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Erste Bank Depotaufnahme 13.03.2007
Volksbank Karlsruhe
Karlsruhe (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Volksbank Karlsruhe haben die Aktie der Erste Bank (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) am 05.03.2007 bei einem Kurs von 55,85 Euro in ihr Musterdepot aufgenommen.
Die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG (Erste Bank) mit Sitz in Wien sei eine in Zentraleuropa führende Finanzdienstleistungsgruppe. Ihr Schwerpunkt liege im Bankgeschäft, in der Vermögensverwaltung sowie im Kredit- und Versicherungsgeschäft für Retailkunden und KMUs (kleinere/mittlere Unternehmen). Als älteste österreichische Sparkasse habe die Erste Bank die führende Rolle bei der Zusammenführung der österreichischen Sparkassengruppe übernommen und eine zukunftsweisende Partnerschaft mit den 63 Partnersparkassen entwickelt.
Da die Betriebserträge in der Erste Bank-Gruppe um 14,3 Prozent (ohne der rumänischen BCR 9,7 Prozent) deutlich stärker angestiegen seien als der Verwaltungsaufwand mit 10,3 Prozent (ohne BCR 6,3 Prozent), habe sich das Betriebsergebnis als Saldo aus diesen Größen um 20,7 Prozent (ohne BCR 15,3 Prozent) von 1.659,4 Mio. EUR auf 2.003,6 Mio. EUR verbessert. Die starke Verankerung der Gruppe im Retailgeschäft - noch ohne Einbeziehung der BCR - lasse sich an der sehr positiven Entwicklung des Zinsüberschusses (+9,4 Prozent) und des Provisionsüberschusses (+11,5 Prozent) ablesen.
Aufgrund der marktbedingten Auswirkungen auf die Wertpapierbewertung sei der Erfolg aus dem Versicherungsgeschäft leicht rückläufig gewesen. Der Bedarf an Kreditvorsorgen habe sich in der Gruppe nur moderat um 4,2 Prozent von 421,6 Mio. EUR auf 439,1 Mio. EUR erhöht. Ohne BCR wären die Kreditvorsorgen fast unverändert geblieben (+2,2 Prozent).
Der Gesamtsaldo aus sonstigem betrieblichen Erfolg sowie den Ergebnissen aus den verschiedenen Kategorien an Finanzvermögen habe sich von -16,1 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr -42,3 Mio. EUR verschlechtert. Diese Entwicklung erkläre sich vor allem durch die nach IFRS nunmehr notwendige lineare Abschreibung des immateriellen Wertes des Kundenstocks der BCR (18 Mio. EUR). Ohne BCR habe das Ergebnis bei 12,7 Mio. EUR und damit geringfügig besser als 2005 gelegen.
Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern und Fremdanteilen sei um 30,1 Prozent von 716,7 Mio. EUR auf 932,2 Mio. EUR (ohne BCR um 26,2 Prozent auf 904,8 Mio. EUR) gesteigert worden und habe den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte der Erste Bank-Gruppe erreicht. Da die Akquisition des rumänischen Marktführers BCR erst am 12. Oktober 2006 erfolgt sei, nehme sich dessen Beitrag zu diesem Rekordergebnis noch bescheiden aus. Einschließlich der Restrukturierungskosten und linearer Abschreibung betrage dieser 27,4 Mio. EUR.
Das gute Ergebnis der BCR insgesamt gebe einen ersten Eindruck vom zusätzlichen Potenzial, das durch die Integration der BCR in die Gruppe erzielt werden könne. Die im Zuge der Akquisition der BCR in 2006 durchgeführten Kapitalerhöhungen hätten erwartungsgemäß zu einem Rückgang der Eigenkapitalverzinsung von 19,5 Prozent auf 13,7 Prozent geführt.
Bei Berücksichtigung der linearen Abschreibung liege der Cash ROE bei 13,8 Prozent. Der Gewinn je Aktie habe sich von 2,98 EUR im Vorjahr trotz der durch die Kapitalerhöhungen um 25 Prozent höheren durchschnittlichen Aktienzahl auf nunmehr 3,10 EUR erhöht. Der Cash Gewinn je Aktie habe für das Geschäftsjahr 2006 3,14 EUR betragen.
Die Bilanzsumme sei im Jahre 2006 um 19,0 Prozent auf 181,7 Mrd. EUR (ohne BCR +8,4 Prozent) ausgeweitet worden. Dabei seien die Forderungen an Kunden um 20,8 Prozent auf 97,1 Mrd. EUR (ohne BCR +11,3 Prozent), die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 24,8 Prozent auf 90,8 Mrd. EUR (ohne BCR +14,8 Prozent) gestiegen. Die Kernkapitalquote habe zum Jahresende 2006 bei 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,8 Prozent), die Eigenmittelquote bei 10,3 Prozent (Vorjahr 11,0 Prozent) und damit weiterhin deutlich über der gesetzlichen Mindestquote von 8 Prozent gelegen.
An der am 31. Mai 2007 stattfindenden Hauptversammlung dürfte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2006 voraussichtlich eine Erhöhung der Dividende von 0,55 EUR auf 0,65 EUR je Aktie vorschlagen, was einer Erhöhung um 20 Prozent entspreche.
Für das Jahr 2007 werde eine Steigerung des Nettogewinns der Erste Bank-Gruppe um 25 Prozent angepeilt, für die Jahre 2008 und 2009 von zumindest 20 Prozent. Auf Grund der Erhöhung des Eigenkapitals um 70 Prozent im Januar 2006 sei somit eine Eigenkapitalverzinsung angepeilt worden. Dieser Zielwert habe mit 13,7 Prozent übertroffen werden können, was die Erste Bank-Gruppe dem Ziel einer Eigenkapitalverzinsung im Jahr 2009 von 18 bis 20 Prozent ein großes Stück näher bringe.
Im 1. Quartal 2007 werde die Erste Bank auf die Basel II Regelungen umstellen. Die Auswirkungen insgesamt würden gegenüber den bestehenden Bestimmungen nicht gravierend sein. In den Segmenten werde es allerdings sehr wohl zu Verschiebungen kommen. So sei zum Beispiel eine Reduzierung des Eigenmittelbedarfs für das Kreditrisiko im Retailgeschäft zu erwarten. Neben der BCR werde im Geschäftsjahr 2007 auch der Einstieg in den ukrainischen Markt sowie die Übernahme von Diners-Club-Croatia für eine weitere Dynamik sorgen.
Die Analysten der Volksbank Karlsruhe haben die Erste Bank-Aktie in ihr Musterdepot integriert. (Ausgabe vom 12.03.2007) (13.03.2007/ac/a/a)
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