die aus dem Hoch von Februar 2006 herrühre. Ein nachhaltiger Bruch dürfte weitere Abgaben nach sich ziehen. Käufe würden daher in Frage kommen, wenn die Aktie diese Unterstützung verteidigen könne und nach oben abdrehe.
Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für die Aktien von der Erste Bank auf "kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 50,10 Euro platziert werden. (31.10.2006/ac/a/a)
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