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Alcatel "neutral" 30.11.2001
Merrill Lynch
Nach wie vor bewerten die Wertpapierexperten von Merrill Lynch die Aktie des französischen Telekommunikationsanbieters Alcatel (WKN 873102) mit "neutral".
Die wichtigste Erkenntnis der Analysten nach einem Meeting mit Alcatel sei jene, dass die Entwicklungschancen für das Festnetzgeschäft als extrem schlecht einzustufen seien, da die Telekommunikationsindustrie auf diesem Sektor bereits unter Überkapazitäten leiden würde. In einigen Geschäftsbereichen, wie etwa dem optischen Datentransfer in den USA (terrestrisch und unter Wasser) würde das Management selbst innerhalb der nächsten 24 Monate keine signifikante Verbesserung erwarten. Damit würde die Prognose der Analysten gefährdet, die bisher von einer Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2003 ausgegangen sei. Eine weitere Information aus der Konferenz sei der Optimismus des Managements im Hinblick auf die Umsätze aus eBusiness.
Diese würden 13% zum Gesamtumsatzvolumen von Alcatel beitragen und sollten ihr zyklisches Wellental überschritten haben. Auf der anderen Seite seien die Analysten jedoch der Meinung, dass sich das Mobilfunkgeschäft für Alcatel auf lange Sicht ohne einen Partner nicht mehr rentieren und aufgrund seiner mangelnden Größe auch nicht für Neuinvestitionen auf dem Sektor der Produktinnovation ausreichen würde.
Die verbesserte Kostenstruktur der Geschäftskunden Division würde außerdem voraussichtlich innerhalb der nächsten 12 – 18 Monate unter verschärften Druck von Cisco Systems geraten, da Cisco über eine nahezu monopolistische Marktposition verfügen würde. Auch die Strategie des Managements, sich weltweit in den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Handsets, Geschäftskunden und Raumfahrt als einer der führenden Verkäufer und Anbieter von Infrastruktur zu etablieren sei in den Augen der Analysten fragwürdig, da Alcatel in mindestens 50% dieser Bereiche eine schwache Marktposition inne hätte.
Es könnte sich für das Unternehmen als wesentlich sinnvoller erweisen, sich auf solche Geschäftsbereiche zu konzentrieren, in denen man über eine langfristige Unternehmensstrategie verfügen würde (wie etwa Access oder Optics, DSL, DLCs der nächsten Generation oder SDH), anstatt eine Expansion in Bereiche anzustreben, in denen die Konkurrenz durch Mitwettbewerber geradezu übermächtig sei. Auch eine allzu verstärkte Konzentration auf die chinesischen und asiatischen Märkte würde von den Experten mit Besorgnis betrachtet, da auch hier verstärkt Kapitalinvestitionen reduziert und die Margen unter Druck geraten würden.
Die Börsenspezialisten würden im laufenden Finanzjahr 2001 mit einem Verlust pro Aktie von 0,28 US-Dollar rechnen, der sich im Fiskaljahr 2002 auf einen Verlust von 0,08 US-Dollar pro Wertpapier verbessern könnte.
Aufgrund dieser Analyse bewerten die Investmentbanker von Merrill Lynch die Aktie von Alcatel auch weiterhin sowohl mittel- als auch langfristig mit "neutral".
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