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Eybl untergewichten 04.12.2001
RZB Österreich
Die Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank (RZB) bleiben auch nach Bekanntgabe der Ergebnisse des 3. Quartals bei ihrer Empfehlung, Aktien des österreichischen Textil- und Ausstattungshauses Eybl International (WKN 914117) unterzugewichten.
Die in den ersten drei Quartalen 2001 veröffentlichten Geschäftszahlen hätten bereits erste Auswirkungen der Reduktion der Automobilproduktion im 2. Halbjahr 2001 gezeigt. Die Schwäche der Automobilindustrie komme für Eybl zum falschen Zeitpunkt, da sich noch viele Investitionsprojekte in der Anlaufkurve befänden. Der Einbruch der Automobilindustrie führe zu einem nahtlosen Übergang von Expansion in Richtung Restrukturierung. Die Restrukturierungsaufwendungen würden zu einem von Eybl angekündigten negativen EGT in Höhe von Euro 11 bis 12 Mio. führen. Die Analysten hätten daher ihre Schätzungen der aktuellen Situation angepasst.
Eybl International habe in den ersten drei Quartalen 2001 einen Umsatzanstieg um 17,5% auf Euro 325,6 Mio. erzielt, was auf die hohen Auftragsvolumina in der Ledersitzbezugsproduktion für Jaguar und Lenkradbelederung für BMW zurückzuführen sei. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) sei mit Euro 1,6 Mio. negativ ausgefallen. Ergebnisbelastend hätten die hohen Produktionskosten in Rumänien und die Kursentwicklung des brasilianischen Real gewirkt, sowie Auftragsstorni wichtiger Kunden. Im 4. Quartal werde sich das Ergebnis aufgrund hoher Restrukturierungskosten nochmals deutlich verschlechtern. Eybl müsse dem hohen Expansionstempo nun Tribut zollen. Trotz einer sich abzeichnenden Abschwächung der Automobilkonjunktur sei weiter in neue Projekte investiert worden (Kauf von Revest Car, Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms).
Die Analysten hätten ihre Schätzungen nach Vorlage der Quartalszahlen überarbeitet und erwarteten für 2001 einen Verlust/Aktie von Euro 5,79 und für 2002 von Euro 0,71. Für 2003 rechneten die Analysten im Zuge einer Verbesserung des Marktumfeldes in der Automobilindustrie mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Die Umsetzung des ausgedehnten Restrukturierungsprogramms (Überseestandorte, Eybl Bobinet, Produktionsstilllegungen und -verlagerungen) erhöhe die Unsicherheit eines Erreichens der Gewinnschwelle im Jahr 2002.
Die Analysten der RZB Österreich halten daher ihre Empfehlung "untergewichten" für Eybl aufrecht und warten auf erste Anzeichen einer Verbesserung der operativen Ergebnisse. Alles in allem würden die Experten glauben, dass der Kurs der Aktie den Boden noch nicht gefunden habe, da eine Fortsetzung des Expansionskurses gestoppt worden sei.
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