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Endesa untergewichten


17.09.2001
Helaba Trust

Die Analysten des Helaba Trusts stufen die Aktien von Endesa (WKN 871028) mit "untergewichten" ein.

Mit einer Stromproduktion von knapp 100 TWh habe der spanische Versorgungskonzern 2000 hinter EDF, Enel und RWE auf Platz vier der europäischen Liga gelegen. Die Spanier hätten die Kontrolle über Enersis, den größten privaten Energieanbieter in Mittel- und Südamerika, erworben. Mit diesem Engagement würden u.a. Beteiligungen in Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Venezuela gehalten. Zudem sei Endesa an der Telefongesellschaft Retevision beteiligt, dem Hauptkonkurrenten von Telefonica in Spanien. Eine B2B-Plattform mit Commerce One (- Endesa Marktplatz) sowie eine Beteiligung an dem - Powerline-Unternehmen DS2 würden das Endesa-Portfolio abrunden.


Im Rahmen des bis 2002 geplanten Desinvestitionsprogramms habe Endesa kürzlich die Stromtochter Viesgo für rund 2,1 Mrd. Euro an die italienische Enel verkauft. Im Vergleich zu ähnlichen Übernahmen in der jüngsten Vergangenheit in Spanien erscheine der Verkaufspreis, der für Endesa einen Buchgewinn von 850 Mio. Euro bedeutet, fair. In den kommenden Monaten dürfte sich die Gesellschaft zudem von den Anteilen an dem argentinischen Stromverteiler Edenor trennen. Mittelfristig sollte auch der Verkauf von weiteren Kapazitäten im Strombereich im Heimatland auf der Tagesordnung stehen. Insgesamt könnten die Spanier durch die zahlreichen Abgaben rund 5 Mrd. Euro erlösen.

Allerdings denken die Analysten von Helaba Trust nicht, daß Endesa die frei werdenden Mittel zur weiteren Expansion in Europa verwenden wird. Nach dem jüngsten Einstieg in den italienischen Strommarkt, der nach Einschätzung der Analysten zu einem überhöhten Preis erfolgte, dürfte Endesa seine externen Wachstumspläne für längere Zeit auf Eis legen. Vielmehr sollten in erster Linie die Verbindlichkeiten zurückgeführt werden. Allerdings werde dieser Schritt erst mittelfristig zu deutlichen Entlastungen im Kapitaldienst führen (Finanzergebnis H1 2001: -710 Mio. Euro). Gleichzeitig werde ein Teil der Erlöse voraussichtlich zur Verbesserung der teilweise desolaten Netzinfrastruktur verwendet werden. Schließlich dürften angesichts der derzeitigen Unterkapazitäten am heimischen Strommarkt Gelder zum Bau neuer Gaskraftwerke (CCGT) eingesetzt werden.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren seien für Endesa künftig angesichts der leeren Kriegskasse keine externen Wachstumsschübe zu erwarten. Vielmehr werde die Integration der zuletzt übernommenen Gesellschaften kurzfristig das operative Ergebnis belasten. Gleichzeitig dürfte die vom spanischen Wirtschaftsminister für die nächsten zwei Jahre geplante Strompreissenkung (rund 5%) auf Umsatz und Ergebnis drücken. Außerdem sei auch für die kommenden Monate infolge der Energiekrise in Südamerika mit Belastungen zu rechnen.

Vor diesem Hintergrund sehen die Analysten von Helaba Trust in den kommenden Monaten trotz der moderaten Bewertung nur eine unterdurchschnittliche Performance der Endesa-Aktie.




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