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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 188,07 $ |
188,65 $ |
-0,58 $ |
-0,31 % |
24.04/22:10 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US6174464486 |
885836 |
- $ |
- $ |
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Morgan Stanley D. W. "outperform" 08.10.2001
Hornblower Fischer
Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Aktien von Morgan Stanley Dean Witter (WKN 885836) auf "outperform" herauf.
Die US-amerikanischen Finanzinstitute (Investment-, Retail- und Regionalbanken) hätten im vergangenen Quartal angesichts rückläufiger Kapitalmärkte und den Terror-Anschlägen in den USA teilweise herbe Kursverluste einstecken müssen. Diese Rückschläge seien einhergegangen mit vergleichbaren Krisen, in denen die US-Bankaktien im Durchschnitt um 30% gefallen seien. Die Vergangenheit habe ferner gezeigt, dass US-Banken nach Krisen durchschnittlich 16 Wochen gebraucht hätten, um die Talsohle zu durchschreiten. Bewertungskennziffern wie KGV und Price/Book sind in Krisenzeiten deutlich zurück gegangen seien. Während sich das PE z. B. in der Golfkrise (August -Oktober/1990) zwischen 5,6 – 7,7 bewegt habe, sei das P/B-Ratio auf 0,9 zurückgefallen. Nach dem Terror-Anschlag im September diesen Jahres hätten sich die Kennziffern auf 11,1 (PE) bzw. 2,2 (P/B) ermäßigt. Dies belege eindeutig, dass die Bewertungen nicht so stark unter Druck gekommen seien, wie in vergangenen Krisenzeiten. Sollte sich demnach die wirtschaftliche und politische Situation in den USA in den kommenden Wochen weiter zuspitzen, besteht nach Einschätzung der Analysten von Hornblower Fischer die Gefahr weiterer Kursverluste.
Neben diesen Faktoren spiele auch das stark gesunkene US-Verbrauchervertrauen eine zunehmende Rolle bei der Prognose der Aktienmärkte in den USA. Im September sei der Index der Universität Michigan im Vergleich zum Vormonat von 91,5 auf 81,8 zurückgefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit November 1993. Dieser Vertrauensverlust habe sich auch in den Handelsvolumina widergespiegelt. Zwar seien die Volumina an der NYSE und an der Nasdaq im September gg. dem Vormonat um 64% bzw. 43% geklettert, dies reich aber nicht aus, um die Ausfalltage nach dem Anschlag auf das WTC am 11. 9. zu kompensieren.
Trotz der widrigen Bedingungen an den Kapitalmärkten und des rezessiven Szenarios hätten die Anleger im 3. Quartal mit einzelnen Regional-Instituten Geld verdienen oder zumindest die Kursverluste begrenzen können. Grund dafür sei der weiterhin sinkende Zinstrends und das vergleichsweise geringere Risikoprofil der Regionalbanken. Den größten Return unter den regionalen Großbanken habe die Huntington Banc erwirtschaftet, die um etwa 6% avancierten. Dagegen hätten Mellon Financial (-30%) und Bank of New York (-27%) die größten Kursverluste einstreichen müssen. Unter den ungünstigen Marktbedingungen hätten aber vor allem die Brokerhäuser gelitten. Der AMEX Broker-Index habe knapp 24% verloren, während dessen sich der marktbreite S&P 500 nur um circa 15% ermäßigte. Bei den Investmentbanken hätten Merrill Lynch (-31,5%) und Morgan Stanley (-27,8%) zu den größten Kursverlieren gehört. Obwohl die Bewertungen im US Bankensektor in den zurückliegenden Monaten deutlich zurückgekommen seien, hätten sich die Risiken bei den Großbanken vor allem hinsichtlich der verschlechterten Asset Quality nicht grundlegend vermindert.
Aus Bewertungsgründen und aufgrund des größeren Erholungspotentials halten die Analysten von Hornblower Fischer gegenwärtig Morgan Stanley Dean Witter für interessant. Daher stufe man den Titel von "marketperform" auf "outperform" herauf.
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